So war die Planung: Zuerst wollten wir mit einem Einstiegslied beginnen, um die Aufmerksamkeit der Kinder zu erhaschen. Dann schickten Mutter und Vater Hänsel und Gretel mit Brot los. Im Wald angekommen hatten sich Hänsel und Gretel aber verlaufen und wussten nicht mehr, wie sie nach Hause kommen sollten. Zum Glück hatte Hänsel Brotkrümel auf dem Weg hinterlassen, aber dieser böse Rabe hatte so einen Hunger, dass er sie alle aufgefressen hatte. Nun wussten sie wirklich nicht mehr, wo lang sie gehen sollten. Auf der Suche nach dem richtigen Weg trafen sie auf Rotkäppchen, die Blumen pflückte und auf dem Weg zur Großmutter war. Sie kannten sich und unterhielten sich kurz. Rotkäppchen bat ihnen ihre Hilfe an, da sie sich bestens im Wald auskennt. Doch dann waren sie auf einmal am Pfefferkuchenhaus der bösen Hexe. Die Süßigkeiten (aus Papier mit Symbolen darauf), die auf dem Boden lagen, sahen so lecker aus und trotz Rotkäppchens Warnung, konnten Hänsel und Gretel und dann auch hoffentlich die Kinder nicht widerstehen. Die Hexe kam und nahm sie alle fest und freute sich, dass sie diesmal genug zu essen hatte. Doch Rotkäppchen konnte so gut verhandeln, dass sich die Hexe auf ein Spiel einließ. Wenn die Kinder die richtigen Süßigkeiten heraussuchen und dann den Tanz nach tanzen könnten, sollten sie wieder freikommen. Zu dem Tanz wollten Jamie und ich Musik machen.
Nachdem die Hexe besiegt wurde, gingen Hänsel und Gretel weiter und bemerkten aber schnell, dass sie immer noch nicht wussten, wo sie lang gehen sollten. Rotkäppchen schwärmte die ganze Zeit so sehr über den Kuchen ihrer Großmutter, dass sie dort als Nächstes hinwollte. Hänsel und Gretel waren so hungrig, dass auch sie Kuchen essen wollten, deswegen machte sich die Bande auf den Weg zur Großmutter und würden mit musikalischer Unterstützung von Jamie und mir, „Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald …“ singen. Um den richtigen Weg zu finden, mussten die Kinder, auf dem Weg Bilder finden, um zu bestimmen, wo sie als Nächstes hinsollten. Angekommen bei dem Haus der Großmutter fragte Rotkäppchen ihre im Bett schlafende Oma, warum sie so große Ohren, Augen, Hände und so einen großen Mund hätte. Aber es war nicht ihre Großmutter. Nein, es war der böse Wolf, der sie alle fressen wollte. Deswegen sollten sich die Kinder schnell verstecken, um nicht vom Wolf gefunden zu werden. Hoffentlich würden die Kinder nicht in den Wald rennen, wo sie dann keiner mehr findet. Aber der Wolf wird so gut sein und sie alle finden, deswegen werden die Kinder Hilfe vom Jäger brauchen. Durch das Spiel „Eine Tasse Tee“ kamen der Jäger und die Kinder zum Wolf. (Spiel: Der Wolf dreht sich langsam im Kreis und sobald er die Kinder und den Jäger anguckt, müssen sie ganz still stehen und sich nicht bewegen, sonst sind sie raus). Der Jäger hatte den Wolf als erstes berührt und deswegen rannte der Wolf vor den Kindern weg, welche ihn hoffentlich fangen würden. Danach ist das Spiel vorbei und somit auch die Geschichte, weil Hänsel und Gretel zu Hause sicher ankamen. Jamie und ich sollten dann noch ein Schlusslied spielen und danach ist es vorbei.
