Wie einige unserer Werke aussahen, könnt ihr im folgenden Beitrag betrachten.











Blog des Gymnasiums auf den Seelower Höhen











An diesem berüchtigten Tag, kurz nach 17 Uhr, eröffneten wir die Ausstellung mit einer Eröffnungsrede. Dieser Aufgabe nahmen sich Collin, Paul P., Jonas und Hannah an. Collin und Hannah erzählten über die einzelnen Halbjahre, während Jonas und Paul Sprachblasen hochhielten, die Gedanken symbolisierten. Nachdem sie ihre Rede beendet hatten, machte sich jeder Besucher, darunter Lehrkräfte, Eltern und Familie, auf den Rundgang. Auf dem Boden war eine Straße zu finden, die unserem Thema „Künstlerische Reise“ angepasst war. Man fuhr also praktisch durch die Ausstellung. Die Ausstellung war auch nicht monoton gestaltet. Jeder Abschnitt unterschied sich von einem anderen, was die Ausstellung spannender gestaltete. Ebenso variierten die Kunstwerke. Natürlich ist jedes Kunstwerk anders, aber wir haben, wenn wir das Thema der Abschlussarbeit nicht hinzufügen, Werke genommen, deren Themen sich unterschieden und dementsprechend einen anderen Effekt hatten. Was auch für einen „frischen Wind“ sorgte, war ein Video von Max J., das im Hintergrund in Dauerschleife lief.
In dem folgenden Video geben Nele und ich auch denen, die nicht an der Ausstellung teilnehmen konnten, einen Überblick über unsere Kurshalbjahre und erklären, was wir in den einzelnen Halbjahren gemacht haben, und erläutern unsere Themen. Außerdem wollten wir euch mit dem Video unser Thema „Künstlerische Reise“ per Videobotschaft vermitteln, sodass ihr keinen langen, langweiligen Text lesen müsst.
Alex (Jg. 12)




Wusstet ihr schon, dass der Bundestagsadler, der im Plenarsaal hängt, aus 2,5 Tonnen Aluminium besteht?!

Am Ende unserer Führung durften wir dann selbstständig auf die „Dachterrasse“ gehen, mit ihrer imposanten Kuppel, und uns die schöne Aussicht von oben ansehen. In der Kuppel gab es nochmal eine Ausstellung zu der Geschichte des Hauses.


Am Ende unseres Ausflugs waren wir dann noch im Paul-Löbe-Haus und durften ein Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Simona Koß von der SPD führen. Wir hatten gemeinsam im Unterricht Fragen vorbereitet, die wir ihr dann in einem Gespräch stellen konnten. Sie bezogen sich auf allgemeine Fragen, Sprache in politischen Verwendungszwecken sowie auf ihren Lebenslauf.



Der Besuch im Bundestag war nicht nur eine aufregende Gelegenheit für uns, sondern auch ein lehrreicher Ausflug. Wir haben viel Zusatzwissen über die Sprache in der Politik und einen Einblick in den Bundestag erhalten.
