Unzählige Bücher soweit das Auge reicht: Auch in diesem Jahr verschlug es unsere 11. Klassen am heutigen Freitag zur Leipziger Buchmesse. Egal, ob Leseratte oder nicht: Zu sehen gab es viel; auch überrannte uns nicht nur die Anzahl der Bücher, aber dazu nun mehr.
Kurz vor 8.00 Uhr trafen wir uns alle schon mit Vorfreude bzw. bei manchen vielleicht auch mit erzwungener vor der Schule und warteten auf den Bus. Da unser Jahrgang recht groß ausfällt, fuhren sechs von uns wieder in einem kleineren mit. Nach dem bekannten Drängeln, das wir ganz tatkräftig auch mit zunehmendem Alter nicht verlernten, begab sich jeder in den Bus und die Räder versetzten sich so langsam ins Rollen. Doch was macht man genau, um 3,5 Stunden Fahrt effizient zu überbrücken, wenn Schlafen und Reden nicht die persönliche Bestoption darstellt? – Einige des Deutsch-LKs fanden ihre ganz individuelle Lösung und warfen selbstverständlich ganz freiwillig einen Blick in Kleists „Michael Kohlhaas“. Schon lustig, dass der Pferdchenhändler ein ähnliches Ziel, und zwar einen Besuch der Leipziger Messe, in den ersten Zeilen anstrebt. Während andere sich dann doch für den genüsslichen Schlaf entschieden, verstrich die Zeit schon relativ schnell und wir trafen ca. 11.45 Uhr an der Messehalle ein. Am Bus vereinbarten wir noch schnell die Rückfahrzeit und schon marschierten wir los. Angefangen in der vierten Halle ging es hinüber in die nächste und eines wurde uns ziemlich schnell bewusst: Wer in Ruhe nach einem Buch suchte, konnte dies direkt vergessen. Das neue Buch von Fitzek sowie er selbst so nah, schon sichtbar, aber aufgrund der unglaublich langen Schlange und eines fehlenden Extratickets doch so fern. Eventuell leicht enttäuscht ging es für einige von uns schon zwei Stunden vor der Rückfahrt immerhin mit einem Krönchen nach draußen, um sich vor dieser unbeschreiblichen Menschenmasse zu retten. Gegen 15.45 Uhr sollten wir alle wieder am Bus sein und es ist schon lustig, dass wir das erste Mal bei einem Ausflug mit dem Jahrgang alle überpünktlich am Bus waren. Zu 16.00 Uhr traten wir also ausgepowert die Rückfahrt an und erreichten die Schule gegen halb acht. Somit neigte sich der heutige Tag auch dem Ende zu und ein recht spannender Schultag ging vorbei.
Am heutigen Dienstag durften die Schüler- / innen des 11. Jahrgangs in den Räumen 506 bis 510 in verschiedene Studiengänge reinschauen und neben der eventuellen Entscheidung des Studiengangs, auch die vielleicht relevante Auswahl der Universität treffen. Dafür besuchten uns zum einen zwei Studenten der Potsdamer Universität, der Viadrina in Frankfurt (Oder), der TH Wildau sowie der Fachhochschule Eberswalde. Eigentlich entschieden sich auch einige für die Fachhochschule für Finanzen KW, allerdings tauchten diese gar nicht erst auf, was die meisten tatsächlich gar nicht mal so schlecht fanden, aber dazu nun mehr.
Noch kurz an der Veranstaltungsbühne im Kunst GK gebaut, die eigene Engelsstimme im Musik GK erklingen gelassen oder doch den Schlafpegel aufgrund der Freistunde hochgehalten, so ging es ab der dritten Stunde für alle von uns nach oben zu den 500er-Räumen. Einige Tage zuvor trugen wir uns in Listen ein, die sich aus einer Abfolge dreier Workshops zusammensetzen. Zur Auswahl standen die Universität Potsdam mit dem Themenbereich Lehramt, die Viadrina mit Jura, die TH Wildau, die FH Eberswalde sowie die FH für Finanzen KW. Der erste Workshop, der 1,5h anhielt, diente lediglich der Einführung in die Thematiken Studium und Zukunft, weshalb die Wahl der Universität, bei der wir uns als Erstes eintrugen, also keine Rolle spielte. Mit Claudia und Miguel, die beide an der Viadrina Jura studieren, starteten wir zunächst mit Bilderkarten, von denen wir uns jeweils eine aussuchen sollten, die unseren Blick in die Zukunft am besten beschreibt. Mit diesen setzen wir uns zurück an unseren Platz und stellten uns vor. Folglich stand eine Gruppenarbeit an. Diese unterteilte sich in folgende Gruppen: Möglichkeiten des Studierens, Pro und Contra eines Studiums, Planung und Aussehen eines Studienalltags sowie die Einteilung der Finanzen mit Einbezug der Finanzierungsmöglichkeiten. So entstanden in den knapp 15 bis 20 Minuten also neben Plänen und Strukturierungen auch Gedankengänge und Wissenserweiterung bezüglich Bafög sowie Stipendien. Nach der Vorstellung der entstandenen „Produkte“ wurden uns noch weitere wichtige Informationen genannt, bevor es 11.25 Uhr in die Mittagspause ging. Nach dieser begaben wir uns dann in die eigentlichen Workshops, in denen uns beispielsweise zum Studiengang Lehramt Wichtiges berichtet wurde. Eigentlich sollten der zweite und dritte gleich strukturiert sein, allerdings stellte sich bei diesem heraus, dass sie im zweiten ausschließlich die Uni Potsdam vorstellten. Da wir uns aber mit Hintergedanken speziell für Lehramt entschieden haben, blieben wir im darauffolgenden Workshop einfach sitzen, wodurch zwar der Raum recht voll erschien, allerdings dies sowieso die beste Lösung bereitstellte, da die FH für Finanzen eben gar nicht erst erschien. So startete der recht überfüllte Workshop also erneut mit einer Gruppenarbeit, in der wir uns bankreihenweise in Gruppen teilten. An der ersten Station sollten die Vor- und Nachteile eines Lehrerberufs notiert werden, wonach die Aufgaben sowie zuletzt die Eigenschaften eines guten Lehrers folgten. Im Uhrzeigersinn rotierten wir dann, sodass sich die Blätter mit vielen tollen Gedanken so langsam füllten. Anschließend werteten wir die Stationen aus und die beiden Studentinnen stellten uns als letzten Punkt den Weg ins Lehramt vor. Mit vielen tollen Erkenntnissen endete der Studienorientierungstag gegen 14.15 Uhr und alle durften, mit Wissen beladen, in den Feierabend starten.