Das war der Plan und als Erzähler sollte Matti den Kindern diese Geschichte erzählen, wobei Amelia, Mattes, Nele, Lea, Judy, Julian und Anton Sprechdialoge hatten. Die Voraussetzung war schönes Wetter, da alles in der Natur stattfinden sollte. Doch leider habe ich mir meinen Fuß gebrochen und konnte somit nicht mehr Geige oder Klarinette vor den Kindern spielen. Deshalb blieb mir nichts anderes übrig, als auf dem e-Piano Lieder vorzuspielen. Und was ist natürlich passiert? Es hat geregnet und gewittert, als wir es vorstellen wollten. Wir wollten die Kinder der Kita Arche Noah nicht in den Regen schicken, deswegen mussten wir mit dem Vorstellungsort improvisieren und es notgedrungen alles in der Cafeteria machen. So haben wir die Arche Noah so zu sagen vor einem Unwetter gerettet haha. Aber dementsprechend war es natürlich hektisch und keiner wusste, was wer machen musste. Kurz vor dem Vorspiel beschloss Jamie, dass es vielleicht doch besser wäre, wenn ich allein die Musik mache, das war für mich keine große Überraschung, da wir davor nicht zusammen geübt hatten, deswegen war ich damit einverstanden. So konnte Jamie den Darstellern zeigen, an welcher Stelle der Cafeteria sie am besten hingehen sollten. Wir entschieden uns die Wanderroute in der Cafeteria zu organisieren und das Haus der Eltern in einen Nebenraum zu packen. Ich beschloss das e-Piano auch im Haus der Eltern zu lassen, was sich noch als Fehler herausstellen sollte.
Insgesamt neun sehr aufmerksame 5-6-jährige Kinder, waren gekommen, um sich die Geschichte von uns anzuhören. Sie setzten sich vor das e-Piano, um meinem ersten Lied zuzuhören. Es war das Lied vom Sandmännchen, gleich daraufhin wollte ich noch das ausgedachte Lied vorspielen, was mit zur Aufgabenstellung gehörte, wurde aber von Erzähler Matti unterbrochen, das war nicht allzu dramatisch, deswegen sagte ich ihm, dass er weiterreden sollte. Danach lief es fast wie geplant ab, die Eltern schickten Hänsel und Gretel mit Brot in den Wald. Im Wald angekommen hatten sich Hänsel und Gretel aber verlaufen und wussten nicht mehr, wie sie nach Hause kommen sollten. Zum Glück hatte Hänsel Brotkrümel auf dem Weg hinterlassen, aber dieser böse Rabe hatte so ein Hunger, dass er sie fast alle aufgefressen hatte. Nun wussten sie wirklich nicht mehr, wo lang sie gehen sollten. Auf die Suche nach dem richtigen Weg trafen sie auf Rotkäppchen, die Blumen gepflückt hatte und auf dem Weg zur Großmutter war. Hänsel und Gretel fragten die Kinder, ob sie Rotkäppchen kennen und die Kinder riefen, noch etwas zurückhaltend „Jaaaa“. Auch Hänsel und Gretel kannten Rotkäppchen und unterhielten sich kurz mit ihr. Rotkäppchen bat ihnen ihre Hilfe an, da sie sich bestens im Wald auskennt. Doch dann landeten sie auf einmal am Pfefferkuchenhaus der bösen, angsteinflößenden Hexe, welche Lea sehr überzeugend verkörperte. Die Süßigkeiten (aus Papier mit Symbolen darauf), die auf dem Boden lagen, sahen so lecker aus und trotz Rotkäppchens Warnung, konnten Hänsel, Gretel und die Kinder nicht widerstehen. Die Hexe kam und nahm sie alle fest und freute sich, dass sie diesmal genug zu essen hatte. Doch Rotkäppchen konnte so gut verhandeln, dass sich die Hexe auf ein Spiel einließ. Die Kinder suchten die richtigen Süßigkeiten heraus und konnten den Tanz nach tanzen, welcher auf den Süßigkeiten stand. Danach kamen sie frei. Zu diesem Zeitpunkt bemerkte ich zum ersten Mal, dass es ein Problem war, dass ich die Kinder nicht sehen konnte, da das e-Piano im Raum stand. Deswegen konnte ich zum Tanz keine Musik spielen. Nachdem die Hexe besiegt wurde, gingen Hänsel und Gretel weiter, und bemerkten aber schnell, dass sie immer