Weihnachtskonzert

Ungefähr ab 17.00 Uhr kamen die meisten, die etwas aufführen wollten, in der Cafeteria an und nach und nach füllte sich diese mit Eltern, Lehrkräften und auch weiteren Gäste. Ein letztes Durchatmen und ein paar letzte Absprachen mit Frau Br. später gingen die beiden Moderatorinnen des heutigen Abends nach vorn und stimmten das Weihnachtskonzert ein. Dazu spielte der Posaunenchor viele Weihnachtslieder, die alle in die weihnachtliche Stimmung brachten. Danach verzauberten Annabelle und Isabel (9a+b) mit dem Lied „Last Christmas“ das Publikum, wonach die Klassen 8b und 12 mit „Weihnachten in Familie“ diese verzaubernde Stimmung noch verlängerten. Hannah aus der 11a versetze durch „Gravity“ auf dem Klavier alle ins Staunen, das Amelie und Emma (8b) mit dem Singen des Liedes „White Christmas“ halten konnten. Eine kleine unterhaltsame Moderationsrunde später ging ich, Lisa (9a), nach vorn und stellte mein selbstverfasstes Gedicht „Besinnliche Weihnachten“ vor. Danach folgten erneut die Klassen 8b und 12 mit „Happy Christmas“, wonach wieder Amelie und Emma (8b) mit „Kleine Kinder, große Kinder“ alle zum Applaudieren brachten. Das Lied „Cheri Cheri Lady“ kennen bestimmt viele, doch hätte man dieses Lied heute erwartet? Ob erwartet oder nicht, Bourhan, Fiodor, Lara, Lilli, Sahar, Sophia und Jessica (8c) überraschten alle mit diesem Lied. Eine weitere Moderationsrunde später, in der es um die letzten Besorgungen der Geschenke ging, bewiesen Paula und Luisa (12a) mit „Hard Line“ ihre Begabung am Klavier. Neben dem vielen Gesang bot Lena (8a) mit ihren Pois Abwechslung. Die Lichter gingen aus und zu Musik begeisterte sie alle mit ihrem geschickten Umgang mit den Pois. 

Auch an Weihnachten helfen Menschen anderen Menschen, was Annabelle und Isabel (9a+b) durch das Lied „People help the people“ noch einmal durch das hamonierende Zusammenspiel des Gesangs und der Keyboardbegleitung deutlich machten. Zum Abschluss der ersten Hälfte des Weihnachtskonzerts folgte dann Miriam (12b), die alle von ihrer Begabung mit der Geige und dem Lied „Le petite ballade“ begeisterte.

Gut gestärkt durch das leckere Essen der 12-er, ging es nach der Moderation weiter mit dem Gedicht „Das Christkind beim Finanzamt“, das von Vanessa (9a) vorgetragen wurde. Ein paar lächelnde Gesichter später folgten erneut Amelie und Emma mit der gesanglichen Darbietung von „Dezemberträume“, wonach auch die 8b und 12 mithilfe von Gitarrenbegleitung das Lied „Let it be“ sangen. Ebenso Erik und Lennard versetzten durch ihr Talent an der Gitarre mit „House of the rising sun“ alle ins Staunen. Eine weitere unterhaltsame Moderation später zog Lena mit ihren Pois zu „The middle from zedd“ und danach Mia (8a) mit dem a capella gesungenen Lied „My Home“ alle in ihren Bann. Auch Bourhan, Fiodor, Lara, Lilli, Sahar, Sophia und Jessica performten mit ihren harmonierenden Stimmen „Last Christmas“, wonach noch einmal Hannah mit „Valentine“ auf dem Klavier das Publikum berührte. Zum Schluss trug ich, Lisa, noch mein zweites selbstgeschriebenes Gedicht „Es sind die kleinen Momente im Leben“ vor und Annabelle und Isabel beendeten mit dem Lied „Snowman“ zumindest das Programm auf der Seite der Schülerinnen und Schüler. Alle gemeinsam gingen wir danach nach vorn und jeder erhielt einen Schokoladenweihnachtsmann vom Weihnachtsmann.

Doch auch hier endete das Weihnachtskonzert noch nicht, da es ja noch unseren Special Guest gab. Friedrich, ehemaliger Schüler unserer Schule, brachte nach den zwei Stunden durch seinen selbst anmoderierten Gesang auch den letzten Gast zum Grinsen. Nach insgesamt drei gesungenen Liedern von ihm, viel Freude und einem Dank bei Frau Br. und der 12. Klasse endete das diesjährige Weihnachtskonzert gegen 20.20 Uhr und alle konnten, stolz auf sich, nach Hause gehen.

Lisa (9a)

Die 8b mit dem Musikkurs 12

Wandertag nach Frankfurt

Wir, die Klasse 8c, trafen uns um 8.20 Uhr am Bahnhof Seelow. Manche kamen sogar früher. Um 8.31 Uhr kam auch schon der Zug und wir konnten nach Frankfurt (Oder) fahren. Als wir in Frankfurt ankamen, gingen wir zu der Touristeninfo, wo bereits ein Mann auf uns wartete. Er führte und ein wenig durch Frankfurt und zeigte uns ein paar Denkmäler, den Olympiapark, die Europa-Universität Viadrina und den Flutstein, der anzeigt, wie hoch die Oder 1997 gestiegen war.

