Romfahrt des 12er-Lateinkurses

Samstag: Ab in den Süden mit 20-stündiger Zugfahrt!

Am Samstag ging es für uns voller Vorfreude zum Berliner Hauptbahnhof. Dort trafen wir auf unsere Lehrerin Frau St. und selbstverständlich Herrn Be. und seine Tochter. Mit selbst mitgebrachter oder noch gekaufter Verpflegung ging es um kurz vor 11 Uhr los. Die Fahrt durch die Landschaft der Bundesländer Brandenburg, Sachsen und Thüringen war zunächst ganz entspannt. Dann, als in München umgestiegen wurde, verzauberte uns der Anblick der Alpen. Durch Österreich und hinein nach Italien ging es, bis wir schließlich in Bozen ankamen und die erste längere Pause anstand. Nachdem die Beine vertreten und die ersten kulinarischen Köstlichkeiten probiert wurden, hieß es, weiterzufahren: Weiterfahren mit einem „Nachtzug“. Jede und jeder von uns hat sicherlich schon einmal bequemer geschlafen, jedoch brachte uns nichts von der guten Laune ab, wenn wir an unser Ziel dachten: gemeinsame Tage in Rom; das, worauf wir so lange gewartet haben.

Vanessa & Hargun

Sonntag: Buon giorno Italia!

Um knapp 6:00 Uhr erreichten wir dann den Hauptbahnhof Roms. Geprägt von etwas Müdigkeit, aber auch Aufregung, ging es zum Hotel. Wir gaben unsere Koffer ab und begannen den Tag mit einem Spaziergang in Richtung Zentrum. Als uns nach einigem Laufen der Anblick des Kolosseums beeindruckte, wusste jeder, es hat sich gelohnt, die Reise von mehr als 21 Stunden auf sich zu nehmen. Nach einigen Informationen unserer Lehr- und Aufsichtspersonen bekamen wir die erste Freizeit in Rom. Ob mit Herrn Be. und Co. oder auf eigene Faust: Wir erkundeten bis 14:00 Uhr die Innenstadt Roms. Um 14:00 Uhr ging es nach langem Warten in unsere Hotelzimmer. Diese wurden genutzt, um reichlich Schlaf nachzuholen oder sich generell etwas zu entspannen. Den Abend gestaltete jeder individuell, doch unsere Gastro-Empfehlung liegt bei Marco Aurelio in der Nähe unseres Hotels. Der Abend endete mit ein paar Spielen und natürlich ließ auch der Rezeptionist klassenfahrtsüblich nicht lange auf sich warten. Zur Verteidigung: Die Beschwerde war ohne jeglichen triftigen Grund. Aber abschließend waren wir alle einfach froh, in der Stadt, die damals unser Auswahlkriterium für das Wahlpflichtfach Latein gewesen war, angekommen zu sein.

Vanessa & Hargun

Montag: Erste Bekanntschaft mit Gedrängel im Colosseum

Am Montag unserer Klassenfahrt stand das antike Rom im Mittelpunkt. Wir besuchten das Kolosseum, das Forum Romanum und die Katakomben. Das Wetter hätte nicht besser sein können: Den ganzen Tag schien die Sonne und der Himmel war strahlend blau.

