Geschichte, die nicht weit entfernt geschah – Film „Unbroken“ im Kulturhaus Seelow

In der Frühstückspause versammelten wir uns zunächst im Unterrichtsraum, um unsere Taschen abzustellen, wonach es mit Herrn We., Herrn Bn. sowie Frau Ko. in Richtung Kulturhaus ging. Noch ein letztes Gruppenbild und schon begaben wir uns in den Saal, um Platz zu nehmen. Gespannt lasen wir uns vorab die Zusammenfassung des Films durch, während derweil laute Kinderstimmen den Raum füllten. Ein wenig überrascht sahen wir ihnen dabei zu, wie sie sich ebenfalls auf ihre Stühle setzten. Nach Ansprachen vom Landrat Gernot Schmidt, Amtsdirektor Stefan Lübbe sowie Bürgermeister Robert Nitz fand auch Beth noch ein paar letzte Worte, bevor der knapp eineinhalbstündige Film startete. Da die deutschen Untertitel so schnell und vor allem an nicht passenden Stellen auftauchten, war es für die Grundschüler sowie einige andere sehr schwer, die Aufmerksamkeit beim Film zu behalten. Dennoch ließen wir uns davon nicht beirren und schauten gespannt den Dokumentarfilm. In diesem spielen Beth und ihre Mutter die Hauptrollen, in der sich Beth auf die  Suche nach der Verwandtschaft ihrer nach Ausschwitz deportierten Mutter begibt. Beths Mutter hat man von Menschen, die in Worin gelebt haben, adoptiert. Sie ist zusammen mit ihren Geschwistern ohne Eltern, aber dem Versprechen an ihren Vater, stets zusammenzubleiben, zurückgelassen worden, als ihre Mutter so plötzlich von Soldaten deportiert worden ist. Ein harter Kampf durch die diktatorische NSDAP-Führung hat sie schließlich ins heutige Amerika gebracht, wo sie friedlich und ohne Fluchtgedanken leben. Menschen wie Schmidt, also nicht der Landrat, haben ihnen dabei geholfen und erwähnt man namentlich im Verlauf des Films. Unterstützt wird die Erzählung der Vergangenheit ebenfalls durch zeichnerische Passagen, die die meisten von uns schon sehr ans Herz gingen. Beth suchte auch in der Kirche, in der ihre Verwandten getauft worden sind, nach Namen dieser und die Freude ihrer Mutter, als Beth sie freudig anrief, übertrag sich auch auf uns. Die Zeit des Film verstrich wie im Flug und einen kräftigen Applaus später startete bereits die Fragerunde an Beth, teilweise auch auf Englisch. Frau Ko. stand als Dolmetscherin tatkräftig an ihrer Seite und übersetzte sowohl für sie als auch für uns die jeweilige Frage bzw. Antwort. Im Verlauf unterstrich Beth aber ganz klar, als die Frage aufkam, ob sie sich vorstellen könne, dass so etwas, was ihrer Großmutter widerfahren ist, wieder geschehen könne, dass genau diese Ausgrenzung noch immer in manchen Regionen Alltag sei. Sie ermunterte uns, dass wir diejenigen seien, die etwas dazu beitragen könnten und diese Entwicklung nicht unterstützen müssten. Ein letzter großer Applaus, ein Selfie mit Beth, die Mitnahme eines Flyers/Lesezeichens mit QR-Code zum Film sowie Stickern am Ausgang später, ging es, unterhaltend über den Film, zurück in den nächsten Unterricht.

Zusammenfassend kann man auf jeden Fall sagen, dass der Film, auch wenn er nicht mehr ganz zur Thematik in Q3 passt, sehr interessant, sehr berührend und vor allem aber lehrreich war, wenn man an Schmidt denkt, der der Familie so unglaublich geholfen hat. Bei ihm handelte es sich übrigens um einen Händler rund um Berlin, der sich bemerkenswert für das Verstecken der Geschwister einsetzte. In der darauffolgenden Geschichtsstunde am Donnerstag sprach unser LK mit Herrn We. über den Film und wir kritisierten im Kontrast zum Positiven den Fakt, dass man Grundschüler zu einem englischen Film mit schnellem und vor allem fehlerhaften Untertitel einlud. Dass da die Aufmerksamkeitsspanne nicht einmal zwanzig Minuten betrug, war eigentlich mehr als vorauszusehen. 