Anna (11a)
In der Frühstückspause trafen sich alle ausgewählten Schüler:innen und Frau Mo. auf dem Schulhof und angeführt von den Zehnten liefen wir in Richtung Netto. Von dort aus war es dann nicht mehr weit bis zum Platz der Stolpersteinverlegung. Dort angekommen, erwarteten uns vorerst sehr viele Menschen, Verwandte von Max Philippsborn und der Bürgermeister. Er hielt gedenkend eine Ansprache und Philippsborns Urenkel fand auch noch einige Worte, bevor er auf auf Hebräisch etwas sang. Danach wurde auch schon der Stolperstein verlegt, auch wenn die meisten von uns nur erahnen konnten, wie dies ablief, da man aufgrund der anderen Menschen nichts sehen konnte. Dank Ares‘ (10a) genauer Beschreibung, wie der Stein eingesetzt wurde, gelang es aber tatsächlich auch uns gedanklich vorzustellen, wie dies ausgesehen haben könnte. Gute zwanzig Minuten später fuhren wir auch schon zum Schweizerhaus, bei dem wir erst einmal durchatmen konnten. Die eingeladenen Gäste betraten ein wenig später den Saal, der sich demzufolge langsam füllte. Anspannung und eine leichte Prise von Aufregung überrumpelte den ein oder anderen von uns, während Frau Krüger und später der Bürgermeister eine Rede hielten. Sie bedankte sich auch bei den Schülerinnen von uns, die beim Jüdischen Abend mitwirkten. Anschließend verzauberten Annabelle (9a) und Isabel (9b) mit dem Lied Riptide alle anwesenden Gäste. Danach folgte Laney (9b) mit der sehr informativen Vorstellung der Biografie von Max Philippsborn und passend dazu betrat sein Urenkel die Bühne, fand noch einige Worte und zeigte ein Plakat mit allen Namen (bekannt und unbekannt) der begrabenen Juden aus Seelow. Eine weitere Rede von Frau Krüger später stellte ich mein Gedicht (Die Mauern der Kriege), das bei einigen Zuhörern gut ankam, vor und Annabelle und Isabel zeigten eine abschließende musikalische Darbietung von dem Lied People help the People, die sehr berührend war. Zum Abschluss gab es wieder koscheres Essen, allerdings vom Schweizerhaus selbst, und bei guten Gesprächen, auch mit den Angehörigen, ließen wir den Tag, für uns bis 12.30 Uhr, ausklingen.
Lisa (9a)










Debattiert wurden in den verschiedenen Altersgruppen folgende Themen:
Altersgruppe I
Altersgruppe II
Es ist unheimlich beeindruckend, wie präzise, wortgewandt und reaktionsschnell die Wettbewerbsteilnehmer die Debatten gestaltet haben. Das liegt ganz sicher an ihrem Interesse an gesellschaftlich relevanten Themen und ihrer kommunikativen Begabung, aber ebenso an ihrer Förderung im Rahmen des „Jugend debattiert“-Formats durch fortgebildete Lehrkräfte an ihren Schulen.
Seit diesem Schuljahr haben auch wir zwei geschulte Koordinatorinnen für dieses Debattenformat. Natürlich kann man nicht sofort an einem Regionalwettbewerb teilnehmen. Wir haben aber die Gelegenheit genutzt und die Einladung aus Potsdam angenommen, um schon einmal beobachten zu können, worauf wir mit interessierten Schülerinnen und Schülern in den nächsten Jahren hinarbeiten können. Debatten nach den Regeln von „Jugend debattiert“ werden bereits jetzt in den Deutschunterricht integriert, beispielsweise wenn es im ersten Kurshalbjahr des Jahrgangs 11 um Sprache in politischen und gesellschaftlichen Verwendungszusammenhängen geht oder im Jahrgang 8 argumentiert wird.
Wir freuen uns auf die Entwicklung als „Jugend debattiert“-Schule in den kommenden Jahren.
Di
Am Anfang sollten wir uns alle in einen Stuhlkreis setzen. Danach haben wir zu zweit überlegt, welche Stärken wir mitbringen und wie wir diese im Projekt einbringen können. Dann sollten wir erzählen, welchen Sport wir machen und was man dafür braucht. Als Nächstes wurden sechs Kontinente auf dem Boden verteilt. Die Klasse sollte sich so aufteilen, wie wir dachten, dass die Weltbevölkerung und der CO2-Ausstoß aufgeteilt sind. Es gab viele Überraschungen, wie zum Beispiel, dass in Nord- und Südamerika nur sehr wenig Leute im Gegensatz zu Asien leben. Dann haben wir eine Weltkarte betrachtet und besprochen, wo die Herstellung für Kleidung geplant wird, wo die Rohstoffe herkommen, wo Herstellung, Verkauf und Nutzung stattfinden. Kurz vor der Pause haben wir uns dann in Gruppen aufgeteilt, in denen wir nach der Pause weiterarbeiteten.
