Zur Geschichte des Gymnasium auf den Seelower Höhen

Die Schule wurde 1949 gegründet. Sie befand sich damals etwa 1 km vom jetzigen Standort entfernt. Die Anfahrtsmöglichkeiten zur Schule waren jedoch schlecht. Deshalb gingen die meisten Schüler ins Internat. Akuter Platzmangel führte dazu, die Schüler in einem weiteren Gebäude unterzubringen und auch zu unterrichten.
Nach jahrelangen Überlegungen baute man endlich eine neue, größere Schule. Sie wurde am 3. September 1973 eingeweiht und erhielt den Namen Erweiterte Oberschule „Karl Marx“.
Der Name wurde von der SED befürwortet.
Nach der Wende kamen immer mehr Schüler zur EOS, die im November 1991 in Gymnasium umbenannt wurde und seit Juni 1997 Gymnasium auf den Seelower Höhen heißt.
Der Platz reichte nicht aus, die Bedingungen waren denkbar schlecht. Die Schüler wurden an drei weiteren Standorten unterrichtet. Es musste unbedingt ein zweites Gebäude gebaut werden.
Um diesen Neubau wurde hart gekämpft.
1996 war es dann endlich geschafft, die ca. 650 Schüler unseres Gymnasiums werden nun in zwei Gebäuden unterrichtet.

Weiter Infos finden sich unter http://www.stadtchronik-seelow.de/schulwesen%20a.htm

Bau der Cafeteria 1996

Rendezvous mit der Raumstation MIR

Ein Rückblick auf aufregende Zeiten mit dem Amateurfunk


Von 1986 bis 2001 kreiste die Raumstation in etwa 400 km Höhe um die Erde. Die Besatzung war international und wechselte regelmäßig. Seit dem 03.09.195 war der deutsche Astronaut Thomas Reiter für 179 Tage Teil der Crew.

Ganz bodenständig arbeiteten im beschaulichen Städtchen Seelow die Schüler der Arbeitsgemeinschaft Amateurfunk unter der Leitung ihres Lehrers Herrn Hagen Rippich. Jede Woche trafen sie sich, bastelten an elektronischen Schaltungen, übten sich im Morsen und an den Regeln des Amateurfunks. Erscheinen zur AG war selbstverständlich, Fehlen war die Ausnahme. Herr Rippich organisierte für seine AG Wochenendcamps mit Amateurfunkern der Region und Workshops für Elektronik in Berlin.

Hier ein Workshop mit Elektronikern im FEZ in Berlin Wuhlheide im Dezember 1995.

Höhepunkt der AG war das Treffen mit den Astronauten der MIR.

Am 18.01.1996 bauen die Amateurfunker des Seelower Gymnasiums eine Funkverbindung mit Thomas Reiter auf der Raumsation MIR auf.

Das klappte zu 50%, eine beeindruckende Leistung.

Belohnt wurde das Engagement mit einem eigenen Stand auf der Internationalen Luftfahrtausstellung ILA im Mai 1996. Über den gesamten Ausstellungszeitraum präsentierten wir unsere Arbeitsgemeinschaft.

Die Antenne, zwei Kreuzyagis, wurde durch das Computerprogramm unseres AG-Mitglieds Thomas Heinze automatisch so gedreht, dass sie während eines Überfluges immer in Richtung der Raumstation zeigte. So konnten wir und die Besucher unseres Standes alle 90 min mit den Astronauten sprechen. Das ließen sich auch Thomas Reiter und unsere damalige Schulleiterin, Frau Anita Mielitz nicht entgehen.