Lisa (12b)

Ein Wochenende im literatur-historischen Weimar

Freitag: Hallo Weimar!

Noch schnell die sechs Stunden Unterricht „überleben“ und schon ging es voller Vorfreude mit der Begleitung von Frau Di., Herrn Bn., Herrn Rc. sowie dem Bruder von Jakob und Henning in Richtung Weimar. Lustige Gespräche, Musik, die dann doch mal durch die Kopfhörer der Sitznachbarin drang bzw. durch leises Mitsingen die eigenen Gesangskünste beanspruchte, und erholsamer Schlaf ließen die vier Stunden Fahrt wie  im Fluge vergehen. In der Hälfte hielten wir bei Mc‘s, um uns für die zweite zu stärken. Gegen 18.30 Uhr erreichten wir die Herberge, in der wir uns, um Frau Di. zu zitieren, „ein Ich-Bezieh‘-Mir-Mein-Bett-Selbst-Paket“ nahmen und erstmal einen kleinen Kampf mit dem Bett starteten, denn die Erfindung des grandiosen Spannbettlakens ist leider nicht überall Standard. Aber nun gut, kurz vor 20 Uhr trafen wir uns nach kurzer Erkundungstour der Zimmer und Trauer über das nicht funktionierende W-LAN vor der Herberge und liefen gemeinsam in die schöne und interessante Weimarer Innenstadt. Betonung liegt auf interessant, denn es bleibt schon kurios zu sehen, wie Weimar seinen Charme von Leben und heutiger „Dichtkunst“, vor allem in den Abendstunden, durch sehr leicht alkoholisierte Menschen hervorbringen lässt. An der Goethe-Schillerstatue vor dem Nationaltheater verabredeten wir uns zu 22 Uhr und es konnte jeder individuell in einer Kleingruppe die Straßen oder das Live-Konzert im Künstlergarten bewundern. Als wir dann alle wieder beisammen waren, liefen wir gemeinsam zurück und im Gemeinschaftsraum ließen viele von uns den Abend zusammen mit Herrn Rc. und sehr lustigen Runden „What do you Meme?“ ausklingen.