Nach ungefähr einer Stunde war die Stadtführung vorbei und es war bereits 10.30 Uhr. Wir verabschiedeten uns und gingen weiter zur Stadtbibliothek Frankfurt. Wir begrüßten eine nette Bibliothekarin, mit der wir auch ein kleines Minispiel gespielt haben. Das Spiel hieß „Lüge und Wahrheit“. Und zwar musste jeder von uns eine Lüge und eine Wahrheit von sich erzählen und die anderen mussten raten, welches die Lüge und welches die Wahrheit war. Dieses Spiel passte zum Escape Room zum Thema „Fake News“, den die Bibliothekarin für uns vorbereitet hatte. Wir teilten uns in Zweiergruppen auf und bekamen Tablets, mit denen wir gespielt haben. Um 12 Uhr war die Zeit vorbei und wir bedankten und verabschiedeten uns von der Bibliothekarin.

Nun war es endlich soweit und wir gingen auf den Weihnachtsmarkt am Brunnenplatz. Wir hatten zwei Stunden Zeit, um uns auf dem Weihnachtsmarkt aufzuhalten. Unsere Eltern konnte sogar dafür unterschreiben, dass wir den Weihnachtsmarkt verlassen dürfen. Nach den zwei Stunden trafen wir uns um 14.30 Uhr am Brunnenplatz und gingen gemeinsam zum Bahnhof. Um 15.11 Uhr kam unser Zug auch an und nach ungefähr 20min waren wir wieder in Seelow und unser Wandertag war vorbei.

Meine Meinung zu dem Wandertag ist, dass er eigentlich ganz schön war. Am besten fand ich den Weihnachtsmarkt.

Alina (8c)

Aktionsreicher, „sportlicher“ und zugleich informativer Wandertag der 9. Klassen 

Am Morgen trafen wir uns um 8.10 Uhr am Bahnhof in Gusow. Zusammen mit den anderen 9. Klasse warteten wir dann auf den Zug, der gegen 8.30 Uhr ankam. Im Zug überbrückten wir die Zeit mit guten Gesprächen, dem einen oder anderen angehörten Lied oder schauten uns an, wie der Boden Schneeflocke für Schneeflocke immer weißer wurde. Eine gute Stunde später waren wir auch schon in Berlin Ostkreuz, wo wir uns bis zur Abfahrt der nächsten Bahn um 9.47 Uhr mit dem Lied „Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus…“ noch einmal an unser jüngeres Ich erinnerten, als dieses nach dem Aufstehen Schnee draußen erblickte. So verging die Zeit und wir fuhren für weitere 1,5 Stunden zum Potsdamer Hauptbahnhof, an dem wir gegen 10.50 Uhr auf Herrn Sb., die zweite Lehrkraft als Begleitung, trafen. Somit trennten sich alle 9. Klassen und wir zogen jeweils mit unseren Lehrern zur St. Nikolaikirche auf dem Alten Markt (germanische Siedlung), wo dann auch unsere Stadtführung stattfand. Zuerst erzählte uns dafür die Stadtführerin einige Informationen zu dieser Kirche, und zwar dass Karl Friedrich Schinkel, der 1841 starb, im Auftrag des Königs Friedrich Wilhelm III. 1826 mit den Planungen dieser begann. Weiter ging es zum Rathaus, auf dem man Atlas in Gold sehen kann, und danach zum Potsdamer Stadtschloss, das am 14. April 1945 durch einen Bombenangriff zerstört, aber später wiederaufgebaut wurde. In diesem befindet sich heute der Landtag, dessen Gelände wir betraten und uns unter dem Fortunaportal unterstellten und noch einige spannende Informationen sowohl zum Landtag bzw. Schloss als auch zum Fortunaportal erfuhren. Während einige von uns der Stadtführung aufgrund der vielen Informationen und der eisigen Temperaturen nicht mehr folgen konnten, versuchten die anderen wiederum trotz dieser Bedingungen standhaft zu bleiben und bewunderten, wie der Schnee sich von Minute zu Minute immer mehr in Regen und Matsch verwandelte. Nach dem Alten Markt liefen bzw. rutschten wir eher weiter Richtung Neuer Markt, der damals von dem Angriff nichts abbekam. Hier schauten wir uns das „Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte“ an, das heute ein Museum ist, allerdings damals als Stallgebäude für die Kutschenpferde diente. Vorbei am Filmpark Babelsberg begaben wir uns zum Schluss zum Nauener Tor, wobei wir am Weihnachtsmarkt vorbeiliefen und uns schon alle darauf freuten. Vor dem Holländischen Viertel endete die einstündige Stadtführung auch und wir liefen alle zum Weihnachtsmarkt, an dem wir einen Platz zum späteren Wiedertreffen ausmachten und uns dann in das „Abenteuer“ Weihnachtsmarkt stürzten. Neben gebrannten Mandeln und anderen Süßwaren war es auch einfach schön, mit seinen Freunden über den Markt zu schlendern und vielleicht doch in die dahinterliegende Buchhandlung einzubiegen.