Und wieder einmal neigte sich ein Schulhalbjahr dem Ende zu. Neben Klassenarbeiten, Tests und Klausuren prägten ebenso Wandertage, unvergessliche Kurs- / Klassenfahrten sowie schulische Veranstaltungen unseren Schulalltag.
Von einem Spiel mit Homonymen im Deutsch LK bis hin zu spannenden „Blackstorys“ auf Latein im Lateinunterricht: Die ersten Stunden des Tages starteten zunächst mit dem „regulären“ Unterricht, bis es dann folglich getrennt für SEK 1 und 2 in die Cafeteria ging. Noch überwältigt von der dunklen Geschichte im Lateinunterricht mit dem Mann in der Telefonzelle und seinem Fisch neben ihm verschlug es uns also gegen 9.00 Uhr in die Cafeteria. Dort erwartete uns unser Musikkurs des 11. Jahrgangs, der zusammen mit Frau Br. einen schönen Abschluss zum Halbjahresende organisierte. So starteten sie nach Ansprache von Jakob und Pauline also mit dem Lied „No Risk No Fun“ aus dem Film Bibi und Tina und haben uns somit in unser jüngeres Ich zurückversetzt. Dann zeigten sie folglich ein im Rahmen des Musikunterrichts entstandenes Musikvideo über den Hausmeister, bei dem ein Lachen schon schwer zu unterdrücken war. Einen mit Lächeln bepackten Applaus später verzauberte uns auch Elisa (8b) wieder einmal mit ihrem Talent des Klavierspielens sowie drei Mädchen aus der siebten Klasse, die eine kleine Tanz-Choreo performten. Anschließend stellte eine weitere Schülerin des siebten Jahrgangs das Gedicht „Was uns an der Schule stört“ von Hans-Peter Kraus vor, bei dem sie trotz des vermeintlich spaßigen Inhalts aber die Ernsthaftigkeit betonte. Auch Annabelle mit ihrem Gesang sowie Isabel am Keyboard (11a) berührten wieder einmal alle mit dem Lied „Every Breath You Take“ von The Police. Bevor danach allerdings Herr von Campenhausen seine abschließenden Worte formulierte, begab sich Mia (10a), unsere Kreisschülerrats-Sprecherin, nach vorn und sprach nochmals die Wichtigkeit ihres Amtes sowie die Möglichkeit, Ideen in höhere Landesebenen einzubringen, an. Zum Schluss fasste Herr von Campenhausen noch einmal die Höhepunkte des Halbjahres zusammen, worunter neben der Berufe-Show zu Beginn, auch unser Tag der offenen Tür und die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Haus zählen. Auch kündigte er Änderungen im zweiten Halbjahr an. Bevor es in die Pause ging, applaudierten wir ein letztes Mal für unsere Lehrkräfte, die auch trotz der stressigen Hausaufgaben dennoch für einen schönen und spannenden Unterricht sorgten, auch wenn vielleicht das ein oder andere Winterhoch, das dann doch ausblieb, zu Distanzunterricht führte. In der dritten Stunde erfolgten noch eine kurze Belehrung sowie eine Unterrichtsstunde im Fach des Klassenleiters, bevor es dann nun endlich unsere hoffentlich guten Zeugnisse gab.
Auch wenn vielleicht die eine oder andere Note noch nicht ganz der eigenen Bestleistung entsprach, dient sie evtl. dennoch als Motivation für das nächste Halbjahr. Nun gilt es allerdings zunächst, die Ferienwoche zu genießen und mit Ehrgeiz nach dieser wieder entschlossen einzusteigen.
Auch in diesem Jahr zog es die neunten und zehnten Klassen im Rahmen des Musikunterrichts am Dienstagabend, den 06.01., zum Musical „Romeo und Julia“, zu denen sich allerdings auch einige aus der Oberstufe gesellten, da es definitiv einen weiteren Besuch wert war.