Philip
Nach der Pause mussten wir unsere eigentliche Aufgabe bearbeiten. Wir sollten nämlich mithilfe eines Plans durch das Schulgelände gehen, um mit unseren iPads QR-Codes zu scannen, die an der Wand hingen, um am Ende ein eigenes Video zu drehen. Jeder hatte in der Gruppe eine eigene Aufgabe. Es gab einen Timekeeper, der die Zeit planen musste, einen Übersetzer, einen Dokumentalisten und einen mit dem Plan. Der Plan beinhaltete die Reihenfolge und die Orte, sodass sich nicht alle Gruppen gleichzeitig an einem Ort befanden. Die Videos, die wir über die QR-Codes erreichten, waren Interviews zwischen zwei Personen: dem Interviewer und dem Kritiker der derzeitigen Lage. Der Dokumentalist musste sich dann Notizen machen, mit wem der Interviewer sprach und was er kritisierte. Kritikpunkte waren zum Beispiel, dass bei der Kleidungsproduktion zu viel Wasser verschwendet wird, dass es wegen der Chemikalien keine Ernte gibt und die allgemeine Umweltverschmutzung. Die Videos waren auf Englisch, wir hatten aber auch übersetzte Texte zur Verfügung.
Maria
Wir haben anschließend mit den Notizen ein Video gedreht, mit der Sicht eines Influencers, und wie wir unsere Reichweite nutzen können, um der Umwelt zu helfen und was man in Deutschland gegen die Verschmutzung durch Chemikalien und Farben in Flüssen tun kann.
Sahar
Feedback zum Projekt
Wir haben an dem Tag gelernt, dass die Textilien, Farben und Chemikalien Auswirkungen auf die Wasserqualität, das Ökosystem und die Gesundheit von Mensch und Tier haben und es wurde von der Projektleiterin gut erklärt, aber das meiste hatte man bereits gewusst, aber man hat trotzdem etwas Neues gelernt, also würde ich es für das nächste Mal empfehlen, weil man immer etwas dazulernen kann.
Sahar
Ich habe aus diesem Projekt die Erkenntnis gewonnen, dass man keinen Müll in die Umwelt schmeißen darf und dass man nur wenige bis keine Sachen von umweltschädlichen Firmen kaufen sollte. Aber man sollte auch nicht nichts davon kaufen, weil sonst Millionen von Menschen ihren Job verlieren würden.
Philip
Ich persönlich fand diesen Tag sehr abwechslungsreich und spannend. Ich habe vieles über die Umwelt gelernt, was ich noch nicht wusste, wie zum Beispiel der Recyclingkreislauf von Kleidung, außerdem wie schlecht es den Menschen in anderen Ländern wegen des Mülls geht.
Sophie
Beim Ablauf der Textilherstellung hat man schon einige Dinge dazugelernt, wenn man sie nicht schon wusste. Beim abschließenden Austauschtalk hat man nichts zum Thema Umweltschutz gelernt, denn wir wurden gefragt, was unsere Stärken sind. Trotzdem fand ich den Tag ganz lustig. Dieses Projekt kann man weiterhin durchführen, muss man aber nicht.
Alina
Im Großen und Ganzen war das Projekt gut, jedoch weiß man den Großteil schon von Social Media. Außerdem fand ich den Fakt, dass wir Videos erstellen sollten, weniger schön, da es unangenehm ist, vor der Kamera zu sprechen. Also fände ich es besser, anstatt des Videos einen Vortrag zu halten.
Lilli
Die Gruppenarbeit hat mir am meisten gefallen. Dort konnten wir viele und gute Ideen austauschen. Des Weiteren war es möglich, sich gegenseitig zu unterstützen. Ich habe auch von dem Projekt selbst einige neue Dinge gelernt. Das Brebit-Projekt hat mir gut gefallen und ich kann es weiterempfehlen.
Laura
Yardena ist eine sehr offene und sympathische Person, die uns mit ihrem schlichten und unauffälligen Kleidungsstil beeindruckte. Trotzdem ihr Projektpartner leider nicht an der Begegnung teilnehmen konnte, beschrieb sie uns zahlreiche Aspekte des jüdischen Lebens. Zum Beispiel erzählte sie uns, dass ihre Eltern zum Judentum konvertiert sind, aber nicht orthodox sind. Da sie sich nicht als „richtig“ gläubig bezeichnet, betrachtet sie ihre jüdische Identität eher als eine Volkszugehörigkeit.
