Am Donnerstag, den 29.2., hat eine kleine Gruppe interessierter Schülerinnen des LK11 Deutsch den Regionalwettbewerb des Debattierformats „Jugend debattiert“ an der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule in Potsdam besucht. Dort sind die besten Debattanten und Debattantinnen der umliegenden Gymnasien und Gesamtschulen angetreten. Die Siegreichen unter ihnen dürfen nun am 8. April im Landesfinale, ausgerichtet im Brandenburger Landtag, gegeneinander argumentieren.
Debattiert wurden in den verschiedenen Altersgruppen folgende Themen:
Altersgruppe I
Sollen Jugendliche dazu verpflichtet werden, sich bei der Feuerwehr zu engagieren?
Sollen öffentliche Schwimmbäder eine flächendeckende Videoüberwachung einführen?
Sollen Städte und Kommunen mehr öffentliche Trinkwasserbrunnen bauen?
Altersgruppe II
Sollen Videospiele und Apps, die In-Game-Käufe enthalten, für Minderjährige verboten werden?
Soll jeder Mensch in Deutschland zum 18. Geburtstag ein Grunderbe erhalten?
Sollen die Städte unserer Region zu Schwammstädten umgebaut werden?
Es ist unheimlich beeindruckend, wie präzise, wortgewandt und reaktionsschnell die Wettbewerbsteilnehmer die Debatten gestaltet haben. Das liegt ganz sicher an ihrem Interesse an gesellschaftlich relevanten Themen und ihrer kommunikativen Begabung, aber ebenso an ihrer Förderung im Rahmen des „Jugend debattiert“-Formats durch fortgebildete Lehrkräfte an ihren Schulen.
Seit diesem Schuljahr haben auch wir zwei geschulte Koordinatorinnen für dieses Debattenformat. Natürlich kann man nicht sofort an einem Regionalwettbewerb teilnehmen. Wir haben aber die Gelegenheit genutzt und die Einladung aus Potsdam angenommen, um schon einmal beobachten zu können, worauf wir mit interessierten Schülerinnen und Schülern in den nächsten Jahren hinarbeiten können. Debatten nach den Regeln von „Jugend debattiert“ werden bereits jetzt in den Deutschunterricht integriert, beispielsweise wenn es im ersten Kurshalbjahr des Jahrgangs 11 um Sprache in politischen und gesellschaftlichen Verwendungszusammenhängen geht oder im Jahrgang 8 argumentiert wird.
Wir freuen uns auf die Entwicklung als „Jugend debattiert“-Schule in den kommenden Jahren.
„Beim Brebit-Projekt ging es um die Umwelt. Genauer gesagt um die Verwertung und Entsorgung von alter Kleidung, außerdem um die Umweltverschmutzung bei deren Herstellung und Verwertung.“ Wie das hier von Sophie zusammengefasste Projekt für die Jahrgangsstufe 8 aufgebaut war, welche neuen Erkenntnisse gewonnen wurden und was die Klasse 8c an der Veranstaltung kritisiert, erfahrt ihr im Folgenden.
Am Anfang sollten wir uns alle in einen Stuhlkreis setzen. Danach haben wir zu zweit überlegt, welche Stärken wir mitbringen und wie wir diese im Projekt einbringen können. Dann sollten wir erzählen, welchen Sport wir machen und was man dafür braucht. Als Nächstes wurden sechs Kontinente auf dem Boden verteilt. Die Klasse sollte sich so aufteilen, wie wir dachten, dass die Weltbevölkerung und der CO2-Ausstoß aufgeteilt sind. Es gab viele Überraschungen, wie zum Beispiel, dass in Nord- und Südamerika nur sehr wenig Leute im Gegensatz zu Asien leben. Dann haben wir eine Weltkarte betrachtet und besprochen, wo die Herstellung für Kleidung geplant wird, wo die Rohstoffe herkommen, wo Herstellung, Verkauf und Nutzung stattfinden. Kurz vor der Pause haben wir uns dann in Gruppen aufgeteilt, in denen wir nach der Pause weiterarbeiteten.
Philip
Nach der Pause mussten wir unsere eigentliche Aufgabe bearbeiten. Wir sollten nämlich mithilfe eines Plans durch das Schulgelände gehen, um mit unseren iPads QR-Codes zu scannen, die an der Wand hingen, um am Ende ein eigenes Video zu drehen. Jeder hatte in der Gruppe eine eigene Aufgabe. Es gab einen Timekeeper, der die Zeit planen musste, einen Übersetzer, einen Dokumentalisten und einen mit dem Plan. Der Plan beinhaltete die Reihenfolge und die Orte, sodass sich nicht alle Gruppen gleichzeitig an einem Ort befanden. Die Videos, die wir über die QR-Codes erreichten, waren Interviews zwischen zwei Personen: dem Interviewer und dem Kritiker der derzeitigen Lage. Der Dokumentalist musste sich dann Notizen machen, mit wem der Interviewer sprach und was er kritisierte. Kritikpunkte waren zum Beispiel, dass bei der Kleidungsproduktion zu viel Wasser verschwendet wird, dass es wegen der Chemikalien keine Ernte gibt und die allgemeine Umweltverschmutzung. Die Videos waren auf Englisch, wir hatten aber auch übersetzte Texte zur Verfügung.