Nach Ende der achten Stunde sammelten wir uns zunächst alle vor der Schule, von der wir uns, aufgeteilt in drei Reisebusse, gemeinsam mit sehr vielen Lehrkräften so langsam in Richtung Berlin aufmachten. Gute Gespräche, Lachen oder doch eine kleine Schlafeinheit? – Eineinhalbstunden mussten also nun irgendwie überbrückt werden, auch wenn die Zeit schneller verstrich, als wir zunächst aufgrund der recht rutschigen Fahrbahn annahmen. Diesmal fuhr der Bus auch direkt zum Theater des Westens, das wir gegen 18.00 Uhr erreichten. In kleinen Gruppen stiefelten wir alle bis 19.00 Uhr wortwörtlich durch Berlin und genossen bei den schon echt eisigen Temperaturen die letzten freien Minuten. Nachdem wir alle wieder zusammengefunden hatten, nahmen wir auch schon unsere Plätze ein, die teilweise definitiv eine bessere Sicht boten als im vorherigen Jahr. „Man kann mit dem Ende auch den Anfang klarer sehen.“ – Mit dieser gesanglichen Einlage begann das Musical, das vorerst somit die Endszene zeigte. Lachen, Applaus und vor allem gute sowie überraschte Laune überfluteten den Saal, bis dann ungefähr 20:45 Uhr eine kleine Pause anstand. Zu unserer Überraschung gab es diesmal nur neutrale Becher für die Getränke und nicht die mit einer Abbildung des Covers, weshalb man sich glücklich schätzen durfte, eines mit Cover im letzten Jahr ergattert zu haben. Pünktlich mit einem Gong ging es weiter und wieder begeisterten uns die Schauspieler mit ihrem Können und ihrem Gesang. Auch wenn man nach dem ersten Besuch bereits wusste, wie das Musical endete, berührte es dennoch wieder sehr. Einen kräftigen später folgte auch schon ziemlich schnell die Zugabe, die definitiv wieder einmal für extrem gute Stimmung sorgte, sodass man am Ende traurig war, dass es gegen 22.30 Uhr endete. Müde, aber ebenso bepackt mit neuen Erkenntnissen sowie Grundwissen zum Inhalt des Werkes begaben wir uns für die Heimfahrt zurück in die warmen Busse. 0.15 Uhr erreichten wir die Schule, auch wenn der Bus leider bis zur Haltestelle vorrücken musste, da alle Eltern direkt vor der Schule standen.
Es stellte sich auf jeden Fall erneut als unvergessliches Highlight heraus. Auch wenn man wusste, was einen erwartet, schien es erstaunlich, wie eigen andere Schauspieler ihre Art und Persönlichkeit in die Rollen unbewusst einbrachten. Schon lustig, wenn man selbst von einigen Lehrern mitbekommt, dass sich die Amme dieses Mal und Frau Ba. sehr ähnlich waren.
Man muss also gar nicht unbedingt das Werk gelesen haben, um das Musical verstehen zu können. Ich denke, viele Gesichter wird man mit großer Wahrscheinlichkeit im nächsten Jahr wieder dort sehen.
Lisa (11b)
„Theater des Westens“ZugabeQR-Code für Musik, Besetzung etc.
Anlässlich des jährlichen Vorlesewettbewerbs traten auch in diesem Jahr die Klassensieger unserer siebten Klassen in der Cafeteria gegeneinander an: Navraj und Meike (7a), Elza und Malthe (7b) sowie Tony und Isaq (7c). Als Unterstützung bei der Abstimmung gesellte sich auch unser Deutsch LK der 11. Klasse dazu, der ganz tatkräftig mit den anderen 7. Klassen und einer kleinen Lehrer-Juri dabei entschied, wer die/der Gewinner/-in des Jahrgangs und somit Besitzer eines verdient gewonnenen Thalia-Gutscheins sein durfte. Für unseren LK gestaltete sich dies als sehr schön, denn wir nahmen die Position ein, die, als wir uns in der 7. Klasse befanden, die damalige 9c belegte.
Zunächst trafen sich die siebten Klassen, der Deutsch LK sowie die Jury, bestehend aus Herrn Rc., Frau Ba., Frau Di. und Frau Ru., in der 3./4. Stunde in der Cafeteria und nahmen auf ihren Plätzen Platz, sodass drei Siebener immer mit einem/einer aus dem 11. Jahrgang zusammensaßen. Die 11er also ausgestattet mit iPad, hörten alle ganz gespannt in das Halbfinale, bei dem die Mitstreiter ihre eigene Lektüre vorstellten. Überrascht, dass einige so viel Ausdruck in die Worte brachten, stand auch bereits die erste Abstimmung an. Nach folgenden Kriterien wurden sie also bewerten: u.a. Lesefluss, Betonung und Schnelligkeit. Es konnten insgesamt maximal 16 Punkte erreicht werden. Online gaben wir, die 11er, dann für unsere Kleingruppe die Punktzahl ein und zusammen mit dem Lehrer-Voting zogen Navraj, Elza und Malthe ins Finale ein. Nun hieß es, uns als kritisches Publikum von ihrer Lesefähigkeit aus einem ihnen unbekannten Text zu überzeugen, was sie trotz unbekannter Begriffe sehr gut meisterten. Eine letzte Abstimmung unter gleichen Kritikpunkten stand an, bevor wir den Gewinnern zu ihrer Platzierung gratulieren durften. Herzliche Glückwünsche gehen an den ersten Platz, den Elza einnahm, den zweiten, den Malthe belegte, sowie den dritten, den Navraj für sich entschied. Auch diejenigen, die es allerdings „nur“ ins Halbfinale schafften, gingen nicht leer aus, denn für sie gab es eine Urkunde als Glückwunsch. Einen kräftigen Applaus später packten alle mit an, um die Tische für die Mittagspause wieder zurückzustellen. (Schon lustig, wenn man selbst nach knapp fünf Jahren nicht weiß, wie die Tische immer stehen.)
Am diesjährigen Wandertag verschlug es die 11b, das Tutorium von Herrn Mt., sowie durch Tausche ebenso wenige Schüler eines anderen Tutoriums bereits am Donnerstagabend, einen Tag vor dem eigentlichen Wandertag, in Berlins weihnachtliches Zentrum zum Friedrichstadt-Palast, wo wir uns die BLINDED-by-DELIGHT-Grand-Show ansahen. Inwieweit man Glücklichsein, das Kernthema der Vorstellung, auch ganz künstlerisch und berührend darstellen kann und warum sich gerade der Weg dorthin, aber vor allem auch zurück als echt sportlich gestalteten, erfahrt ihr nun im folgenden Beitrag.