Daher ergab auch die Tatsache, die uns zunächst überraschte, Sinn, dass Yardena ungenaue Kenntnisse über ihre eigene Religion besitzt. Sie konnte manche Fragen nicht beantworten, die wir für selbstverständlich hielten.
Was uns gut gefallen hat, war, dass Yardena Anschauungsmaterial und Mitbringsel mitgebracht hatte. Außerdem las sie uns etwas auf Hebräisch vor und beantwortete immer offen und ehrlich alle Fragen, die wir hatten. Wir schätzten auch ihre unbeschwerte Herangehensweise an den Glauben, beispielsweise, als sie sagte, dass viele ihre Lehrer „nicht jüdisch, sondern normal“ waren, was uns zunächst nicht als eine Formulierung vorkam, die wir gebrauchen würden.
Yardena erzählte uns auch über ihr Leben als jüdische Studentin in Eberswalde. Sie berichtete von ihren Erfahrungen mit Antisemitismus und Diskriminierung, aber auch von der Unterstützung, die sie von ihren Kommilitonen und Professoren erhalten hat. Es war interessant zu hören, wie sie ihren jüdischen Lebensstil in einer nicht-jüdischen Umgebung aufrechterhält und wie sie sich mit anderen jüdischen Studenten vernetzt.
Ebenfalls nannte Yardena uns auch viele der jüdischen Feiertage, die sie als Kind gefeiert hat. Ein wichtiger Bestandteil ist für sie dabei das viele leckere Essen. Beispielsweise freue sie sich jedes Jahr auf den Feiertag, welcher der einzige ist, an dem man ein bestimmtes Brot zubereiten darf, das ihr sehr gefällt. Zudem erklärte sie uns, dass sie als Kind oft mit ihrer Familie zusammengekommen ist, um traditionelle jüdische Gerichte zu kochen und zu essen. Sie erinnerte sich gerne an diese Zeiten zurück und sagte, dass Essen für sie eine wichtige Rolle in ihrer jüdischen Identität spielt.
Ein weiteres Thema, das Yardena ansprach, war der Schabbat. Sie erklärte uns, dass der Schabbat für orthodoxe Juden ein heiliger Tag ist, an dem sie nicht arbeiten und sich auf ihre Religion konzentrieren. Früher hat sie den Schabbat streng befolgt und keine Arbeit gemacht, aber heute sieht sie ihn nicht mehr so streng und nutzt den Schabbat, um sich zu entspannen und Zeit mit ihrer Familie oder Freunde zu verbringen.
Yardena hatte auch eine interessante Art zu reden. Sie sprach oft in Metaphern und benutzte viele Redewendungen, die uns nicht vertraut waren. Manchmal mussten wir nachfragen, um zu verstehen, was sie meinte, aber sie war immer geduldig und erklärte es uns gerne.
Zum Schluss verabschiedeten wir Yardena mit einem kleinen Geschenk. Insgesamt war das Begegnungsprojekt Met-a-Jew eine bereichernde Erfahrung, die uns einen umfassenden Einblick in die jüdische Kultur gab. Wir sind dankbar für die Offenheit und Ehrlichkeit von Yardena und hoffen, dass wir in Zukunft weitere solche Begegnungen haben werden.