Samstag: Die etwas andere Tragödie aus „Der Tragödie erster Teil“

Halbwegs ausgeschlafen, starteten wir den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück um 8 Uhr, wonach wir noch schnell alles für den Tag zusammensuchten und schon ab 9 Uhr zum Rokoko-Saal der Anna-Amalia-Bibliothek gingen. Mit den viel zu großen, aber durchaus lustigen, „Pantoffeln“ ging es in diese und wir wurden sehr positiv von dem Gesamteindruck der Konstruktion sowie Büchern und Kunstwerken, sowohl plastisch als auch malerisch, überrascht. Die zur Verfügung stehenden 30 Minuten verstrichen rasend schnell und direkt im Anschluss begaben wir uns zum Goethe-Nationalmuseum, in dem wir uns nach Einschließen der Taschen einen Audioguide schnappten, der uns im Goethehaus Vieles über sein Leben und Lebensweise berichtete. Vor allem faszinierte uns seine Liebe zur Kunst außerhalb der Dichtkunst, aber auch sein Garten, der die Sinnlichkeit seiner Lyrik ganz eigen widerspiegelte. Nachdem jeder die Räume im eigenen Tempo bestaunte, trafen wir uns gegen 14 Uhr am Neptunbrunnen, nachdem die Audioguides wieder abgegeben, der Buchladen im Goethehaus erkundet, Mittag gegessen sowie eventuelle Konsumkäufe getätigt wurden. Mit gut gefüllten und eventuell etwas schweren, unhandlichen Beuteln starte also gemeinsam vom Neptunbrunnen aus die zweistündige Stadtführung. So liefen wir also zum Studienzentrum und bewunderten den Bücherkubus des Anna-Amalia-Studienzentrum. Die Herzogin Anna Amalia, die Weimar ab ca. der Hälfte des 18. Jahrhunderts regierte, förderte damals vor allem die Kultur, indem sie beispielsweise freien Zutritt zu Theateraufführungen gewährte. Überwältigt von dem Kubus ging es weiter durch den Park hinter der Anna-Amalia-Bibliothek, zu verschiedensten Statuen und Bauwerken, u.a. im Stil des Bauhaus’. Gegen 16 Uhr endete die sehr interessante Tour durch die Weimarer Innenstadt wieder am Marktplatz. Bis 19 Uhr erhielten wir nun Freizeit, um uns vor allem für die dreieinhalbstündige Theaterinszenierung von Faust „Der Tragödie erster Teil“ fertigzumachen. Wir packten also noch schnell die letzten Sachen für die Heimreise zusammen, aßen in unseren Grüppchen zu Abend, kleideten uns theaterkonform und zogen noch den letzten Lidstrich. Vor dem Nationaltheater erhielten wir dann unsere Karten und nahmen kurz vor Beginn der Vorstellung unsere Plätze voller Spannung ein. Die Lichter gingen aus und schon trat der verzweifelte Faust auf. Zwar fragten wir uns alle bereits zu Beginn, wie wir die lange Inszenierung wirklich leicht übermüdet „überstehen“ sollen, allerdings wurde uns spätestens nach Einschub einer kleinen Teilbühne mit Akteuren als Partygästen und Mephistos dortiges Eingreifen klar, dass es sich nicht um eine klassische Inszenierung des Stücks handelte. So lachten wir im Verlauf der Handlung fast Tränen, bevor das Stück gegen 23 Uhr zu Ende ging. Nach kräftigem Applaus trafen wir uns wieder vor dem Theater. Mit knapp 20.000 Schritten auf der Uhr und ordentlich müde begaben wir uns ohne heutigen Spieleabend zurück zur Unterkunft und anschließend direkt ins Bett. 

Sonntag: Heimreise und herzergreifende Besichtigung des KZ’ Buchenwald

Nach dem Frühstück packten wir vor der Schlüsselabgabe noch die letzten Kleinigkeiten ein, bevor wir folglich unser Gepäck in die PKWs der Lehrer räumten. Gegen 10 Uhr versetzten diese die Räder wieder ins Rollen in Richtung Gedenkstätte Buchenwald. Dort angekommen, startete unsere Führung ab 10.30 Uhr und wir erfuhren Vieles über das ehemalige Konzentrationslager. Die Kälte und der beginnende Regen verstärkten das beklemmende und traurige Gefühl, als wir über die Wege und vorbei an den Lagern zum Eingangstor liefen. Über dem Tor hängt eine Uhr, die bis heute noch die Zeit 15.15 Uhr anzeigt: Die Uhrzeit, zu der das Lager und die eingesperrten Menschen am 11. April 1945 frei wurden. Die Zellen, verschiedene Gedenktafeln sowie Bilder an den Wände ließen uns auch beim Weitergehen nicht kalt. Dass Hitler nach seinem Überfall auf Polen 1939 selbst polnische Menschen einsperrte, berührte uns ebenfalls aufgrund der thematischen Behandlung in diesem Kurshalbjahr in Geschichte. Bevor wir Zeit zur eigenen Erkundung erhielten, begaben wir uns in einen Raum, in dem wir mit einem Partner ein Bild vor den anderen beschrieben sowie einen Titel für dieses fanden. Nach Erforschung des Geländes und einem kurzen, aber wichtigen Zwischenstopp in der Buchhandlung mit Kauf verschiedenster historischer Literatur, setzten wir uns wieder in die Autos und traten im Vollregen die Rückreise, immer noch überwältigt von den Eindrücken, an. Noch ein kurzer Halt bei Mc’s, lustige Gesprächen und natürlich ganz viel nachgeholter Schlaf – dann erreichten wir die Schule zu 18.30 Uhr und somit endete das kurze, aber sehr spannende Wochenende in Weimar, das definitiv eine Empfehlung wert bleibt.