Unser erster Programmpunkt war das Kolosseum, das bekannteste Bauwerk Roms. Das riesige Amphitheater wurde zwischen 72 und 80 n. Chr. unter den Kaisern Vespasian und Titus gebaut und bot Platz für etwa 50.000 Zuschauer. Hier fanden Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen statt. Wir konnten uns in Ruhe alles anschauen. Besonders beeindruckend war der Blick in das Hypogäum, das Gewölbe unter der ehemaligen Arena. Dort warteten früher die Gladiatoren und die Tiere auf ihren Auftritt und wurden mit Aufzügen nach oben in die Arena gebracht. Vom Kolosseum aus gingen wir zu Fuß weiter zum Forum Romanum. Auf diesem kurzen Weg kamen wir an mehreren antiken Bauwerken vorbei. Direkt neben dem Kolosseum steht der Konstantinsbogen. Er wurde 315 n. Chr. errichtet, um an den Sieg Kaiser Konstantins über seinen Rivalen Maxentius in der Schlacht an der Milvischen Brücke im Jahr 312 zu erinnern. Er ist der größte erhaltene Triumphbogen Roms. Außerdem sahen wir die Reste der Meta Sudans, eines antiken Brunnens, sowie den Tempel der Venus und Roma, einst einer der größten Tempel der Stadt. Über die Via Sacra, die „Heilige Straße“, ging es schließlich zum Titusbogen, der an die Eroberung Jerusalems im Jahr 70 n. Chr. erinnert. Er bildet einen der Eingänge zum Forum. Danach besichtigten wir das Forum Romanum. In der Antike war es der Mittelpunkt des politischen, religiösen und wirtschaftlichen Lebens in Rom. Hier standen Tempel, Gerichtsgebäude und das Senatsgebäude, und hier wurden Reden gehalten und Geschäfte gemacht. Von oben hatten wir einen tollen Überblick über das ganze Gelände. Gut zu erkennen waren die Curia, in der der römische Senat tagte, der Septimius-Severus-Bogen und der Tempel des Antoninus und der Faustina, der später in eine Kirche umgebaut wurde. Im Vordergrund stehen die drei Säulen des Castor-und-Pollux-Tempels und die Reste des Vestatempels. Am Horizont sieht man das weiße Nationaldenkmal Vittoriano, das allerdings erst um 1900 gebaut wurde. Nach dem Forum haben wir eine kurze Pause gemacht und etwas gegessen. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zu den Katakomben. Dort bekamen wir eine Führung von einem Guide, der uns sehr viel erzählt hat. Katakomben sind unterirdische Begräbnisstätten, die vor allem von den frühen Christen genutzt wurden. Sie liegen außerhalb der antiken Stadtmauern, weil Bestattungen innerhalb der Stadt verboten waren. Die Gänge sind oft kilometerlang und verlaufen auf mehreren Ebenen übereinander. In die Wände sind Nischen für die Verstorbenen eingelassen, und an manchen Stellen sind noch frühchristliche Symbole wie der Fisch oder die Taube zu sehen.

Zum Abschluss des Tages hatten wir Freizeit, die wir selbst gestalten konnten.

Der Montag war ein sehr abwechslungsreicher und spannender Tag. Wir haben an einem einzigen Tag viele der wichtigsten Orte des antiken Rom gesehen und dabei viel über die Geschichte der Stadt gelernt. Durch das schöne Wetter war der Tag umso schöner.

John

Dienstag: Via di Porta Maggiore, Galaria Borghese & „Into the center!“ in den Vatikanischen Museen

Noch leicht übermüdet am Morgen um 7.00 Uhr ins Frühstückstoast gebissen und schon ging es gegen 8.00 Uhr gemeinsam zunächst zur Via di Porta Maggiore und anschließend mit dem Bus sowie ein wenig Fußmarsch zur Galaria Borghese, in der uns schon allein die äußerliche Gestaltung sehr positiv überraschte. John und Fabian genossen derweil nicht ganz so erfreut ihre stibitzten (staub-ähnlich) gekochten Eier vom Frühstück auf dem Weg zum Eingang, worüber wir alle aber nur kopfschüttelnd lachen konnten. Im Innern erhielten wir dann eigenständig die Zeit, uns die Räume anzusehen. Sehr überrascht und erstaunt über die vielen schönen Kunstwerke und den Fakt, dass die Gestaltung ohne heutigen Standard erfolgte.  Vor allem faszinierte uns aber die Statue von Apoll und Daphne, die wir zuvor in der SOL-Aufgabe in Bildformat zu sehen bekamen. Bevor wir uns draußen wieder alle trafen, musste natürlich noch ein bzw. mehrere „Man-Gönnt-Sich-Ja-Sonst-Nichts-Käufe“ getätigt werden. – Man ist ja schließlich sehr wahrscheinlich nicht noch einmal da. Ab ca. 11 Uhr startete unsere Mittagspause, die gegen 14.30 Uhr mit dem Treff vor den Vatikanischen Museen endete, bei dem uns die Art der Hinbegebung ganz frei stand. Während einige also den halbwegs bequemen Weg mit der U-Bahn wählten, entschieden sich einige von uns aber für den 45-minütigen Fußmarsch, den wir auf jeden Fall nicht bereuten, da wir so auch die traumhaft schönen und idyllischen Seiten Roms betrachten konnten. Gestärkt ging es zu 15 Uhr in die Museen, in denen wir zunächst Audiogeräte erhielten, durch die uns Herr Be. bis 17.30 Uhr sehr viel Interessantes über die verschiedenen Austellungsstücke erzählte. Vorteilhaft, wenn lange Haare einem helfen, still und heimlich das Audiogerät ab und zu mal herauszunehmen, ohne dass Herr Be. es bemerkt. Der Durchgang endete mit sehr viel Gedrängel in der Sixtinischen Kapelle, in der wir nur noch einen Mitarbeiter auf uns ordentlich genervt zulaufen sahen, der mehrfach „into the center“ in unser Ründchen schrie. Schon lustig, wenn es eigentlich gar keine Mitte mehr so wirklich gab. Als wir mehr oder weniger endlich aus den Museen wieder draußen waren, ging es zurück zum Hotel, wo wir noch die Vorträge für den morgigen Tag hörten und dann so langsam ordentlich ausgepowert den Tag entspannt ausklingen ließen.