Am Morgen noch schnell die Fassadenbeschreibung in der Kunstklausur geschrieben bzw. darin eine Durchdringung zweier Baukörper konstruiert und schon durfte sich auf den heutigen Abend gefreut werden. Zunächst trafen wir uns schon ganz gespannt, was uns wohl erwarten wird, am Bahnhof in Gusow um 16.30 Uhr. Mit dem Regio, den wir folglich an der Warschauer Straße verließen, ging es also in Richtung Ostbahnhof. Zu unserer Verwirrung stiegen wir aus, nur um auf der gegenüberliegenden Seite wieder in die Bahn zu springen und zurück zum Alexanderplatz zu fahren, den wir gegen 17.40 Uhr erreichten. Bis 18.50 Uhr erhielten wir nun erstmal Zeit, den Weihnachtsmarkt zu bestaunen, auch wenn die Zeit geradeso für ein Foodkoma reichte. Am Bahnhof trafen wir dann alle wieder aufeinander und fuhren mit der S-Bahn zum Friedrich-Stadtpalast. Nach Rucksackabgabe derjenigen, die einen mitnahmen, sowie Kartentausch untereinander nahmen wir bereits unsere Plätze ein und bestaunten zunächst die wunderschöne Bühne. 19.30 Uhr begann dann die Show und tanzende Cocktails, menschliche Kronleuchter, die auf einmal von der Decke runtergelassen wurden, knallige Farben, aber auch graue Töne, die die Darsteller durch aufmunternde Darstellung behoben, füllten die zweieinhalbstündige Vorstellung. Unser Highlight: Eine schwebende Ballerina, eigentlich scheinbar eine Pusteblume, hinter der alle hinterherrannten. Um doch noch einen früheren Zug zu bekommen, verließen wir den Saal dann gegen 21.50 Uhr, während alle mit Klatschen beschäftigt waren. Im schnellen Schritt, was übermüdet tatsächlich nicht mehr so einfach war, begaben wir uns zur S-Bahn, die an einer Station fast fünf Minuten stand. Folglich durften wir also wieder ein wenig sehr viel schneller zum Regio rennen, mit dem wir gegen 23.30 Uhr in Gusow ankamen. Ausgepowert und mit Freude, am darauffolgenden Tag das Privileg des Ausschlafens zu erhalten, endete also unser vorgezogener Wandertag mit der Erkenntnis, wie schon allein knallige Farben eine Emotion, einem Gefühl wie Glück so starken Ausdruck verleihen können.
In dieser Woche haben wir das Team des Doku-Theaters „Inside Stasi“ zu Gast. Die Jahrgänge 10-12 werden ein Doku-Theaterstück sehen, das in einem interaktiven Stasi-Museum spielt und die Geschichte der Ex-Stasi-Mitarbeiterin Monika Haeger erzählt – teils dokumentarisch, teils fiktiv.
Nach der Mittagspause bzw. in dieser brachten wir unsere Rucksäcke zunächst in die Unterrichtsräume und begaben uns Richtung Ende der Pause in die Cafeteria, wo wir vor einer Bühne Platz nahmen. Bevor das kleine knapp einstündige Theaterstück begann, hatten die meisten das Bühnenbild in Betracht genommen: Neben der DDR-Flagge erblickten wir zudem ein Bild von Erich Honecker in der linken Ecke, was unser Fachwissen zu diesem Thema Revue passieren ließ. Nach einer kurzen „Belehrung“ durch Herrn We. erzählte uns Nicole Heinrich, die Regisseurin, etwas zu ihrem Stück. Gedanklich zurückkatapultiert in diese Zeit und schon ganz gespannt, was uns wohl erwarten wird, betrat eine Frau, die während des ganzen Stücks die Rolle von Monika Haeger verkörperte, die Bühne. Bei Monika handelt es sich um eine Frau, die inoffiziell bei der Stasi tätig ist. Sie soll Bärbel, die eine Eingabe gegen den Wehrdienst getätigt hat und sich sehr für die Frauenbewegung einsetzt, ausspionieren und psychischen Druck auf sie ausüben, sodass sie sich bestenfalls letztendlich selbst ausliefert. Monika gibt sich also als Vertraute und Verbündete, Richtung Ende sogar als Freundin aus, um so viele Informationen wie nur irgendwie möglich über Bärbel zu erfahren. – Erfolgreich lässt sie einen Zweitschlüssel der Wohnung anfertigen und wird befördert. Doch eines beschäftigt sie: ihr unglaublich schlechtes Gewissen. Dennoch beschließt sie, mit dem Gedanken weiterzumachen, das Korrekte für den Sozialismus zu tun. Am Ende schiebt man Bärbel in die BRD ab, auch wenn sie schlussendlich wieder zurückdarf. Somit neigte sich das Stück dann langsam dem Ende zu und eines wurde uns nochmal deutlicher: Viele Menschen, die die Stasi gerade in den 80ern unterstützen, glaubten, sie täten das einzig Korrekte, auch wenn genau diese Tatsachen moralisch nicht zu vertreten waren. Im Anschluss daran folgte vor der Pause noch eine Fragerunde, in der wir u.a. fragen durfte, was die Drehbuchautorin zum Verfassen dieses Stücks bewegte.
Zusammenfassend kann man auf jeden Fall sagen, dass diese Theaterinszenierung thematisch sehr gut an unseren Besuch der Anstalt in Berlin Hohenschönhausen im letzten Jahr anschließt. Es zeigte in leicht dramatischer, aber auch bewegender Form die Sichtweise einer Person aus dieser Zeit und spiegelte die damalige Problematik, aber auch Angst derjenigen wider, die sich wie Bärbel gegen die Ideologie der DDR richteten. Unterstützt wurde das Stück zudem durch Audio-Einwürfe, die sozusagen die Gedankengänge von beispielsweise Bärbel darstellten.