noch nicht wussten, wo sie lang gehen sollten. Rotkäppchen schwärmte die ganze Zeit so sehr über den Kuchen ihrer Großmutter, dass sie dort als Nächstes hinwollte. Hänsel und Gretel waren so hungrig, dass auch sie Kuchen essen wollten, deswegen machte sich die Bande auf den Weg zur Großmutter. Währenddessen sangen sie auf einmal „Kuckuck Kuckuck ruft’s aus dem Wald …“ davon wusste ich nichts und konnte sie nur sporadisch spontan begleiten, ich hörte sie auch nur leise. Auf dem Weg zur Großmutter war es geplant, mit musikalischer Unterstützung von mir, „Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald …“, zu singen, das wurde wiederum vergessen. Statt Bilder in der Natur zu finden, sollte jedes Kind nun einen Luftballon finden. Danach waren sie schon am Haus der Großmutter abgekommen. Rotkäppchen fragte ihre im Bett schlafende Oma, warum sie so große Ohren, Augen, Hände und so einen großen Mund hätte. Aber es war nicht ihre Großmutter. Nein, es war der böse Wolf, der sie alle fressen wollte. Erstaunlicherweise hatten wirklich alle Kinder Angst vor Anton und versteckten sich so schnell wie der Blitz an wirklich guten Orten, vier Kinder waren hinter einem Mülleimer, andere hinter dem Hexenhaus oder unter Tischen, damit sie nicht vom Wolf gefunden wurden. Aber der Wolf war zu gut und fand sie alle, also brauchten sie Hilfe, was die Kinder auch selber schon bemerkt hatten und ein sehr cleveres Mädchen rief: „Wir brauchen die Hilfe vom Jäger“.
Durch das Spiel „Eine Tasse Tee“ kamen der Jäger und die Kinder zum Wolf. Während des Spieles bewegten sich einige Kinder, diese mussten aus dem Spiel raus. Das hatten sie außerordentlich gut aufgenommen und akzeptiert. Der Jäger hatte den Wolf als erstes berührt und deswegen rannte der Wolf vor den Kindern weg, welche ihn zu fangen versuchten und die Kinder waren schnell, Anton als Wolf hatte fast keine Chance wegzurennen. Das Spiel war schneller vorbei als gedacht. Hänsel und Gretel gingen zusammen mit den Kindern zum Haus der Eltern, damit sie wieder vereint waren, währenddessen spielte ich die Lieder, welche wir davor ausgelassen hatten. Nach 30 Minuten war die Geschichte vorbei und die Kinder bekamen Haribo Gummibärchen. Manche Kinder hatten sogar noch so viel Hunger, dass sie die restlichen Brotkrumen, die auf dem Boden lagen, noch gegessen haben. Wir konnten sie nicht davon abhalten. Weil sie so traurig waren, dass es schon vorbei war, haben wir nochmal Verstecke und Fange gespielt, dann fragten die Kindergärtner die Kinder, wie sie es fanden und alle neun riefen lautstark super toll. Das fanden wir wiederum super toll. Die Kinder durften einen Luftballon mitnehmen und unter unserer gebildeten Brücke nach draußen durchrennen. Damit war die Vorstellung vorbei und wir durften alle nach 40 Minuten nach Hause gehen. Matti war der Brüller, er hatte einen Bart aus Watte an eine Maske geklebt und diese dann aufgesetzt und sich einen Kissenbauch gemacht, den die Kinder alle anfassen wollten.
Am Anfang war ich mir nicht ganz sicher, ob unsere Gruppenkonstellation ein gutes Märchen auf die Beine stellen könnte. Im Vorbereitungsprozess wurde ich aber positiv überrascht, denn alle nahmen ihre Aufgabe ernst, ohne den Spaß daran zu verlieren und das ist für mich persönlich das Wichtigste an einer Gruppenarbeit. Wir haben uns auch alle gut verstanden. Dafür, dass es spontan in der Cafeteria stattgefunden hat und bei vielem improvisiert werden musste, war es eine wirklich gute Leistung, auf die wir stolz sein können. Da ist es dann auch egal, welche Note man bekommt. Wir haben trotz der Bedingungen alles gegeben. Und mehr war nicht möglich.
Miriam (Jg. 11)