Die zwei Stunden, die wir zur Verfügung hatten, vergingen wie im Flug und wir trafen uns langsam alle wieder am vereinbarten Treffpunkt. Gemeinsam begaben wir uns zu einem nicht weit entfernten weiteren Weihnachtsmarkt, auf dem viele von unseren Blogwettbewerbsgewinnen auf das Riesenrad wollten. Während drei von uns unten blieben, genossen die anderen die Aussicht in der wackeligen Gondel. Danach ging es zurück zum Bahnhof, an dem wir über eine Stunde auf unsere S-Bahn warten mussten. In dieser Zeit begegnete uns eine verkleidete Frau, die für ein Lächeln Schokoladentaler verteilte. Dadurch verging noch einmal viel Zeit und als dann aber plötzlich eine S-Bahn kam, sprang die Hälfte der Klasse in diese Bahn und bevor man sich versah, schlossen sich die Türen und wir waren getrennt. Sie fuhren jedoch nicht ohne Lehrer, sondern mit der b und c. Die Übriggebliebenen inklusive Frau Bu. rannten dann zu einem anderen Gleis, das sich aber als das falsche herausstellte. Also gingen wir weiter und nahmen dann einen Zug nach Berlin Ostkreuz. Während die eine Hälfte sich noch in der Bahn befand, so war die andere bereits in Lichtenberg. Diese begaben sich dann mit den anderen 9. Klassen zum Zug nach Hause, während wir drei Minuten hatten, um das Gleis und die Bahn Richtung Lichtenberg zu wechseln. Die Bahn fuhr und die Aufregung, ob wir, die Übriggebliebenen, die Bahn nach Hause überhaupt noch schaffen, stieg von Minute zu Minute. Als wir mit etwas Verspätung dann in Lichtenberg ankamen, blieben uns noch sechs Minuten und natürlich stand die Bahn am Ende des Gleises. Also sprinteten wir so schnell, wie wir im Sportunterricht noch nie gerannt sind, und fielen vor Erschöpfung fast in den Zug. Als die anderen, die nicht gerannt, sondern doch gelaufen sind, auch im Zug eintrafen, war die Erleichterung groß. Wie das Schicksal es so wollte, durften wir dann auch noch die komplette Fahrt Richtung Gusow stehen, was sich bei dieser Beinarbeit natürlich sehr angenehm anfühlte. In Gusow angekommen, erwartete uns eine vollkommen weiße Landschaft und nach dem einen oder anderen geworfenen Schneeball und der Verabschiedung durften alle gegen 17.30 Uhr nach Hause, um sich dann erstmal zu erholen.

Lisa (9a)

Vorlesewettbewerb der 7. Klassen

Im Halbfinale haben Hanna und Merlin (7a), Josie und Emma (7b) sowie Magda und Moritz (7c) selbstgewählte Bücher vorgestellt und ihre Textstellen vorgetragen. Unterstützt vom LK11 Deutsch stimmten alle Schüler und Schülerinnen der 7. Jahrgangsstufe anhand einheitlicher Kriterien über die Qualität der Lesevorträge ab. Diese Stimmen wurden gegenüber der Wertung der Lehrerinnenjury mit 50% gewichtet. Nach dieser Vorrunde haben sich drei Vorlesende durchgesetzt und einen ihnen unbekannten Text aus dem Jugendroman „Nennt mich nicht Ismael“ vorgetragen.

Wir gratulieren Josie (7b) zum ersten Platz, man hätte nicht erraten können, welchen der beiden Texte sie bereits kannte und welche Textpassage ihr unbekannt war, weil Betonung und Lesefluss in beiden Fällen beeindruckend gewesen sind. Moritz (7c) beglückwünschen wir zum 2. Platz des Vorlesewettbewerbs, besonders die Intonation des selbstgewählten Buches mit der auch stimmlich abwechslungsreichen Gestaltung der direkten Rede wird uns in Erinnerung bleiben. (An dieser Stelle darf gern überlegt werden, wie wir selbst die Stimme einer Ratte vortragen würden.) Hanna (7a) hat Platz 3 belegt, herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg! Der ersten Begegnung der Hauptfigur deines eigenen Buches mit dem Gespenst zu lauschen war unheimlich unterhaltsam, im wahrsten Sinne des Wortes.

Di

Tag der offenen Tür

Am Morgen trafen sich Schüler:innen und Lehrer:innen in den Räumen, in denen sie etwas zum Tag der offenen Tür beitragen wollten und bereiteten ggf. etwas dafür vor. Um 8.30 Uhr startete währenddessen der Auftakt des ersten Durchlaufs in der Cafeteria, der bis 8.55 Uhr ging. (Der zweite Durchlauf begann um 9.30 Uhr und der dritte um 10.30 Uhr.) Danach liefen diese Schüler:innen in die Turnhalle, während in der Cafeteria noch Fragen der Eltern beantwortet wurden. In der Turnhalle stellte Herr We. durch einladende Aktivität den Fachbereich Sport vor und es erwartete sie neben laufender Musik für die gute Laune auch viele aufgebaute Netze für Volleyball und Badminton, Tischtennisplatten, Basketbälle und allgemein für die Fitness Seile und Matten. Gute 35 sportliche Minuten später durften die Schüler:innen zusammen mit den Hostessen die einzelnen Räume, in denen ihnen ein paar weitere Fächer vorgestellt wurden, besichtigen. Hierfür bot Herr Mt. eine Kombination aus Maurern und Bügeln (Enkaustik), die schon von den alten Ägyptern mithilfe von Wachs angewandt wurde, im Kunstraum (013) an. Ein paar Etagen weiter oben (Raum 200) brachte Frau Zue. den Schüler:innen die zweite Fremdsprache Russisch etwas näher, indem sie ihre Namen in kyrillischen Buchstaben auf bunte Zettel schreiben durften, diese dann laminiert wurden und sie diese dann als Lesezeichen mitnehmen konnten. Herr Se., der im Raum 303 zu finden war, stellte das Fach Bio mithilfe eines Bio-Kahoots (eine Art Quiz zu Bio) vor, während im Raum 401 Frau Br. Probeunterricht im Fach Musik gab. Zusammen sangen sie zwei Lieder mit Klangstäben als Begleitung und durften zwischen Rhythmus und Gauner-Rhythmical wählen, wobei sich die meisten, laut Frau Br., wohl für den Rhythmus entschieden hätten. Herr Ge., den man im Raum 402 fand, machte Experimente, zu denen die Zaubertinte, der Kupferbaum, der Funkenregen und der Nachweis von Säuren mit Rotkohl gehörten. Nicht weit vom Chemieraum war unser Physikraum (405), in dem Herr Sb. Physik als Fach vorstellte und zeigte, wie bestimmte Bewegungsabläufe auf dem Tablet funktionieren und man mit diesem auch auswerten kann. Auf derselben Etage brachte Herr Rc. (409) den Neuen die zweite Fremdsprache Französisch etwas näher, indem er Probeunterricht anbot und die französische Sprache durch ein Quiz, Sprachspiele, ein Lied und einige Vokabeln etwas interessanter machte. Der letzte Raum, der von den Schüler:innen besucht werden konnte, auch wenn sie insgesamt nur drei der genannten Räume für jeweils 25 Minuten besichtigten, war 506, in dem Frau Di. und Frau Wa. die Arbeitsformen, aber auch Apps, der iPads vorstellten. Hierfür lagen iPads auf den Tischen, mit denen sie zuerst Umfragen durchführten und somit auch ihre Gefühle und Erwartungen, die mit dem später folgenden Schulwechsel verbunden sind, ausdrücken konnten. Danach folgte eine kleine Vorstellungsrunde und zum Schluss ein Kahoot zum Allgemeinwissen. 