Auch in diesem Jahr öffnete unser Gymnasium am Samstag, den 15.11., seine Türen. Neben Probeunterricht stellten sich auch viele Fachbereichen mithilfe einiger helfender Schüler unseres Gymnasiums vor. Vom Herstellen eines kleinen Feuerwerks im Raum 402 über Erstellen eines eigenen Lesezeichens mit Namen in kyrillischen Buchstaben in 200 bis hin zur iPad-Vorstellung und Klärung der damit verbundenen Fragen im Raum 503 – Es gab jede Menge zu sehen. Um süße und herzhafte Versorgung kümmerte sich der 12. Jahrgang.
Zunächst führte es sowohl Lehrer und Schüler als auch die ersten Eltern mit ihren Kindern zu 8.30 Uhr in unsere Cafeteria. Dort bot die Diashow an der Wand vorerst einen Einblick, was wir an unserem Gymnasium alles erleben und wie unsere Schulgemeinschaft im Allgemeinen harmoniert. Den Einstieg in die nun folgende Auftaktveranstaltung lieferte der 7. Jahrgang zusammen mit Frau Br., indem sie stimmig mithilfe von Ukulele, Klavier sowie Cajon „Rock My Soul“ sangen. Im Anschluss eröffnete Herr von Campenhausen den heutigen Tag der offenen Tür, indem er neben dem Schulziel, dem Abitur, ebenso noch einmal die Barrierefreiheit betonte, die unsere Schule u.a. aufgrund des Aufzuges am H-Gebäude bieten kann. Zudem erklärte er das Prinzip der Klassenaufteilung, den Aufbau der Unterrichtsstunden, die Wahl zwischen LER- und Religionsunterricht, die Möglichkeit, ab der 9. Klasse mit der Wahl der dritten Fremdsprache Latein ein Latinum am Ende des 12. Jahrgangs abzulegen sowie auch die Vielfältigkeit der iPad-Nutzung. In Folge dessen traten Christopher und Justus (Jg. 12) nach vorn und stellten die weitreichenden Möglichkeiten, aber auch ihre eigene Erfahrung im Umgang mit den Tablets vor. Nach einer kleinen Fragerunde warteten die Hostessen schon ganz ungeduldig auf die ihnen dann zugeteilten Sechs-Klässler/-innen sowie ihren Eltern für einen zwanzig-minütigen Rundgang. Daran schloss direkt ein Probeunterricht im Fach Englisch bzw. Chemie, Russisch bzw. Französisch oder Physik bzw. Sport an. Neben wirklichem „Unterricht“ lernten sie in Französisch ein Lied, in Russisch die kyrillischen Buchstaben in Form eines Lesezeichens mit eigenem Namen und in Physik ein Experiment mit einer Vakuumpumpe sowie die damit verbundenen Bewegungsabläufe auf unseren iPads kennen. Im Sportunterricht kümmerten sich Schülerinnen aus Herrn We.s Klasse um die Geschwister unserer Besucher und zeigten ihnen einige Turnübungen, während Tischtennis, Badminton sowie Volleyball die Älteren erfreuten. Der zweite Durchlauf, der um 10.30 Uhr ebenso in der Cafeteria startete, lief unter selbem Prinzip ab. Überrascht und erstaunt konnten dann noch unsere anderen Unterrichtsräume besichtigt werden: Im Nebengebäude gab es neben Waffelduft, der das gesamte Gebäude verzauberte, ebenso den Fachbereich Sprachen mit Büchern und Unterrichtsmaterialen auf Englisch, Russisch, Französisch und Latein zu entdecken. Nebenbei standen Frau Ba., Frau St. und Herr Be. für Fragen bereit. Ein paar Schritte weiter nahmen im Raum 401 Sekretariat und Schulleitung Platz, während im Geschoss darüber der Fachbereich Deutsch mit Leseband sowie Büchern, die wir uns als Schüler/-innen für die Freizeit ausleihen dürfen, aber auch gelungene Projekte (506) und die iPad-Vorstellung mit Einblick aus Schülersicht darauf warteten, besichtigt zu werden. Wen es in dieser Zeit allerdings ins Hauptgebäude zog, erhielt Einblick in den Fachbereich Kunst zusammen mit Musik, Mathe mit Sicht in die Buchmaterialen und direkt gegenüber in eine Ausstellung von Schülerwerken zum Thema „Klang im Kopf – Bilder, die man hören kann“. Hatte man Gedanken zu diesem Thema, konnte man seine Gefühle auf einem Blatt, das vor dem Gemälde lag, festhalten. Noch einen kurzen Blick durchs Mikroskop bei Herrn Se. sowie Frau Lü. mit ihrem Fachbereich NaWi und schon war alles entdeckt. Die letzte „Unterrichtsstunde“ endete gegen 12.00 Uhr und somit neigte sich der Tag auch langsam dem Ende zu. Es wurden noch die letzten Materialien zurückgebracht und aufgeräumt, nachdem alle mit neuen Erkenntnissen und wahrscheinlich recht überzeugt nach Hause gingen.
Ein großer Dank geht auch wieder mal an die Hostessen und die anderen Schüler/-innen, ebenso auch die Lehrer, die sich am heutigen Tag beteiligten und empathisch für Fragen und Experimente bereitstanden. Auch der 12. Jahrgang verdient für ihre Essensversorgung einen großen Dank.
Lisa (11b)
„Rock My Soul“Christopher und JustusEssensversorgung durch die 12erFranzösischRussischChemie„Feuerwerk“PhysikVakuum-ExperimentSportFachbereich Deutsch mit dem LesebandBücher zum LeihenFachbereich MatheFachbereich SprachenGruppenarbeit aus dem letzten SchuljahrFachbereich NaWiFachbereich Kunst und MusikAusstellungTabletvorstellungAls „Belohnung“ und Dank für die Hostessen
Den 11. Jahrgang verschlug es in der Fahrtenwoche, wie es schon fast Tradition ist, in die historische und zugleich wunderschöne, filigrane Stadt Dresden. Die ziemlich vollbepackten Tage ließen den bildenden Aspekt definitiv nicht außen vor, aber dazu nun mehr.
