Der Auftritt fand für uns in der Cafeteria in der dritten und vierten Stunde statt. Es gab nur zwei Frauen, die sich schnell umzogen, um verschiedene Rollen zu verkörpern, sowie um die Lichter und Soundeffekte kümmerten. Das Theaterstück handelte von einer Mutter und ihrer Tochter, die Geburtstag hat. Sie bekommt ein Handy zum Geburtstag, weil ihr altes kaputt ist. Im weiteren Verlauf kommt Elli, ihre beste Freundin, und hat eine Überraschungsparty bei ihrer Band gefeiert, denn es gibt eine Band, die die beiden und ein paar andere Leute haben. Elli besucht Jule, die Tochter, die das Handy bekommt, und sagt, was sie alles herunterladen solle, beispielsweise TikTok, Facebook, weitere Social-Media-Apps etc. Sie veröffentlicht gleich ein paar Bilder. Dann lädt sie sich noch ein paar Spiele herunter und spielt mit ihrer Freundin Elli. Jule wird immer süchtiger, gibt über 30€ für ihr Spiel aus und benutzt die Kreditkarte ihrer Mutter. Die Mutter will es nicht und es sollen ihr andere Leute helfen. Der Vater von Jule besitzt einen Bauernhof und sie bekommt aufgrund ihrer Aktion ein Viertel Jahr kein Handy sowie sollte, wenn es geht, jedes Wochenende zu ihren Großeltern.
Mir hat es sehr gefallen, auch die Art und Weise, wie die beiden es gespielt und verkörpert haben, war sehr aufregend und es machte Spaß zuzuschauen. Es war sehr abwechslungsreich.
Elisa (7b)



„Mobbing – Wenn Ausgrenzung einsam macht„
Für die neunte und zehnte Jahrgangsstufe ging es nach der sechsten Stunde in Richtung Cafeteria, wo uns ein kleines Klassenzimmer, bestehend aus einem Tisch, zwei Stühlen sowie einer kleinen Tafel im Hintergrund, erwartete. Als alle Platz genommen hatten, schlüpften die beiden Schauspielerinnen auch schon in ihre Rolle als Laura, die Klassenbeste, sowie Franzi, die Schülerin und Sitznachbarin, der die Noten ziemlich egal sind. Als Sitznachbarin macht Franzi Laura das Leben förmlich zur Hölle und nimmt einfach mal wie selbstverständlich die gelösten Aufgaben von ihr. Es beginnt mit kleinen Gerüchten, bis hin zu erstellten und bearbeiteten Bildern, die im Internet hochgeladen werden, mit dem Ziel, ihr den Titel als Klassenbeste zu entreißen. Franzi lässt Laura im Glauben, sie habe nichts getan und manipuliert Laura so, dass diese bei der gemeinsamen Projektarbeit mit leeren Händen dasteht. Nach einer Weile kommt sie Franzi auf die Schliche und versucht vergeblich die Klasse und die Lehrkraft von ihrem Recht zu überzeugen, was im vollkommenden Zusammenbruch ihrerseits endet. Doch Laura rappelt sich auf, nimmt Franzis Handy, bringt es zur Polizei und kann sich so aus der Mobbing-Attacke retten. Nach einem kräftigen Applaus von allen beginnen wir auch schon mit der Gesprächsrunde am Ende, bei der die meisten sogar noch gespannt sitzen blieben. Viele berichteten von eigenen Erfahrungen mit Mobbing und wir trugen gemeinsam zusammen, was man im Falle einer solchen Attacke als betroffene Person oder Angehörige/-r machen kann. Bei dem Szenario spielte auch Cybermobbing eine Rolle, was gerade in unserer Generation durch Social Media und diversen Chatplattformen leider keine Seltenheit mehr ist. Allerdings wurde mehrfach betont, dass dies angezeigt werden könne und es immer eine Lösung gebe. Am Ende beteiligten sich noch einige beim Abbau oder stellten Fragen, die sie in unserer kleinen Großrunde nicht fragen wollte.
Im Großen und Ganzen kann man auf jeden Fall für alle zusammenfassen, dass es den Schauspielerinnen auch in diesem Jahr wieder gelungen ist, ein Szenario so darzustellen, wie es einige vielleicht leider schon einmal erlebt haben. Man fühlte sich die ganze Zeit mittendrin im Geschehen, da man als Zuschauer/-in in das Schauspiel integriert wurde. Auch die abschließende Gesprächsrunde zeigte, dass es vielen gefallen hat, auch wenn wir über dieses eigentlich nicht lustige Thema aufgrund der humorvollen Art der Rolle Franzi sehr lachen mussten.
Lisa (10a)