Während die Schüler:innen also damit beschäftigt waren, zu erfahren, was es an unserer Schule so für Fächer gibt, wie sie aufgebaut sind und wie iPads unseren digitalen Schulalltag erleichtern, gestalten bzw. begleiten, erfuhren die Eltern währenddessen in den verschiedenen Räumen ebenfalls etwas zu den Fächern. Dafür fanden sie im selben Gebäude, nur eine Etage weiter oben, im Raum 501 Frau Ba., die den Fachbereich Erkunde vorstellte. Direkt daneben befand sich Herr Be., der für die dritte angebotene Fremdsprache Latein ab Klasse 9 als WP zuständig war. Wie auch Frau Ba. beantwortete er Fragen der Eltern, erklärte zudem aber noch die Bedeutung und eventuelle Wichtigkeit des Latinums, das man nach drei Jahren Latein an unserer Schule ausgehändigt bekommt, und auch was dieses Fach beinhaltet. Insbesondere geht es im Lateinunterricht um die Horizonterweiterung und die Frauen der Antike, Caesar, in der Oberstufe um die römische Philosophie, die Sprach-/Kulturausbildung, Arbeit mit Texten und besonders auch um den Aufbau der Sprache, was sehr hilfreich bei der eigenen deutschen Sprache ist. Während im Raum daneben Herr Bn. und Herr Lu. den Eltern die Verwendung der iPads vorstellten, traf man im Raum 508 auf Frau Ru., Frau Bu. und Herrn Kr., die sich um die Vorstellung der Fächer Deutsch, LER und Religion kümmerten. Neben Mathe und Bio (203), die von Frau Frau Lue. und Frau Mr. vorgestellt wurden, bot der letzte Raum (115), in dem man Frau Ko. und Frau Ky. fand, eine allgemeine Einführung in den Bereich Fremdsprachen, die Vorstellung der Medien, die uns zur Verfügung stehen und auch ggf. Literaturempfehlungen. 

Zum Schluss konnten alle noch dem leckeren Duft des Essens folgen, etwas Geld für den Abiball dalassen und auch die Sani-AG im Raum 410 besuchen, dort einmal am Glücksrad, auf dem sich die Begriffe Theorie, Praxis, Zusatzfragen und Scherzfragen, zu denen Aufgaben bzw. Fragen gestellt wurden, drehen und eine Kleinigkeit gewinnen. So endete gegen 13.00 Uhr auch der Tag der offenen Tür und neben zufriedenen Schüler:innen und Lehrer:innen konnten wir bestimmt sowohl den Eltern als auch den 6.-Klässler:innen bei der künftigen Schulwahl helfen und sie von unserer Schule begeistern.

Lisa (9a)

Vorlesetag in der Kita

In der Kita „Märchenland“

Am heutigen Tag, den 16. November, waren wir im Kindergarten. Wir wurden in zwei Gruppen geteilt und meine Gruppe und ich waren in der Kita „Märchenland“. Aber warum waren wir in der Kita? Wie manche vielleicht gehört haben, gab es den Bundesweiten Vorlesetag und wir durften daran teilnehmen. Als wir ankamen, wurden wir freundlich begrüßt und zu den einzelnen Gruppen der Kinder gebracht. Es gab Gruppen von Kindern die 3-6 Jahre alt waren. Mein Lesepartner und ich lasen erst den Kleinsten, also den Dreijährigen vor. Unser Buch „Das Grüffelokind“ hat ihnen sehr gefallen, denn sie hörten aufmerksam und gern zu. Im Nachhinein stellten wir ihnen noch Fragen zum Buch, die sie freudig beantworteten. Wir durften nach der „jungen“ Gruppe den älteren noch unser Buch vorstellen, ihnen hat das Buch ebenso gefallen und die Fragen beantworteten sie auch gern. Danach machten wir uns auch schon wieder auf den Weg in die Schule, wo wir unsere Erlebnisse des Tages teilten. Es kamen viele lustige Geschichten dabei raus, einige haben sich dort wohler als in der Schule gefühlt, haben Komplimente bekommen und wurden von den Kindern bewundert, andere erzählten davon, dass sie sich echt zusammenreißen mussten nicht zu lachen auf Grund mancher Taten von Kindern. Aber warum haben wir diesen Tag von uns aus gemacht? Der Gedanke, dass die Kinder daraus etwas lernen, sich weiterbilden, einen schönen Tag haben und wir uns auch etwas „entspannen“ können hat uns dazu gebracht. Mir hat dieser Tag eine wirkliche Freude bereitet, denn die Kinder hörten mit solch einer Begeisterung zu und dadurch fühlte man sich wohl. Ich würde dies nächstes Jahr auch gerne wieder tun und finde, dass der Bundesweite Vorlesetag etwas sehr Schönes für die Zuhörer als auch für die Lesenden ist.