Lara (12b)
Nach Ende der sechsten Stunde begaben wir, die neunten und zehnten Klassen, uns in die Cafeteria, sicherten uns erst einmal einen guten Platz und bewunderten die aufgebaute Kulisse, die ein kleines Zimmer zeigte. Nachdem alle Schüler- und Lehrer:innen eintrafen, ging Frau Br. in die Mitte und beruhigte uns, sodass die beiden Frauen Anna und Mila beginnen konnten. Anna spielte in diesem Schauspiel die Rolle als Mo und Mila als Sol, welche zwei sechzehnjährige Jugendliche charakterisierten. Die beiden sind beste Freunde, kennen sich durch ihre gemeinsame Passion, das Fechten, und wissen, dass Sol queer ist und Mo sich in Mark verliebt hat. Von der Figur Mark haben wir nur in den Gesprächen zwischen den Freundinnen erfahren. Die beiden telefonierten noch am selben Tag und Mo kam zum ersten Mal richtig in Kontakt mit Alkohol. Vor Liebe stimmte Mo einem Treffen am See zu und nahm ihre beste Freundin Sol, die eigentlich beschloss, mit dem Verzehr von Alkohol bis zu ihrem 18. Geburtstag zu warten, dahin mit. Nun wollte sie nicht spießig sein und trank mit ihrer besten Freundin gemeinsam Bier. Während es Mo gut ging, erlebte Sol einen Blackout, wachte in ihrem Bett (der Kulisse) auf und wurde von Mo geweckt. Bereits an dieser Stelle wirkte Mos Reaktion ein wenig skurril, denn sie hatte weiterhin ein Verlangen danach, Alkohol zu konsumieren. Sol lebte ihren Kater aus, während Mo und Mark bei einem Konzert genüsslich Alkohol tranken, wodurch Mo so langsam eine Sucht entwickelte. Die Zeit verstrich und während für uns einige Sekunden vergingen, so war es im Schauspiel einige Monate später und Sols Geburtstag stand an. Mo schenkte ihr Gläser und Alkohol, doch Sol lehnte diesen ab, weshalb Mo den Rest zu sich nahm. Aus dem gemeinsamen Trinken wurde das heimliche und Mo lag nun mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Doch davon lässt sie sich nicht unterkriegen und schafft es, Sol von einem Trinkspiel zu überzeugen. Im Alkoholrausch schnappt sich Mo Sols Handy und wählt die Nummer von Sols Mutter. Diese wusste nicht, dass Sol lesbisch ist, denn das wollte sie ihr selbst sagen, doch dafür war es zu spät. Sol wurde sauer und schmiss Mo aus der Wohnung. Weitere Monate vergingen und Silvester stand an. Mo klingelt weinend an der Wohnungstür mit der Begründung, dass Mark mit ihr Schluss gemacht habe. Sol versuchte ihre am Boden zerstörte Freundin zu trösten, doch für sie gab es nur einen Helfer, und zwar den Alkohol. Nun verstand auch Sol, wie es ihrer Freundin ging und dass sie Hilfe benötigt, da das Trinken von sechs Bier, Sekt und Wodka am Tag nicht normal ist. Ihre Abhängigkeit wurde dadurch unterstrichen, dass sie sich, nachdem Sol ihr Bier wegkippte, nicht mehr beherrschen konnte und mit den Stäben, die zum Üben für das Fechten gedacht waren, Sol am Kopf traf. Schnell bekam sie ein schlechtes Gewissen, doch Sol gab diesmal nicht auf. Sie half Mo, frei vom Alkohol zu werden und auch Mark und Mo sind wieder ein Pärchen. Wir dachten, dass das Stück mit einem „Happy End“ endet, doch da irrten wir uns. Sol stellte sich in die Mitte der Kulisse und erzählte, dass Phil, der beste Freund von Mark, mit dem Auto gefahren sei, doch vorher etwas getrunken habe. Sol und Mo hätten mit im Auto gesessen und eh sie sich versehen hätten, sei der betrunkene Phil schon gegen einen Baum gerast. Während Sol selbst mit Verletzungen davonkomme, so gehe es Mo wohl nicht so gut und sie befinde sich noch immer im Koma. Mit dieser Information endete die ca. einstündige Aufführung und wir konnten für uns schlussfolgern, dass Alkohol weder etwas am Steuer zu suchen hat, noch unachtsam in unsere Hände geraten sollte, denn die Folgen sind ersichtlich: Entweder man schwebt selbst in Gefahr, weil man in eine Sucht gerät, und/oder gefährdet andere.