Lisa

Mittwoch: Unser Lateinkurs entdeckt mit wahrhaften Gladiatorenkämpfen  Pompeji

Am Mittwoch stand für uns ein ganz besonderer Ausflug auf dem Programm: ein Besuch der antiken Stadt Pompeji. Was wir sonst nur aus dem Lateinunterricht und unseren Geschichtsbüchern kennen, konnten wir an diesem Tag hautnah erleben. Bereits früh am Morgen machten wir uns von unserem Hotel in Rom auf den Weg nach Pompeji. Für die lange Hin- und Rückreise waren wir mit Lunchpaketen versorgt, sodass einem erlebnisreichen Tag nichts mehr im Wege stand.

Pompeji liegt am Fuße des berühmten Vulkans Vesuv, der im Jahr 79 n. Chr. ausbrach und die Stadt unter einer meterhohen Schicht aus Asche und vulkanischem Gestein begrub. Diese Katastrophe bedeutete für viele Einwohner den Tod, sorgte jedoch gleichzeitig dafür, dass zahlreiche Gebäude und Gegenstände über Jahrhunderte hinweg erhalten blieben. Heute zählt Pompeji deshalb zu den bedeutendsten archäologischen Ausgrabungsstätten der Welt.

Während unseres Rundgangs konnten wir den Vesuv aus der Ferne betrachten und die beeindruckenden Überreste der einstigen Römerstadt erkunden. Besonders sehenswert war das Forum von Pompeji, das wir selbst durchlaufen konnten. In der Antike bildete dieser große Platz das politische, wirtschaftliche und religiöse Zentrum der Stadt. Hier trafen sich die Einwohner, betrieben Handel und kamen zu öffentlichen Veranstaltungen zusammen. Rund um das Forum befanden sich bedeutende Gebäude, darunter Tempel und die Basilika, die unter anderem der Rechtsprechung diente. Ein weiteres Highlight war das Amphitheater von Pompeji, das bereits um 70 v. Chr. erbaut wurde und damit zu den ältesten erhaltenen römischen Amphitheatern zählt. Einst bot es Platz für rund 20.000 Zuschauer, die sich hier unter anderem spannende Gladiatorenkämpfe ansahen. Um die damalige Atmosphäre selbst ein wenig nachzuempfinden, stellten wir in der Arena kurzerhand einen eigenen Gladiatorenkampf mit Pferd und Reiter nach. Auch beim Erkunden der Straßen gab es einiges zu entdecken. Auffällig waren vor allem die antiken Fußgängerüberwege, die sich deutlich von unseren heutigen Zebrastreifen unterscheiden. Statt aufgemalter Markierungen nutzten die Römer große, erhöhte Trittsteine, die in regelmäßigen Abständen quer über die Straßen angeordnet waren. Diese hatten einen besonders praktischen Nutzen: Da die Straßen bei Regen auch als Abflusswege dienten und sich dort Schmutz und Abwasser ansammeln konnten, ermöglichten die Steine den Fußgängern, die Fahrbahn möglichst trockenen Fußes zu überqueren. Die Zwischenräume waren dabei so angelegt, dass die Räder der damaligen Fuhrwerke genau hindurchpassten. Teilweise sind sogar noch heute tiefe Fahrrillen im Straßenpflaster zu erkennen. Neben den öffentlichen Plätzen besichtigten wir auch einige der erstaunlich gut erhaltenen römischen Wohnhäuser. Wohlhabende Römer lebten häufig in sogenannten Domus, wohlhabenden Stadthäusern, die meist nach einem bestimmten Grundprinzip gestaltet waren. Durch einen schmalen Eingangsbereich gelangte man zunächst in das Atrium, den zentralen Empfangsraum des Hauses. Dieser besaß häufig eine Öffnung im Dach, das sogenannte Compluvium, durch die sowohl Licht als auch Regenwasser ins Innere gelangen konnten. Direkt darunter befand sich das Impluvium, ein flaches Wasserbecken, das den Regen auffing. Das gesammelte Wasser konnte anschließend in einer unterirdischen Zisterne gespeichert und im Haushalt verwendet werden. Rund um das Atrium waren verschiedene Räume angeordnet. Dazu gehörten unter anderem die Cubicula, die meist als Schlafräume dienten, sowie das Triclinium, der Speiseraum. Dort nahmen wohlhabende Römer ihre Mahlzeiten häufig im Liegen auf speziellen Speisesofas ein. Ein weiterer wichtiger Raum war das Tablinum, das als Arbeits- und Empfangszimmer des Hausherrn genutzt werden konnte. In größeren Häusern schloss sich an den vorderen Wohnbereich oftmals ein Peristyl an. Dabei handelte es sich um einen offenen Innenhof beziehungsweise Garten, der von Säulengängen umgeben war. Solche Gärten konnten mit Pflanzen, Brunnen und kunstvollen Verzierungen ausgestattet sein und dienten als Orte der Erholung. Durch die Besichtigung dieser Wohnhäuser mit wundervoll erhaltenen Wandmalereien und ihrer Gärten konnten wir uns besonders gut vorstellen, wie sich das alltägliche Leben der wohlhabenderen Bevölkerung vor fast 2.000 Jahren abgespielt haben könnte. Auch die Überreste antiker Bäckereien konnten wir entdecken. Dort sind teilweise noch heute große steinerne Backöfen zu erkennen. Sie zeigen eindrucksvoll, wie bereits in der Antike Brot hergestellt wurde und wie fortschrittlich das alltägliche Leben der Römer organisiert war.