Tag 1: Lasset die Spiele beginnen (Anreise und Erkundungstour in Dresdens historischer Innenstadt)
Die letzten Sachen noch in den Koffer gequetscht – und wieder ging das Tetrisspielen schon vor Abreise los, ob alles überhaupt mitkommen kann. Vollbepackt trafen sich alle gegen 8.30 Uhr in der Cafeteria, um zunächst noch einmal belehrt zu werden, dies auch zu unterschreiben und sich mental auf die „Bildungsfahrt“ vorzubereiten. Nach dem Einladen der Koffer in den Bus teilten wir uns in zwei Gruppen: Sieben Schülerinnen sowie Frau Ko. nahmen einen Transporter und die anderen in Begleitung von Frau Br. und Herrn Mh. den Reisebus, deren Räder sich gegen 9.00 Uhr nun endlich ins Rollen versetzten. Musik hören, Bücher lesen oder wie typisch die eigenen Lieblingssnacks verspeisen – Jeder überbrückte die Zeit ganz individuell bis zur kleinen Pause um 11 Uhr. Ab dort standen jetzt noch gute 1,5h an, die allerdings auch sehr schnell verstrichen. Angekommen an der Unterkunft und eine kurze Erklärung bezüglich der Schlüsselausgabe für unsere Zimmer später, konnten diese bis 14.00 Uhr zunächst bestaunt werden, auch wenn die Flure teilweise an Backrooms oder eine Gruselanstalt erinnern. Ab 14 Uhr teilte sich unser Jahrgang in die einzelnen Tutorien und gemeinsam mit einem Guide stand ab nun eine 1,5 stündige Stadttour an. Zunächst liefen wir dafür in Richtung Altmarkt, wonach wir das Staatsschauspiel bestaunten. Auf dem dann folgenden Theaterplatz erhielten wir schon einmal einen kleinen Vorgeschmack für die Semperoper, die wir heute Abend noch einmal zu sehen bekommen. Nach der Zerstörung der Semperoper sei diese wieder aufgebaut und rekonstruiert worden, so die Stadtführerin. Auch zu erkennen war die Reiterstatue, zu deren künstlerischen Historie wir ebenfalls viel Interessantes erfuhren. Auch die Hofkirche, die für die damalige Herrschaft und Kurfürsten erbaut wurde, sowie der Kulturpalast ließen uns durch ihre künstlerischen Elemente noch tiefer in die Geschichte Dresdens sinken. Eine Abratung für den einen Currywurst-Stand haben wir von ihr übrigens auch dazu bekommen, was uns alle zum Schmunzeln brachte. Unseren vorletzten Halt machten wir beim Schlossplatz, zu dessen dort befindlichen Schloss sowie Pferdestall wir ebenfalls spannende Fakten erfuhren. Man vermute, dass die Rampe, die in das zweite Geschoss des Pferdestalls führt, vielleicht zur Besattelung der Pferde genutzt worden sei, so unser Guide weiter. An der Frauenkirche beendeten wir nach einem kurzen Blick ins Innenschiff die Tour gegen 15.30 Uhr und bekamen bis zum Abendessen um 18.30 Uhr erst einmal Freizeit, um zunächst eigenständig u.a. zum Hostel zurückzukehren. Nach dem Abendessen, das eher eine überschaubare Auswahl bereithielt, liefen wir nach weiterer freier Zeit, die der Großteil des Jahrgangs zum Hide-and-Seek-Spielen nutzte (der Gewinn solle wohl ein Döner gewesen sein), gegen 21 Uhr eben zur Semperoper und durften uns ganz positiv von der Schönheit dieser bei Nacht überraschen lassen. Nun standen weitere 45min an, in denen wir eine kleine Führung erhielten. Anschließend begaben wir uns gut ausgepowert gegen 23 Uhr wieder zurück und jedes Zimmer ließ den heutigen Tag ganz individuell ausklingen.
Ankunft an der UnterkunftBeginn der StadtführungAuf dem Weg zur SemperoperKathedrale Sanctissimae Trinitatis (Dresdener Hofkirche)Modell des ResidenzschlossesSchlosshofGlasdach über dem HofStallhof / KanzlerhofAuguststraße mit Riesengemälde des FürstenzugsEnde an der FrauenkircheIm InnernSemperoper bei NachtRundgang im InnernSaal
Tag 2: Kleine Zeitreise und biologischer Exkurs
Das Klingeln des Weckers erfreute, glaube ich zumindest, heute schon niemanden, denn bereits 7.45 Uhr stand das Frühstück an, bei dem selbst der nicht ganz so schmackhafte Kaffee dies nicht ändern konnte. Allerdings erledigte sich dieses Problem schnell durch Kaufen von Instant-Kaffee sowie Kaffee to Go beim drei Minuten entfernten Netto. Danach blieb uns einige Zeit zum Wachwerden, bevor wir uns gemeinsam zum „Time-Ride“ begaben. Schon am vorherigen Tag teilten wir uns in unserer Jahrgangsgruppe in drei Gruppen, die nach einer halben Stunde, mit 10 Uhr beginnend, wechselten. Dort tauchten wir nach einer kleinen, aber sehr spannenden und interessanten Einführung sowie einem digitalen Puppentheater auf sächsisch in das historische Zeitalter der Gräfin Constantia von Cosel. Dabei nahmen wir die Sicht des Adels ein, indem wir im dritten der drei Räume VR-Brillen erhielten und uns in eine Kutsche setzten. Zusammen mit VR-Brille, Vibration der Kutsche sowie authentischer Audioqualität wurden wir zurück in diese Zeit katapultiert und fuhren in einer Kutsche durch Dresdens Altstadt zum Merkurfest. Extrem überrascht von den Eindrücken stand der nächste Treffpunkt um 13.45 Uhr an der Frauenkirche an, von der wir zum Hygienemuseum liefen. Auch dort teilten wir uns in drei Gruppen, allerdings diesmal in die einzelnen Tutorien. Jede halbe Stunde war dann ab 14.30 Uhr ein anderes Tutorium an der Reihe, das zunächst mit einem Audiogerät ausgestattet wurde. Ziemlich schnell durften wir feststellen, dass das Museum gar nichts mit Hygiene zu tun hatte, sondern viel mehr damit, wie der Mensch eigentlich funktioniert. Durch diese interessante und biologische Ausstellung führte uns ein Guide, der uns mithilfe der Audiogeräte durch sechs der insgesamt sieben Räume brachte: „der gläserne Mensch“, „Leben und Sterben“, „Essen und Trinken“, „Sexualitäten“ sowie „Erinnern, Denken, Lernen“. Bis zum Abendessen genossen wir noch die kurze freie Zeit und machten uns danach für das Theaterstück „Der Besuch der alten Dame“ fertig, für das wir uns zu 19.10 Uhr am Staatsschauspiel trafen. Auch wenn das Stück ziemlich Geschmackssache war und wir alle doch irgendwie hofften, von den plötzlich auftauchenden gigantischen Hasen keine Albträume aufgrund ihrer schon recht Horrorfilm ähnelnden Gestalt zu bekommen, freuten wir uns nach 22 Uhr auf unser Bett bzw. der restliche Jahrgang auf den erneuten „Spieleabend“.