Lisa (12b)

Lisa (12b)

Müllsammeln im LER-Unterricht 🗑🌱

Am 18.09.2026 haben wir im LER-Unterricht am World Cleanup Day 2026 gemeinsam Müll gesammelt. Dafür waren wir rund um die Schule unterwegs und haben einiges an Müll gefunden und eingesammelt.
Dabei ist uns aufgefallen, wie viel Müll einfach auf dem Boden liegt. Es hat zwar nicht immer Spaß gemacht, aber zusammen war es trotzdem eine gute Aktion. Am Ende konnten wir sehen, dass unsere Umgebung durch unsere Hilfe ein Stück sauberer geworden ist.
Wir finden: Jeder kann etwas für eine saubere Umwelt tun! 🌍

Mia Rosa K. (9b)

Letzter Schultag des Schuljahres 2025/26

Eine kurze Begrüßung mit dem Klassenleiter im Raum und schon begaben wir uns klassenweise alle in die Cafeteria. Dort angekommen und nach einigen Platzkomplikationen kündigte Herr von Campenhausen drei Mädels aus der 9b an, die mit ihrem harmonischen Zusammenspiel aus Gesang, Klavier und Gitarre alle verzauberten. Direkt anknüpfend begann Herr von Campenhausen seine jährliche Rede, in der er zunächst Anna und Mia (10a), zwei teilnehmende Schülerinnen des Brest-Projekts, nach vorn bat. Wir durften in diesem Jahr bereits das 30. Jubiläumsjahr mit unserer Partnerschule aus Belarus feiern. Die beiden zeigten ein zusammengeschnittenes Video, das während der Brest-Projekt-Woche im Schloss Trebnitz zusammen mit den Belarussen entstand. Schon schön anzusehen, wie man allen Schülern den Spaß und die Freude mit unseren Partnerschülern auch als außenstehende Person nachempfinden konnte. Im Anschluss trat Frau Di. nach vorn, die unsere Jahrgangsbesten ebenfalls nach vorn bat. Für Unterhaltung sorgten danach drei Mädels des siebten Jahrgangs mit ihrer Tanzperformance, wonach auch schon Herr Se. sowie Frau Lb. den Siegern der Bioolympiade gratulierten. Anschließend folgten Herr Sb. sowie Frau Le., die zunächst unseren Mathelehrkräften für ihre tatkräftige Unterstützung trotz der Lehrerknappheit im Fach Mathematik dankten. Auch in Mathe fand der jährliche Känguruwettbewerb statt, bei dem viele unserer Schüler sehr viele weite Sprünge erreichten. Anlässlich eines Mathematikprojekts entstanden im achten Jahrgang in Gruppen Lernvideos, deren drei beste ebenfalls ausgezeichnet wurden. Mit Frau Ba. und Frau Zü. sowie dem Englischwettbewerb TheBigChellange ging es weiter und Lena (8a) konnte sich sogar auf eine sehr hohe Platzierung mit Pokalauszeichnung kämpfen. Der 11er-Lateinkurs führte ebenfalls einen kursinternen Wettbewerb durch, deren Siegerinnen auch geehrt wurden. Daran anknüpfend folgte als Letztes noch der Fachbereich Sport, bei dem sowohl die Gewinner/-innen des Leichtathletik- als auch die Sieger/-innen des Spiele-Sportfests ihre Urkunden erhielten. Nach ein paar letzten Worten von Herrn von Campenhausen mit Dank an die Lehrkräfte hörten alle Elisa (8b) gespannt zu und genossen ihr Talent des Klavierspielens. Gegen 9.30 Uhr starteten wir alle pünktlich in die Frühstückspause, wonach jede Klasse nach der bekannten Belehrung individuell die Zeugnisausgabe gestaltete. Nach der dritten Stunden endete der heutige letzte Schultag und alle durften mit einem hoffentlich guten Zeugnis in die wohlverdienten Ferien starten.  