Ein besonders eindrücklicher Teil unseres Besuchs war eine Ausstellung, in der wir unter anderem Knochenfunde und die Abgüsse der Opfer des Vesuvausbruchs sehen konnten. Bei diesen menschenähnlichen Formen handelt es sich nicht um vollständig konservierte Körper, sondern um Gipsabgüsse. Nachdem die Körper der Verschütteten im Laufe der Zeit verwest waren, blieben Hohlräume in der verhärteten Vulkanasche zurück. Archäologen füllten diese später mit Gips und konnten so die Körperhaltungen der Verstorbenen rekonstruieren. Dieser Anblick führte uns auf bewegende Weise vor Augen, dass hinter den historischen Ereignissen echte Menschen mit ihren eigenen Lebensgeschichten standen.

Nach unserem eindrucksvollen Besuch in Pompeji war der Tag allerdings noch lange nicht vorbei. Bevor es zurück nach Rom ging, machten wir einen weiteren Zwischenstopp in der süditalienischen Großstadt Neapel. Dort hatten wir einige Stunden Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Natürlich durfte dabei auch eine typisch neapolitanische Pizza nicht fehlen. Neben den kulinarischen Eindrücken bekamen wir auch einen Eindruck vom temperamentvollen Straßenverkehr der Stadt. Besonders die zahlreichen Mofa- und Rollerfahrer, die sich scheinbar mühelos durch die engen und belebten Straßen schlängelten, sorgten für so manchen Schreckmoment.

Nach einem langen und ereignisreichen Tag machten wir uns schließlich auf den Rückweg und erreichten Rom erst spät am Abend wieder. So ging ein abwechslungsreicher Tag zu Ende, der uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ava & Lucia

Donnerstag: Petersdom, ein (vor)letztes Gelato und sonnen am Strand in Ostia 

Am Donnerstag sind wir um 10:00 Uhr los zum Petersdom. Wir sind mit der Bahn gefahren. Am Petersdom angekommen, haben wir zunächst das prachtvolle Gebäude von außen betrachtet. Dann sind wir hineingegangen. Von Innen war es wundernschön und man konnte in der Zeit, in der wir dort waren, gar nicht all die Schönheit und kunstvolle Handarbeit von jedem Bereich sehen. Aber das, was wir gesehen hatten, war umwerfend. Einige Bereiche konnten wir leider nicht besuchen, da sie entweder für Gäste gesperrt oder die Warteschlangen viel zu lang waren. Danach ging es mit einem gemütlichen Schritt für einige zum Strand in Ostia. Es war recht leer und es wurde schnell ein Platz gefunden. Das Wasser war sehr klar und die Temperatur war mehr als angenehm. Auch mit einigen kleinen steinbezogenen Schnittverletzungen vom Einen oder Anderen hat der Tag trotzdem viel Spaß gemacht, da zudem diejenigen, die zurückblieben, gemeinsam ein leckeres, italienisches Eis und die gemeinsame Zeit in Roms idyllischen Gassen genossen.