Time Ride am MorgenEinführung in die historische EpocheDigitales PuppentheaterKutschen mit VR-BrillenBesuch einer Galerie für InteressierteFreizeitDer gläserne MenschRaum „Leben und Sterben“Raum „Essen und Trinken“Vor dem TheaterTheaterbesuch „Der Besuch der alten Dame“
Tag 3: Wanderung durch die sächsische Schweiz und „Höhepunkt des Spieleabends“
Auch heute bescherte uns das Klingeln des Weckers definitiv keine Freude, auch wenn wir aus den harten Betten wesentlich besser wieder herauskamen als aus den heimischen. Nach dem Frühstück, bei dem wir u.a. unsere Lunchpakete packten, die vom Haus aus schon mit Wasser, Müsliriegel, Apfel sowie sehr zur Freude aller Vegetarier und Veganer mit einer Bifi bereits bestückt waren, sammelten wir uns im Eingangsbereich. Dort hieß es dann, mit Stress wegzukommen, da einige feste Uhrzeiten zum Treffen wohl zu überflüssig fanden. Mit der S-Bahn ging es dann knapp über eine Stunde in Richtung Bad Schandau und von dort mit der Fähre zu unseren Rangern. Wir nahmen bei diesen noch schnell die Einteilung in eine langsame und schnellere Gruppe vor, bevor wir dann also loswanderten. Auch wenn man am Anfang der Wanderung recht schnell die Wahl der langsamen Gruppe bereute, raubten die anfänglichen Höhenmeter einem dann doch echt die Kraft, was durch die gezwungenen Pausen aber kein Problem mehr war. Im Hauptfokus stand die Geologie, zu der uns unser Ranger viel Interessantes bezüglich Plattentektonik sowie der Schichtung aus Sandstein erzählte. Die schnellere Gruppe erhielt derweil Schokolade. Während der Wanderung durften wir uns von der Natur und der Schönheit dieser überraschen lassen; vor allem der Blick nach unten ins Elbtal an der Emmabank versetzte uns alle sehr positiv ins Staunen. Auch wenn es letztendlich mehr einem schönen vierstündigen Spaziergang ähnelte, waren die Informationen, die wir über die Laubbäume erfuhren, ziemlich spannend. Zudem gestalteten sich die Pausen ebenfalls als sehr angenehm, da diese aufgrund des langen Erzählens des Rangers ziemlich groß ausfielen. Da hatte aber übrigens irgendwann auch niemand mehr zugehört, was ihn aber auch nicht vom weiteren Reden abhielt. Die Zeit verging rasend schnell und so schnell, wie wir Höhenmeter sammelten, konnten wir diese auch wieder verringern. Für ganze zwei Stationen fuhren wir dann mit dem Bus als kleine Großgruppe zurück zur Fähre, an der wir auf den schnellen Wandertrupp trafen. Gemeinsam ging es zur Bahnstation, an der sich die Abfahrt allerdings dann um 22 Minuten verzögerte. Da am heutigen Tag nichts mehr anstand, genoss jeder die übrige Zeit bis zum Abendessen. Zum Beispiel erkundeten einige von uns die knapp zehn Minuten entfernte Altmarkt-Galerie, da die Wanderung doch nicht so auslastend war, wie zunächst erwartet. Andere verleitete es allerdings auch in die benachbarte Schwimmhalle. Gegen 18.30 Uhr trafen sich dann alle erneut im Eingangsbereich zur morgigen Besprechung, bevor der Abend wieder individuell ausklingen konnte. Der besagte Spieleabend ließ allerdings auch heute keine Ruhe zu, denn auch wenn man sich selbst nicht beteiligte, wurde man sehr detailreich über den Jahrgangschat auf dem Laufenden gehalten. So schockte, aber wunderte es uns auch nicht, als wir lasen, dass wohl ein Bett gebrochen sei. Dies stellte sich aber letztendlich scheinbar als Spaßnachricht heraus.