Lisa (11b)

Erster Schultag des Schuljahres 2026/27

Am Morgen trafen sich zunächst alle Klassen und Tutoren mit ihren Klassenleitern im Raum, in dem erst einmal das neue Schuljahr ganz individuell eingeleitet wurde. Unser 12. Jahrgang begab sich danach in die Cafeteria, um von Herrn Bn. wichtige Informationen zum Abitur zu erfahren. Wieder angekommen im Raum, liefen wir zu 9.10 Uhr nach draußen und sammelten uns vor der Bühne vor der Cafeteria. Bevor Herr von Campenhausen seine Worte hervorbrachte, mussten wir sehr herzlich über die abgespielte Musik lachen. Herr von Campenhausen ergriff also, nachdem sich wieder Ruhe fand, das Wort und begrüßte vorerst unsere neuen Lehrkräfte, Praktikanten sowie Referendare, wonach er die Klassenlehrerinnen unserer neuen 7. Klassen auf die Bühne bat. Diese lasen nach und nach die Namen unserer Neuankömmlinge vor, die sich mit Applaus auf die Bühne reihten. Einen großen, willkommenen Applaus später gingen wir entspannt in die Frühstückspause. Anschließend daran erfolgten noch letzte Absprachen, Organisatorisches, sehr große Freude über den neuen Stundenplan sowie Unterricht im Fach des Klassenlehrers/Tutors. Pünktlich um 11.25 Uhr endete der heutige erste Schultag und während sich unsere Neuankömmlinge ab morgen kennenlernen dürfen, startet für alle anderen der bekannte Schulalltag.

Lisa (12b)

Das Lehrerteam 2026/27

Wir freuen uns in diesem Schuljahr über Verstärkung in den Fächern Bio und Mathe sowie die mittlerweile drei Referendar/-innen, denen wir eine freudige und erfolgreiche Ausbildungszeit mit unseren 423 Schüler/-innen wünschen.

Religionsphilosophische Woche (RSPW)

Montag – Einstieg in die Projektwoche und erste Zusammenkunft der Basisgruppen

Zunächst kamen wir am Morgen alle in der Cafeteria in einem größeren, halben Stuhlkreis zusammen, in dessen Mitte sich zuerst Herr von Campenhausen mit einer Ansprache und danach Herr Mh. sowie Herr Rc. stellten, um Organisatorisches für die Woche zu klären. Dann begaben sich Amy und Dominik aus unserem Jahrgang, die die Woche mitorganisierten, in den Halbkreis und leiteten diese mit einer kleinen Brainstorming-Aktion ein, bei der sie zwei Tafeln in die Mitte stellten, an denen sich Zettel mit Fragen zur Nächstenliebe befanden. Nun galt es, die ersten Gedanken zu den Fragen mittels kleiner Zettel aufzuschreiben und dann anzubringen. Im Anschluss las jeweils einer die Fragen mit je drei Antworten vor. Um am Ende doch früher gehen zu dürfen, kamen wir danach im Nebengebäude in den Räumen 506-510 in unseren Basisgruppen anstelle einer Pause bereits zusammen. Für diese trugen wir uns weit vor Beginn der Woche in Listen ein und besprachen heute, in welcher Form wir folglich über diese berichten wollen. Es standen folgende Einrichtungen/Basisgruppen zur Wahl: Kita „Arche Noah“, Grundschule Seelow, Format, Diakonie Tagespflege „Vergiss mein nicht“ und AWO-Seniorenzentrum Anne Frank. Direkt daran anknüpfend betraten verschiedene Referenten die Räume, zu denen eine Frau der Diakonie, vier Referenten der Feuerwehr Notfallseelsorge sowie Tim Eisenlohr zählten. Während die ersten beiden Gruppen nach der Hälfte der Zeit die Räume tauschten, blieb die Gruppe, die sich bei Tim Eisenlohr befand, die ganze Zeit bei diesem. Die Vier der Notfallseelsorge stellten uns zunächst ihren Berufsalltag, ihre freiwillige Arbeit bei dieser sowie die Komplexität vor. Dann fanden wir uns in Kleingruppen zusammen, in denen wir unseren Hauptfokus auf unsere Verbindung zum Thema Nächstenliebe legten. Im Anschluss stellten wir unsere Ergebnisse vor, bei denen uns die Aussage „Wir haben das Adjektiv Warmherzigkeit“ alle trotz der bewegenden Stimmung ein wenig zum Schmunzeln brachte. Nach der Pause von 30min begaben wir uns zur Frau von der Diakonie, die uns Einiges zum Thema Demenz berichtete. Wir starteten diese zweite Hälfte mit einer Übung, bei der drei Schüler/-innen unfreiwillig freiwillig gleichzeitig einen Text vorlasen, während die anderen auf die Lippen und Worte der Frau achten sollten.  Der dann folgende Poetry Slam, den sie uns auf dem „großen Tablet“, wie sie witzigerweise unsere Boards betitelte, zeigte, berührte viele von uns. Nachdem wir uns über den Inhalt austauschten, durften wir auch schon mittels verschiedener Stationen in die Welt der Demenzerkrankten eintauschen. So mussten wir alltägliche Situationen mit Hürden meistern, was uns noch einmal mehr das Leiden der Betroffenen bewies. Herr Eisenlohr erzählte uns währenddessen über seine Projekte zur Flüchtlingshilfe auf den griechischen Inseln. Dort organisierte er die Unterstützung für die Menschen, die in einfachen Schlauchboten die Küste Griechenlands erreichten. Dazu hat er ein weites Netzwerk aufgebaut, um den Bootsflüchtlingen auf dem Mittelmeer möglichst schnelle Hilfe zukommen zu lassen. Da er selbst als 16-Jähriger aus der DDR geflohen ist und erlebt hat, wie wichtig es ist, wenn Flüchtlingen geholfen wird, hat ihn später motiviert, anderen Menschen in diesen Situationen zu helfen. Das hat uns sehr beeindruckt, denn das ist gelebte Nächstenliebe. Abschließend trafen wir uns für die letzten 30min erneut in unserer Basisgruppe und besprachen letzte Formalitäten, bevor wir dann 13.45 Uhr statt eigentlich 15.25 Uhr gehen durften.