Zum Abschluss (gegen 14.45 Uhr) durften den beiden noch Fragen gestellt werden. Da diese sich aber sehr geringhielten, wurden wir gefragt, ob wir dies realistisch fanden und ob es uns gefallen hat. Auch klärten wir einige Fragen zum Inhalt und wie man eine Alkoholabhängigkeit erkennt (durch regelmäßigen Verzehr, aggressives Verhalten und ständiges Verlangen). Zudem erfuhren wir ja im Stück, dass Sol Mo letztendlich helfen wollte, doch, was hätte sie machen können? – Mit den Eltern sprechen, die Nummer gegen Kummer wählen, mit einem Vertrauenslehrer reden, einen Therapeuten oder eine Suchtberatung aufsuchen. Danach verließen einige die Cafeteria, doch es blieben welche aus unserem Jahrgang und dem 10. da, um den beiden beim Abbau zu helfen.
Ich denke mal, dass die Gefühle aller nach dem Stück sehr gemischt und verschieden waren. Während einige das Ende schockierte, verspürten andere das Verlangen nach Hause zu gehen. Dennoch lässt sich abschließend sagen, dass die beiden Frauen realistische Szenen gezeigt haben, von denen uns wenige vielleicht auch bekannt vorkamen. Durch beispielsweise Mos Alkoholvergiftung wurden uns die Folgen einer solchen Abhängigkeit gezeigt und vielleicht erreichten sie so, dass wir doch noch einmal mehr darüber nachdenken, ob der Verzehr von alkoholischen Getränken jetzt wirklich sein muss.
Lisa (9a)







Zunächst trafen sich alle Schüler- und Lehrer:innen, die wollten, gegen 19.30 Uhr im Kleist-Forum in Frankfurt. Dort angekommen, bekam jeder einen Zettel von Frau Di., auf dem unsere Plätze standen. Nach und nach begaben wir uns zu unseren Plätzen und um ungefähr 20.00 Uhr fing der Wettstreit auch schon an. Bevor wir jedoch die Poetry-Slammer zu Gesicht bekamen, wurden an Ausgewählte aus dem Publikum Blätter verteilt, wobei Timea durch das Zeigen auf ihre Sitznachbarin Emily bei der Entscheidung half. Schon vor den Wettstreitern war ein Lachen unvermeidbar, denn durch die witzige Art des Moderators konnte sich jeder mit einem Lächeln in diesen Abend einfühlen. Die Lichter gingen aus und nach und nach betraten die Wettstreiter:innen die Bühne. Neben witzigen Themen wurden aber auch ernste und tabuisierte angesprochen, auch wenn diese einen Hauch von Humor als Unterton beinhalteten. So sprach ein Wettstreiter beispielsweise den Lehrermangel an Schulen an und wie er selbst als Grundschullehrer seinen Alltag vor der Klasse bestreite. Durch die authentische und zugleich ebenso ausdrucksstarke, witzige Vortragsweise war es nur schwer, einem Lachen zu widerstehen und so schritt der Abend wie im Flug voran. Als nach einer 15-minütigen Pause, in der man sich Bücher der Poetry-Slammer ergattern konnte, der Saal sich wieder füllte, wurde es langsam ernst. Nach jedem vorgestellten poetischen Text entschieden die zuvor ausgewählten Zuschauer:innen durch Zahlen von eins bis zehn mit maximal einer Kommastelle, wie gut dieser ankam. Diese Zahlen projizierte man an die Wand und der höchste sowie der niedrigste Wert wurden gestrichen und die übrigen Punkte zusammengezählt. Die beiden Wettstreiter:innen mit der höchsten Punktzahl zogen ins Finale, das folglich stattfand. Nach weiteren Texten der Finalisten entschieden wir nun als Publikum, wer diesen Abend gewinnen sollte. Umso lauter der Jubel und der Applaus, desto schneller stand fest, wer den Sieg mit nach Hause bringen konnte. Nachdem der Gewinner also feststand, erhielt sowohl das Team des Kleistforums als auch der Moderator einen riesigen Applaus vom Publikum. Gegen 22.30 Uhr endete somit die Veranstaltung und ich bin mir ziemlich sicher, dass das Forum nächstes Jahr einige Gesichter wiedersehen wird.
Lisa (9a)