Pauline

Heute waren wir in der Kita „Max und Moritz“ in Seelow.  Diesen Tag haben wir dafür genutzt, um nicht nur uns Schülern eine Ablenkung von dem Schultag zu geben, sondern auch, um den Kindern beizubringen sich zu konzentrieren, zuzuhören und sich in Fantasien zu versetzen. Außerdem erweitern die Kinder somit ihren Wortschatz und entwickeln Empathie. Nachdem wir uns um 9:35 an der Schule getroffen haben, sind wir von dort aus gemeinsam  zur Kita gelaufen. Als  wir angekommen sind, wurden wir herzlich von den Kitakindern  empfangen. Unsere schon zuvor eingeteilten Gruppen haben sich dann anschließend in die verschiedenen Räume aufgeteilt und unsere erste Kindergruppe zugewiesen bekommen. Dort haben wir  dann unsere Bücher vorgestellt und passende Fragen  für die Kinder vorbereitet, sodass sie die Motivation steigt, uns zuzuhören. Meistens wurde im Abstand von circa fünfzehn  bis zwanzig Minuten  gewechselt, um so vielen Kindern wie möglich unsere Geschichten zu präsentieren. Die Kinder  waren sehr aufgeweckt, haben uns oft mit privaten Geschichten zum Lachen gebracht und haben sehr den Körperkontakt gesucht. Insgesamt waren die meisten Kitakinder sehr aufgeschlossen und konnten uns alle Fragen beantworten. Als wir fertig waren, wurden wir mit einem wunderschönen Lied verabschiedet und es wurde sich zusätzlich noch herzlich bedankt, dass wir dort waren. Ich fand die Stunden im Kindergarten sehr schön und würde es gerne wiederholen. 

Laney

Zuerst trafen wir uns bei den Fahrradständern und teilten uns in die vorher zusammengestellten zwei Gruppen. Ich war in der Gruppe, die zur Kita Max und Moritz ging. Ich wollte unbedingt dorthin, weil ich dort früher immer war. Nach  zehn Minuten Laufen kamen wir auch an. Wir gingen rein und sahen alle Kinder  an einem großen Tisch sitzen, an den ich mich auch noch erinnern konnte. Wir wurden je nachdem, welches Buch wir hatten, in die verschiedenen Räume geschickt. Nach ein paar Minuten kamen circa acht der Vorschulkinder zu uns und haben sich auf ein paar Matten gelegt. Nachdem die Erzieherin dazukam und die Kinder beruhigte, fingen wir, Isabel und ich, an zu lesen. Wir hatten uns das Buch „Der Grüffelo“ ausgesucht. Als wir fertig waren, stellten wir noch ein paar Fragen. Das wiederholten wir dreimal. Es war sehr lustig, da sich die Kinder mit ganz viel Fantasie viele lustige Sachen ausgedacht haben.

Henning

Zuerst trafen wir uns vor dem Hauptgebäude. Dann kontrollierten wir die Anwesenheit und gingen zur Kita. Nach nur zehn Minuten waren wir angekommen. Der Hausmeister öffnete uns die Tür und wir gingen hoch. Wir wurden von den kleinen (wenn auch komplett übermüdet) herzlich begrüßt . Die Erzieherin Ina teilte mich und Luana in eine Altersgruppe ein, die passend zu unserem Buch war. Es war die Füchsegruppe für eine Altersklasse von 2 bis 3. Wir lasen den Kleinen aus unserem Buch vor. Die Stühle, die wir dafür erhielten, waren sehr klein. Die Kleinen hörten uns teils gelangweilt, teils müde, teils schlafend und teils sehr aufgeregt zu. Wir hatten den beiden Gruppen unser Buch vorgelesen und waren fertig mit unserem Teil. Sie sangen erst in der kleinen Gruppe und dann vor allen ein Lied für uns. Es war eine interessante Stunde für uns. Leider haben Luana und ich unser Eis nicht bekommen, welches uns ein Erzieher anbat. Vor der Kita machten wir dann noch ein Foto und gingen wieder zurück. Aus meiner Sicht war es interessant, weil man auch mal ein etwas anderes Publikum beim Lesen hatte. Für die Kinder war es bestimmt ein schönes und lehrreiches Ereignis, bei dem sie hoffentlich auch ihren Wortschatz erweitern konnten. Unvergesslich wird für mich der kleine Junge bleiben, der es interessant fand, unsere Füße anzufassen und die 3-4 Mädchen, die während unserer Vorlesung eingeschlafen sind.

Tony

Heute waren wir, die Klasse 9b, im Kindergarten. Die Schüler, die in der Kita Max und Moritz waren, gingen heute auch dorthin zum Vorlesen. Die anderen Schüler besuchten die Kita Märchenland. Ich und meine Gruppe liefen also zusammen mit Frau Wa. zur Kita Max und Moritz, um dort vom Hausmeister die Tür geöffnet zu bekommen. Wir liefen die Treppen hoch und wurden von vielen kleinen Kindern begrüßt, die an kleinen Tischen saßen. Generell war dort alles sehr klein. Danach wurden wir in verschiedene Räume aufgeteilt und sollten dort auf die erste Kindergruppe warten. Keine 5 Minuten später kamen auch schon die Ersten. Wir saßen in einer Kuschelecke direkt mit den Kindern zusammen. Also begannen wir das Buch vorzulesen und zeigten jedes Mal die Seiten hoch, dass die Kleinen die Bilder anschauen konnten und anschließend fragten wir sie ein paar Fragen über das Buch und haben danach über alles mögliche erzählt. Am Ende haben sie uns zusammen noch ein Lied vorgesungen.