Ava (11a) & Lisa (11b)

Dienstag – Eintauchen in verschiedene Religionen und erster Besuch der Einrichtungen 

Der heutige Tag startete zunächst mit einem gemeinsamen Frühstück in der Cafeteria, zu dem jeder Verschiedenes mitbrachte, auch wenn sich bei der Menge der Nachrichten in unserer Jahrgangsgruppe dann doch Einiges doppelte. Schon lustig, wenn bei der Brötchenbestellung „16“ statt „60“ Brötchen verstanden wurde, aber dieses Problemchen löste Frau Br. schnell durch den Kauf 60 weiterer. (Wir hatten nun übrigens noch sehr viele für ein weiteres Frühstück am Donnerstag.) Danach begaben wir uns zu den Räumen, in denen sich in jedem eine Religion befand, für die wir uns für zwei ebenfalls vorher eintrugen: Islam, Buddhismus, Hinduismus sowie Judentum („Meet a Jew“).  Jede Religion stellten unsere Gäste des heutigen Tages ganz individuell vor: So durfte beim Buddhismus meditiert, beim Judentum durch ein spezielles Horn geblasen sowie Matze, ein Brot bestehend aus Wasser und Mehl, gegessen, aber beim Hinduismus auch sehr spannende Fakten erfahren werden. Sehr interessant war vor allem zu hören, dass der Judentum einen eigenen Kalender/eigenes Jahr sowie 613 Gebete besitzt. Nach der Pause trafen wir uns gegen 12.45 Uhr nochmal alle in der Cafeteria, um die letzten Absprachen für den morgigen Tag zu klären. Im Anschluss besuchten wir in unseren Basisgruppen unsere Einrichtung und stellten u.a. den Zuständigen bzw. Mitarbeitern vor Ort unsere Ideen des Projektes vor, was wir am Freitag in dieser ausführen möchten. Schluss hatten wir am heutigen Tag also alle unterschiedlich. 