Auf dem Weg zur FaireBeginn der WanderungZwischenstoppAussichtsplattformBlick ins TalFalkenstein und TorsteinketteBlick ins ElbtalSchneller WandertruppWeg zurückRückweg mit der Faire
Tag 4: Besuch der TU Dresden sowie der VW-Manufaktur und Lasertag als Abschluss
Nach der recht chaotischen Nacht hieß es noch ein vorletztes Mal, sich über den heute früher klingelnden Wecker zu beschweren, denn heute gab es schon um 7.15 Uhr Frühstück. Um 8.00 Uhr liefen wir dann zur Freiberger Straße, um danach an der Gret-Palucca-Straße mit der Tram in Richtung Technischer Universität Dresden zu fahren. Dort angekommen und nach einigem Hin und Her über die Straße fanden wir diese auch endlich. Zunächst erhielten wir ein kurzes Seminar, in dem wir über Argumente für ein Studium (Entfaltungsmöglichkeiten, Eigenverantwortung/Selbstorganisation, kein bestimmtes Berufsfeld, Aufstiegsmöglichkeiten), unsere Zukunftsideen, Angebote neben dem Studium (Ausland, Sport, Kreativität, Sprachen lernen) sowie über das allgemeine Studieren in Dresden sprachen. Weiter ging es mit einem Rundgang, für den wir uns in drei Gruppen teilten. Da wir uns im Voraus für den Anschluss für eine Vorlesung (Technik, Biologie, Experimentalphysik) entscheiden mussten, nahmen wir nach dieser Einteilung die Aufteilung vor. Zuletzt stand dann noch die besagte Vorlesung an, bei der es schon echt unvorteilhaft war, in Physik festzusitzen, wenn man dieses Fach natürlich aus Liebe zum Themenbereich abgewählt hat. Wir fragten uns ehrlich schnell, wie man sich dort freiwillig reinsetzten kann. – Aber nun gut. Auch wenn wir vielleicht nicht unbedingt freiwillig in dieser Vorlesung für über eine Stunde feststeckten, begaben wir uns mit neuen Erkenntnissen wieder zurück. Der nächste Treffpunkt stand auch ziemlich schnell fest, allerdings bekamen wir bis dahin erst einmal Freizeit, die viele zum Pfand-Wegbringen nutzen. Von diesem Treffpunkt fuhren wir dann gemeinsam zur gläsernen Manufaktur, bei der wir eine eineinhalbstündige Tour, ebenfalls in drei Gruppen, durch die VW-Manufaktur bekamen. Neben vielen neuen Fahrzeugen und dem Prozess des Baues wurde uns auch einiges zur Work-Live-Balance der Mitarbeiter berichtet. (Schon lustig, wenn selbst die Lehrer schon mit dem Guide die Uhrzeit verhandeln, um schneller aus der Manufaktur wieder draußen zu sein.) Noch ein kurzer Halt im Shop und schon ging es kurz nach 16 Uhr wieder zurück zur Bahn. Abendessen gab es heute in Eigenregie, wonach es für den Großteil des Jahrgangs zum Lasertag ging. Der Teil, der im Hostel verblieb, machte sich dennoch ebenfalls einen schönen Abend.
Ein letztes Mal erfreute sich der Großteil des Jahrgangs am Spieleabend, auch wenn Kofferpacken vorher wohl doch eher Vorrang hatte.
Besuch der TU DresdenVorstellung zu BeginnCampus-RundgangBesuch der LesungenExperimentalphysikTechnikVW-ManufakturEinzelstückAbendessen in Eigenregie
Tag 5: Endlich wieder auf dem weichen, heimischen Bett schlafen (Abreisetag)
So schnell, wie die Woche anfing, verstrich sie auch wieder und nach dem Frühstück blickte jeder noch einmal durchs Zimmer, ob wirklich alles verstaut wurde. Gegen 8.30 Uhr schaute eine Frau durch diese, bevor wir uns dann alle im Eingangsbereich trafen. Eine halbe Stunde später rollten die Busse auch schon los und während viele den Schlaf der letzten Tage nachholten, tauschten sich andere über die Woche aus. Eine kleine Pause stand noch an, in der uns die Busfahrer wegen ihrer Zeitplanung ein wenig stressten, bevor wie gegen 13.00 Uhr unsere Schule wieder erreichten. Somit endete die ziemlich vollgepackte, aber auch schöne Fahrt nach Dresden.
Auch wenn der „Spieleabend im Zimmer 317“, wie es in der Jahrgangsgruppe immer hieß, uns oft am Einschlafen hinderte, stellte sich die Bildungsfahrt nach Dresden definitiv als sehr schöne heraus. Zwar waren wir oftmals sehr spät erst wieder zurück und die Tage ziemlich vollgepackt, allerdings denke ich, dass jeder Interessenbereich durch die diversen Besuche sowie Informationen gedeckt werden konnte.
Nach sechs Wochen purer Entspannung und Gedanken, die mal nicht um Schule kreisten, hieß es am heutigen Morgen wieder, früh aufzustehen. Neben vielen Wandertagen und Fahrten, zum Beispiel die Kursfahrt der 11. Klasse nach Dresden im Herbst, stehen auch erneut viele Wettbewerbe in diesem Schuljahr an, bei denen die Schüler/-innen durch Ehrgeiz und Verstand ihr Können auf die Probe stellen dürfen. Ebenso heißen wir die drei neuen siebten Klassen Willkommen, welche in der zweiten Stunde nach der jährlichen Belehrung unter großem Applaus begrüßt wurden. Herzlich Willkommen!
Am heutigen Tag standen zunächst Klassen-/ bzw. Tutoren- und Informationsstunden an, die dem Schuljahr als Startschuss dienten. Ab morgen beginnt der Unterricht der Jahrgänge 8 bis 11 nach Plan und für die 12. Klasse steht die Lehrerberufeschau an, die sehr wahrscheinlich auch neugierige Augen anderer auf sich lenken wird. Auch unsere Neuankömmlinge dürfen am morgigen Tag zunächst einander besser im CVJM kennenlernen und somit Teil unseres gymnasialen Miteinanders werden.