Durch das Vorlesen bekamen wir Abwechslung in unserem Alltag voll mit lernen und konnten den Kindern auch mal etwas Anderes bieten. Ich habe mich dort sehr wohlgefühlt und wir wurden auch herzlich begrüßt und verabschiedet. Die Kinder haben zu uns aufgesehen und uns bewundert, das haben sie uns auch freudig mitgeteilt, auch die Kindergärtner haben uns erkannt. Ich fand diesen Tag sehr schön und auch sehr erfahrungsreich und ich würde diesen Tag sehr gerne nächstes Jahr wiederholen.

Jakob

Wir sind zur Kita Max und Moritz gelaufen und wurden dort verschiedenen Gruppen zugeteilt, denen wir dann ein von uns ausgewähltes Buch vorlesen mussten. Am Ende der Vorlesung haben wir den Kindern Fragen gestellt, die sie beantworten konnten und uns dann noch viele schöne Geschichten erzählt haben. Wir haben daran teilgenommen, weil wir dann auch mal Abwechslung vom Unterricht haben und dass wir uns nochmal an die alten Zeiten erinnern konnten. Ich finde, dass der Tag mir sehr viel Spaß gemacht hat und sehr lustig war. Es war auch mal was anderes, als den ganzen Tag nur zu lernen und aufpassen zu müssen. Ich hoffe, dass die Kinder sich darüber gefreut haben, dass wir ihnen etwas vorgelesen haben.

Fabian

Heute sind wir als Klasse zum Vorlesen in eine Kita gegangen. Es gab als Auswahl Kita Märchenland und Kita Max und Moritz.  Ungefähr um 9:35 haben wir uns vor der Schule getroffen, haben die Anwesenheit kontrolliert und sind zu unseren zugeteilten Kitas gelaufen. Ich war in der Kita Märchenland, wir sind da angekommen und wurden sehr freundlich begrüßt. Dann wurden wir alle in Gruppen eingeteilt. Ich war zuerst in einer kleinen Gruppe zum Vorlesen, die Kinder haben recht gut zugehört und konnten uns folgen, aber sie waren sehr schüchtern, das hat man gemerkt. Dann haben wir gewartet, bis wir in eine andere Gruppe zugeteilt wurden. Dort war es genauso, nur dass wir bei älteren Kinder waren und die uns mehr zugehört haben. Danach sind wir ungefähr um 11 Uhr wieder losgegangen.

Wir haben an diesem Vorlesetag teilgenommen, weil es für uns eine sehr gute Abwechslung war, da wir sonst in der Schule nur sitzen würden und zuhören müssten. Es war aber auch für die Kinder gut, weil sie vermutlich selten etwas vorgelesen bekommen und eher nur online etwas konsumieren oder durch die Eltern.

Ein sehr lustiges Ereignis war z.B., als ein Kind sich bewegt hat und das aus Versehen mit dem Kopf gegen den Schrank gestoßen ist. Und wir nicht mehr aufhören könnten zu lachen und eine kurze Pause brauchten. Der heutige Tag war sehr abwechslungsreich ich finde es toll, Kindern etwas vorzulesen, obwohl sie ziemlich klein waren und es dadurch schwer war für sie mitzukommen und sich zu konzentrieren und sie es dadurch nicht geschafft haben, Fragen zu beantworten oder einfach zu nervös waren. Trotzdem war es ein schönes Erlebnis, das ich gerne wieder machen würde.

Zoe

Wir waren heute in der Kita Max und Moritz, als wir in der Kita angekommen sind, saßen alle Kinder noch am Tisch und haben getrunken, danach haben die Erzieher die Kinder in Gruppen aufgeteilt und immer zwei Schüler haben vor sechs oder mehr Kindern vorgelesen und am Ende Fragen gestellt. Wir hatten viel Spaß und ich denke, die Kinder fanden es auch sehr schön. Wir haben daran aus verschiedenen Gründen teilgenommen, da es eine Abwechslung von einem Schulalltag ist, es auch ein schönes Gefühl ist, wenn man ein aufmerksames Publikum hat, das Lesen auch eine Förderung der Fantasie ist statt nur digitalen Umgang zu haben. Ebenfalls ist es auch eine Stärkung unserer Sozialkompetenz und eine Leseübung für die Betonung. Dabei lernen auch die Kitakinder zuzuhören, Konzentration, Erweiterung des Wortschatzes, Satzbau, sie erkennen auch die Lehre und erlernen Empathie. Es war lustig, dass die Kinder immer näher gekommen sind und einen auch angefasst haben. Ich fand den Tag sehr schön, da es eine schöne Erfahrung war und es auch schön war zu sehen, dass sich manche Kinder darüber gefreut haben.

Rommie

Der Jüdische Abend im „Schweizerhaus“

Nach vielen Tagen der Aufregung und einigen Wochen der Vorbereitung stand am heutigen Tag, den 10. November 2023, nun der Jüdische Abend an, auf den sich sowohl wir, die 12 Mädchen der Klasse 9a, als auch die Gäste freuten. Das Programm wurde zusammen mit Frau Bu. und Frau Di. erstellt und dann gemeinsam mit dem Heimatverein „Schweizerhaus“ e.V. organisiert. Während viele von uns am Freitag noch dem Unterricht folgten, bereitete das Cateringteam, bestehend aus Vanessa, Isabell und Abby, das koschere Essen für den heutigen Abend vor. Die Zeit verging und neben einer vorletzten Probe im LER-Unterricht und der einen oder anderen Verbesserung bzw. einem Hinweis rückte auch die Abendveranstaltung immer näher. Einige von uns fuhren direkt zum „Schweizerhaus“ und schauten sich das ganze Gelände, beispielsweise das „Goethehaus“, und auch die Ausstellung im Obergeschoss an, die einen nochmal mehr an die schreckliche NS-Zeit erinnern ließ. Eine gute Stunde später, also gegen 15.00 Uhr, kamen auch schon alle, die etwas vorbereitet haben, am „Schweizerhaus“ an.