Mittwoch – Bildende Erkundungsstour im idyllischen Berlin

Heute verschlug es uns nach Berlin, wo wir uns wieder für zwei folgender Halte entschieden: Hindu-Tempel, Wohnung eines Buddhisten, Moschee, „Stadtmission“ am Hauptbahnhof oder Synagoge. Zunächst trafen wir uns am Morgen am Frankfurter Bahnhof gegen 8.50 Uhr, von dem wir mit dem Zug eine Stunde nach Berlin fuhren. Zwei Gruppen stiegen bereits an der Station „Ostkreuz“ aus, während die dritte weiterfuhr. Entweder mit Bus oder U-Bahn ging es dann weiter zum ersten Halt. So durfte beim Mönch meditiert bzw., der frühen Uhrzeit geschuldet, auch teils geschlafen oder der Hinduismustempel aufgrund seiner besonderen Einzigartigkeit im Aussehen bestaunt werden. Nach der ersten Runde fuhren wir gemeinsam Richtung Alexanderplatz, wo wir uns nach kurzer Freizeit mit Snackpause bei der Weltzeituhr mit allen anderen Gruppen trafen. Mit neuer Aufteilung ging es zum zweiten Halt und gerade die Gruppe „Stadtmission“ erhielt einen tiefen Einblick in die Humanität, die Berlin zu bieten hat, sowie das herzerfüllte Mitgefühl der teils ehrenamtlichen Mitarbeiter, beispielsweise das Ärzteteam. Im Anschluss erhielten wir knappe zwei Stunden Freizeit, in der wir eigenständig dafür verantwortlich waren, 16.40 Uhr wieder am Gleis 1 am Ostkreuz zu erscheinen. „Kuschelnd“ aufgrund der vielen Fahrgäste und bepackt mit Marmeladegläsern von einem Karls-Erdbeerhof-Stand ging die einstündige Fahrt wieder in Richtung Frankfurt. Somit neigte sich ein sehr spannender, berührender, aber auch recht anstrengender Tag dem Ende zu, nachdem die letzten Vlogs für den heutigen Tag vervollständigt wurden.

Donnerstag – Letzter Feinschliff mit Vorbereitung für Freitag in den Basisgruppen

Der heutige Tag startete für die meisten erst etwas später, nur musste unsere Gruppe „Format“ bereits gegen 9 Uhr an diesem sein. Wir besprachen mit der Leiterin der Behindertenwerkstatt unser Vorhaben morgen und besuchten die dortigen Mitarbeiter hautnah bei ihrer Arbeit. Schnell wurde uns klar, wie harmonisch und entspannt die Atmosphäre wirkt. Nach dem knapp einstündigen Rundgang mit abschließender Feedbackrunde ging es zu Fuß wieder zurück zur Schule, an der wir wieder einmal gegen 10.30 Uhr in der Cafeteria gemeinsam frühstückten. Anschließend besprachen wir letzte Feinheiten in unseren Basisgruppen, in denen wir den Tag teils mit einer sehr lustigen Runde UNO gegen 12.50 Uhr ausklingen ließen.

Freitag – Ende der Projektwoche 

Der Morgen starte zunächst wieder einmal mit einer ganz fairen Runde UNO, bevor wir uns für das Projekt in unserer Stätte bereitmachten. Schnell räumten wir noch die letzten Stühle zu einem Kreis zusammen, wonach dann jede Gruppe zu ihrer Stätte ging. Eingespannt in die verschiedenen Tätigkeiten des „Formats“ realisierten wir schnell, wie liebevoll alle Mitarbeiter zueinander sind und wie entspannt die Arbeitsatmosphäre dort wirkt. Wir suchten vergeblich nach Stress oder Streitigkeiten; stattdessen lachten wir in Small-Talks mit den Mitarbeitern. Die Stunde verging rasend schnell und wir kehrten zurück zur Schule. Gemeinsam sammelten wir uns in der Cafeteria, um unsere entstandenen Vlogs oder Podcasts zu hören. Gegen 13.30 Uhr endete der heutige letzte Tag und jeder nahm seine neue sowie viel bessere Definition von Nächstenliebe mit nach Hause.

Abschließend lässt sich sagen, dass diese Woche zwar manchmal recht anstrengend erschien, aber dennoch extremen Aufschluss darüber gab, wie wichtig Nächstenliebe eigentlich ist. Vor allem wir, diejenigen, die in der Behindertenwerkstatt tätig waren, bemerkten schnell, dass Vorurteile gegenüber Beeinträchtigten vollkommen fehl am Platz sind. In Gespräche und lustigen Situationen fanden diese nämlich gar keine Bestätigung. Zusammenfassend gestaltete sich die Woche also als sehr schön und definitiv empfehlenswert. 