Ian

Freitag: Beginn der „Heute habt ihr ganz viel Freizeit“ ab 14 Uhr mit gemeinsamem Abendessen und Start der Abreise

Angekommen im Frühstückssaal erblickten wir in der Ecke einen Geburtstagstisch für Vanessas heutigen Geburtstag, den einige aus unserem Kurs am vorherigen Abend sehr liebevoll gestalteten. Überrascht und überwältigt lauschte sie, wie wir auf Deutsch sowie Latein ein Geburtstagslied für sie sangen. Einen großen Applaus, auch von anderen Gästen, ein letzter Schluck Kaffee und schon traten wir nach Einschließen der Koffer sowie Zimmerabnahme den 15-minütigen Fußmarsch in Richtung Saint Maria Maggiore an. Mit Herrn Be.’s Aussage „Wir gehen als Gruppe durch!“ drängelten wir uns also ganz charmant vor, sodass wir zusammen hineingehen konnten. Bis 12 Uhr hatten wir folglich die Zeit der eigenen Erkundung sowie im Anschluss die Möglichkeit, auf den Turm zu gehen. Anknüpfend daran liefen wir zur Basilika Saint Clemente, in der wir aufgrund der derzeitigen Sanierung allerdings nur sehr wenig von ihrer inneren Schönheit bestaunen konnten. Mit „The church is closed“ wurden wir aus der Basilika gebeten. Alle versammelt, ging es bei ordentlicher Hitze dann weiter zu den Caracalla-Thermen, die ebenfalls, für Unter-18-Jährige kostenlos, bewundert werden konnten. Ab 14 Uhr erhielten wir bis zum Abend erst einmal Freizeit, um noch die letzten Souvenirs zu shoppen bzw. letzte schöne Momente gedanklich sowie fotografisch zu verewigen. Am Abend zu 19.30 Uhr stand ein letztes gemeinsames Abendessen an, wonach wir singend zurück zum Hotel liefen. Frau St. gab dabei die Musik vor; ganz mit dem Motto „Wir sehen diese Menschen nie wieder“ liefen wir also durch die Straßen Italiens und wurden von so manchen Gastronomiemitarbeitern sowie Gästen ermutigt, weiterhin diese gute Laune weiterzugeben. Angekommen am Hotel, holten wir zunächst unser Gepäck und wanderten in Richtung Bahnhof. Gut ausgepowert, stiegen wir in den unvergesslichen Nachtzug und traten ab 23 Uhr die achtstündige Reise Richtung Bozen, Norditalien, an.

Lisa

Samstag: Übermüdete Freude aufs heimische, kuschlige Bett – Ciao Italia 

Ausgeschlafen oder nicht erreichten wir endlich gegen 8 Uhr den Bahnhof in Bozen, an dem wir zunächst über zwei Stunden überbrücken mussten. Während die einen frühstücken gingen bzw. das Kaufhaus erkundeten, schlossen andere noch die letzte Duolingo-Lektion ab. Gegen 10 Uhr stiegen wir mit Verspätung in die Bahn zum Münchener Hauptbahnhof, den wir ca. 15 Uhr erreichten. Im sehr zügigen Schritt liefen wir zum ICE, mit dem wir die letzten vier Stunden Fahrt antraten. Ungefähr 20 Uhr erreichten wir den Berliner Hauptbahnhof und die Romfahrt neigte sich dem Ende zu.

Auch wenn die Hitze, die mit Programmpunkten bepackten Tage, die unglaublichen Menschenmassen, die im Durchschnitt 20.000 Schritte/Tag, der „Nachtzug“ sowie die unfassbar kleinen Hotelzimmer uns manchmal echt zu schaffen machten, blieb die Romfahrt dennoch unvergesslich und auch die vielen Sehenswürdigkeiten, die mithilfe der von uns herausgearbeiteten Vorträge ausführlich interessant vorgestellt wurden, sind es definitiv wert gewesen, gesehen zu werden!

Lisa

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