Nach ein paar Absprachen, Soundchecks, da Annabelle und Isabel, die unsere Klasse aus der 9b unterstütze, den heutigen Abend mit ihrem musikalischen Können verschönerten, und dem Verteilen der Flyer und meiner Gedichte auf den Tischen, startete auch schon gegen 16.00 Uhr die Generalprobe. Danach ging jeder nochmal seinen Text bzw. das durch, was sie vorstellen wollten, und Annabelle brachte durch das Lied „Ich fühl‘ mich Disco“ noch einmal gute Laune in den Saal und lockerte so bei vielen die angespannte, aber auch aufgeregte Stimmung. Die Zeit verstrich und während einige von uns noch, um sich zu beruhigen, an die frische Luft gingen, trafen währenddessen auch schon die Gäste ein. Neben vielen Lehrern, Frau Dg. und Frau Wp., die mal an unserer Schule gearbeitet haben, nun aber schon in ihrem wohlverdienten Ruhestand sind, erblickten wir auch sehr viele weitere Gäste. Um genau zu sein sogar so viele, dass noch zusätzliche Stühle dazugestellt werden mussten. Während sich der Saal nun also immer weiter füllte, stieg aber auch bei uns, den Beteiligten, die Vorfreude und Aufregung auf die kommende Stunde. Nach einem kurzen Innehalten und Durchatmen betrat auch schon, nachdem Frau Krüger vom Heimatverein diesen Abend eröffnet hatte, Vanessa, die Moderatorin des Abends, die Bühne:

„Sehr geehrte Gäste, wir, die Klasse 9a des Gymnasiums auf den Seelower Höhen und der Heimatverein „Schweizerhaus Seelow“ e.V., begrüßen Sie herzlich zum Jüdischen Abend im Rahmen der Woche des jüdischen Lebens in Seelow. Nach Richard Weizsäcker ‚Verlängert das Vergessen[…] das Exil und das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung‘“.

Nach dieser Begrüßung erläuterte Vanessa den Gästen, wie wir in Form von poetischen Texten, Gesang mit Keyboardbegleitung, eines Rollenspiels von einigen aus der Klasse, eines Friedensgebets, eines Lesevortrages eines Romanauszugs von „Der Junge auf der Holzkiste“ und der Vorstellung des Lebenslaufs von Hugo Simon an die Opfer, besonders die Juden, und die schreckliche Zeit des NS zurückerinnern bzw. diese geschändeten Menschen ehren wollen. Vor allem denken wir dabei auch an die derzeitigen Kriege, an die dadurch gefallenen Menschen, zerstörten Häuser und getrennten Familien. Zunächst stellte ich dafür mein selbstgeschriebenes Gedicht „Die friedliche, musikalische Stille“ über die Bedeutung und Wirkung von Musik vor. Passend dazu verzauberten Annabelle mit ihrem Gesang und Isabel mit ihrer Keyboardbegleitung mit dem Lied „Wozu sind Kriege da?“ von Udo Lindenberg den Saal. Mit diesem Lied wurden insbesondere die Kriege angesprochen, denn es gibt leider einfach nicht überall auf der Welt Frieden, doch was bedeutet es eigentlich, in Frieden zu leben? Diese Frage klärte das Friedensgebet, das anschließend vorgelesen wurde: „[…], dass ich liebe, wo man hasst; dass ich verzeihe, wo man beleidigt; dass ich verbinde, wo Streit ist; dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist; […] nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe. Denn wer sich hingibt, der empfängt; wer sich vergisst, der findet; wer verzeiht, dem wird verziehen; […].“ (zugeschrieben dem heiligen Franz Assisi).

Einen kräftigen Applaus später stellten auch schon Anna, Alexandra, die am heutigen Abend nicht anwesend war, Hanna, Hargun und Abby ihr Rollenspiel, das auf einer wahren Geschichte beruht und das sie eigenständig anhand von Quellenmaterial und Zeitzeugenberichten der Hauptfigur „Teofilia Silering“, auch „Toska“ genannt, erarbeitet hatten, vor. Dieses Rollenspiel war durch seine Ernsthaftigkeit sehr berührend, da eine vermeintlich friedliche Familie, deren Kinder ein gutes Gymnasium besuchten, plötzlich Armbänder tragen mussten, um als Juden gekennzeichnet und nicht erschossen zu werden. Im späteren Verlauf werden sie deportiert und für immer voneinander getrennt. Toska musste nun für einige Zeit für Oskar Schindler arbeiten, bevor sie dann Richtung Ende von Gina Korczak, von alten Freunden ihrer Familie, aufgenommen wird und sie nach schwerem Schicksalsschlag wieder das Gefühl von Wertschätzung erhielt. Nach dieser sehr mitreißenden Geschichte von Teofilia, bei der sich die Menschen am Ende gegenseitig halfen, folgte passend dazu die musikalische Abwechslung von Annabelle und Isabel mit dem Lied „People help the People“ von Birdy, welches sie so authentisch und mit sehr viel Gefühl rüberbrachten, sodass bei einigen dann doch das ein oder andere Tränchen floss. Im Anschluss danach begeisterte Neele die Gäste mit einem Romanauszug von Leon Leyson, der ebenfalls in Oskar Schindlers Fabrik Arbeit verrichten musste, allerdings seine Erfahrungen in den autobiographischen Roman „Der Junge auf der Holzkiste“ schrieb.