Lisa (11b)

Die Kinder stürmen unseren Schulhof

Die Abenteurer aus dem Zauberland luden die Kinder ein mit ihnen zusammen den königlichen Schatz von dem bösen Troll wiederzuerlangen. Dazu sollten sie zu wahren Helden werden. Nach der Absolvierung eines kleinen Helden-Parkours in unserer Sporthalle, rannte die Gruppe Abenteurer, vom Troll erschreckt, in die schützende Cafeteria. Dort sollte eine magische Gesichtsbemalung die Kinder vor den Augen des Trolls verbergen. Und was ist ein Held ohne eine magische Waffe? Bunte Schwerter und Zauberstäbe waren die Waffen unserer Wahl. Jeder durfte sich ein eigenes Design aussuchen und ihre magischen Waffen mit so vielen Glitzersteinen verzieren, wie es ihnen gefiel. Nach einer kurzen Runde Stopptanz, um die müden Glieder wieder aufzuschütteln, gab es noch eine kleine Stärkung. Während dieser kurzen Pause erfuhren die Kinder, dass der Troll gar nicht so böse ist. Der Troll wurde zuvor von den anderen Trollen im Zauberreich ausgestoßen, weshalb er so gemein wurde. Man kann den Troll aber wieder nett machen, indem man den Zauber der Freundschaft erlernt. Dabei half den Kindern der Zauberer mit seinen magischen Aufgaben. Als die Kinder dann wussten, wie man nett zueinander ist, sprachen die mutigen Abenteurer den bösen Troll an. Dieser war von dieser Geste wohl sehr überrascht und die Überraschung wurde nur noch größer, als die Abenteurer verkündeten, dass sie mit dem Troll befreundet seien wollten. Von dieser netten Geste berührt, wurde das Herz des Troll wieder weich und er teilte seinen Schatz mit den Kindern, seinen neuen Freunden.

Zoe Sch. (11a)

Leichtathletik-Sportfest

Gegen 8 Uhr trafen sich alle Schüler, Lehrer sowie Ehemalige unserer Schule im Stadion und nach bekannter Suche der eigenen Klasse begaben sich alle, nach der Klasse und Jahrgangsstufe geordnet, auf die Bahn, um Herrn Bn.s sehr motivierenden Worten zuzuhören. Also man schloss sich einfach dem Klatschen der anderen an, da die allbekannten Mikrofonprobleme, welche u.a. die Lautstärke betrafen, uns wohl jedes Jahr begleiten werden. Aber nun gut, höchst motiviert, liefen wir uns jahrgangsweise eine Runde ein, wonach auch schon die Staffelläufe folgten. Schreien, Jubeln, leichte Enttäuschungen und pure Freude später liefen alle Klassen nach kleiner Verzögerung zu ihren einzelnen Stationen. Nacheinander wurden also persönliche Bestleitungen im Sprint (50m, ab Jg. 8 100m), Weitwurf (Jg. 7 und 8) / Kugelstoß ab Klasse 9 sowie Weitsprung erzielt. Mit Pommes gestärkt, stieg bei zunehmenden dunklen Wolken, kleinen Tropfen und wachsender Kälte immer weiter die Hoffnung, dass evtl. der 800-Meter-Lauf doch nicht stattfindet, allerdings spielte das Wetter lieber zugunsten der Sportlehrer. „Karma is real“ beschreibt die Situation der 11. Klassen am besten, denn einmal zu sehr darüber gefreut, nicht starten zu müssen, änderte Herr Bn. doch seine Meinung und diese durften, Mädchen und Jungen getrennt, beginnen. Jubel und Klatschen durchströmten das Stadion, welche bis zum letzten Lauf der 7. Klassen konsequent durchgezogen wurden. Herr Bn. machte seiner Position als Moderator alle Ehre und begleitete die Spektakel mit spannungsgeladenen Worten. Gegen 14 Uhr endete das Sportfest und alle durften mit Stolz, einer gute Note bzw. Werte fürs Sportabzeichen leicht vereist bzw. mit Sonnenbrand nach Hause gehen.

Lisa (11b)