Da der Jüdische Abend auch in den Simonischen Anlagen, die bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 Hugo Simon gehört hatten, stattfand, stellten nun Zoe und Emely den Lebenslauf dieses besagten Mannes vor. Man könnte nach diesem Vortrag schlussfolgern, dass dieser jüdische Bankier im Grunde hauptsächlich auf der Flucht war. Nun stellt sich aber nach diesen ganzen geschichtlichen Informationen auch die Frage, wieso wir eigentlich hier sind? Dies beantwortete mein zweites und somit letztes Gedicht des heutigen Abends, dessen Titel den Namen „Warum wir heute hier sind“ trug. Im Anschluss betrat wieder Annabelle die Bühne und sang das Lied „Was würdest du tun?“ von Bibi und Tina 4. Richtung Ende dieses Liedes gesellten sich alle Beteiligten zu ihr und wir sangen die letzten Zeilen alle gemeinsam. Mit der Frage „Was würdest du tun?“ verließen wir zusammen nach einem kräftigen Applaus die Bühne, regten alle dazu an, sich beim Essen über die Themen zu unterhalten, und Frau Krüger vom Heimatverein betrat sie wieder. Sie bedankte sich bei allen und verkündete, dass wir von der HBS Schuckar GmbH eine Spende von 50€ erhalten würden, worüber wir uns natürlich sehr freuten. Auch nach dieser Verkündung war dieser Abend noch nicht vorbei, denn es bildete sich nach und nach eine Schlange zum koscheren Essen, welches die Drei mit viel Liebe zubereiteten; zur Auswahl standen: (vegane) Falafeln, Rugelach, Humus mit Baguette, Pestorollen und Knishes, welche bei allen Gästen für große Begeisterung sorgten. Alle von uns stellten sich hinter die Tische mit Essen und schauten gespannt zu, wie sich das Spendenglas immer mehr mit Geld füllte und alle sich mit Begeisterung am koscheren Essen bedienten und ggf. nachfragten, woraufhin sie von denen, die sich darum kümmerten, sehr genaue Antworten erhielten. So ließen alle bei guter Stimmung, Atmosphäre und Gesprächen diesen – ich denke mal – unvergesslichen Abend ausklingen.

Neben der ein oder anderen guten Noten, die wir durch unser Engagement erhielten, und die vielen eingenommenen Gelder bzw. Spenden für unsere Klassenkasse, wurde sowohl uns als auch den Gästen klar, wie schrecklich und menschenverachtend die Zeit um 1933 bis 1945 für die Juden eigentlich war. Durch unser Interesse, das wir in der zusätzlichen Geschichtsstunde am Mittwoch, ebenfalls in der Woche des jüdischen Lebens in Seelow, bezüglich der Judenverfolgung zeigten, erfuhren wir, wie es eigentlich zu dieser Verfolgung kam und weshalb die Reichspogromnacht, die am 09. auf den 10.11.1938 war, auch noch heute ein festes Datum in den historischen Kalendern trägt. Aufgrund dieser Informationen konnten wir uns vorab schon einmal auf den Jüdischen Abend einstimmen und uns in diese Problematik etwas mehr hineinführen lassen, um so unsere aufgeschriebenen Gedanken und/oder gesungenen Lieder wirkungsvoller und zugleich berührender allen anwesenden im Saal näherzubringen.

Ich denke, dass ich mich im Namen aller für die vielen Spendengelder von den Gästen und auch der HBS Schuckar GmbH, beim Heimatverein selbst und natürlich bei Frau Di. und Frau Bu. sehr für diesen tollen Abend, der bei weitem mehr als nur ein Auftritt vor Publikum war, bedanken kann.

Lisa (9a)

Am 09.11.23 hatten wir, die Klasse 9c, in Begleitung mit drei Lehrkräften ein jüdisches Projekt mit der Stadt Seelow. Wir trafen uns versammelt in Seelow auf dem Puschkinplatz, wo wir eine kurze Einweisung zu den zwei Stunden von Robert Nitz, dem Seelower Bürgermeister, erhielten. Anschließend teilten wir uns in drei verschiedene Gruppen auf, welche dann zu unterschiedlichen Orten in Seelow gefahren oder gelaufen sind, um die vorhandenen Stolpersteine wieder glänzend zu putzen.

Dort angekommen begannen wir sofort mit unterschiedlichen Reinigungsmitteln wie z.B. Essig und Backpulver oder Elsterglanz die Ehrenmäler zu säubern. Nach kurzer Zeit und langem Schrubben sah man, dass sich der Dreck von den Stolpersteinen leicht löste. Weiterer kräftiger Müheaufwand und die Stolpersteine nahmen ihre goldene Ursprungsfarbe langsam wieder an. Eine der drei Gruppen, welche sich am Schweizerhaus bemühte, nahm die übrige Zeit nach dem gründlichen Putzen, um einen Spaziergang durch die Seelower Wälder zu unternehmen, wo sie unter anderem alte Lager, Bienenstöcke oder Hundezwinger aus der NS-Zeit entdecken konnten.

Zum Abschluss der beiden Stunden betrachteten wir noch einmal unsere geputzten Stolpersteine und gaben unseren selbstbemalten Steinen neben den geputzten Ehrenmälern einen besonderen Platz, um ein großes Gedenken an die deportierten und vernichteten Seelower Juden anzuregen. 

John (9c)

Märkische Oderzeitung vom 10. November 2023