Maria
Wir haben anschließend mit den Notizen ein Video gedreht, mit der Sicht eines Influencers, und wie wir unsere Reichweite nutzen können, um der Umwelt zu helfen und was man in Deutschland gegen die Verschmutzung durch Chemikalien und Farben in Flüssen tun kann.
Sahar
Feedback zum Projekt
Wir haben an dem Tag gelernt, dass die Textilien, Farben und Chemikalien Auswirkungen auf die Wasserqualität, das Ökosystem und die Gesundheit von Mensch und Tier haben und es wurde von der Projektleiterin gut erklärt, aber das meiste hatte man bereits gewusst, aber man hat trotzdem etwas Neues gelernt, also würde ich es für das nächste Mal empfehlen, weil man immer etwas dazulernen kann.
Sahar
Ich habe aus diesem Projekt die Erkenntnis gewonnen, dass man keinen Müll in die Umwelt schmeißen darf und dass man nur wenige bis keine Sachen von umweltschädlichen Firmen kaufen sollte. Aber man sollte auch nicht nichts davon kaufen, weil sonst Millionen von Menschen ihren Job verlieren würden.
Philip
Ich persönlich fand diesen Tag sehr abwechslungsreich und spannend. Ich habe vieles über die Umwelt gelernt, was ich noch nicht wusste, wie zum Beispiel der Recyclingkreislauf von Kleidung, außerdem wie schlecht es den Menschen in anderen Ländern wegen des Mülls geht.
Sophie
Beim Ablauf der Textilherstellung hat man schon einige Dinge dazugelernt, wenn man sie nicht schon wusste. Beim abschließenden Austauschtalk hat man nichts zum Thema Umweltschutz gelernt, denn wir wurden gefragt, was unsere Stärken sind. Trotzdem fand ich den Tag ganz lustig. Dieses Projekt kann man weiterhin durchführen, muss man aber nicht.
Alina
Im Großen und Ganzen war das Projekt gut, jedoch weiß man den Großteil schon von Social Media. Außerdem fand ich den Fakt, dass wir Videos erstellen sollten, weniger schön, da es unangenehm ist, vor der Kamera zu sprechen. Also fände ich es besser, anstatt des Videos einen Vortrag zu halten.
Lilli
Die Gruppenarbeit hat mir am meisten gefallen. Dort konnten wir viele und gute Ideen austauschen. Des Weiteren war es möglich, sich gegenseitig zu unterstützen. Ich habe auch von dem Projekt selbst einige neue Dinge gelernt. Das Brebit-Projekt hat mir gut gefallen und ich kann es weiterempfehlen.
Am Freitag, den 16.02.2024, hatten die Grundkurse der 12. Klasse die Gelegenheit, Yardena zu treffen, eine jüdische Studentin aus Eberswalde. Sie erzählte über ihre Erfahrungen auf einer orthodoxen jüdischen Grundschule, aber auch über viele andere Aspekte ihres Lebens, die uns einen umfassenden Einblick in die jüdische Kultur gaben.
Yardena ist eine sehr offene und sympathische Person, die uns mit ihrem schlichten und unauffälligen Kleidungsstil beeindruckte. Trotzdem ihr Projektpartner leider nicht an der Begegnung teilnehmen konnte, beschrieb sie uns zahlreiche Aspekte des jüdischen Lebens. Zum Beispiel erzählte sie uns, dass ihre Eltern zum Judentum konvertiert sind, aber nicht orthodox sind. Da sie sich nicht als „richtig“ gläubig bezeichnet, betrachtet sie ihre jüdische Identität eher als eine Volkszugehörigkeit.
Daher ergab auch die Tatsache, die uns zunächst überraschte, Sinn, dass Yardena ungenaue Kenntnisse über ihre eigene Religion besitzt. Sie konnte manche Fragen nicht beantworten, die wir für selbstverständlich hielten.
Was uns gut gefallen hat, war, dass Yardena Anschauungsmaterial und Mitbringsel mitgebracht hatte. Außerdem las sie uns etwas auf Hebräisch vor und beantwortete immer offen und ehrlich alle Fragen, die wir hatten. Wir schätzten auch ihre unbeschwerte Herangehensweise an den Glauben, beispielsweise, als sie sagte, dass viele ihre Lehrer „nicht jüdisch, sondern normal“ waren, was uns zunächst nicht als eine Formulierung vorkam, die wir gebrauchen würden.
Yardena erzählte uns auch über ihr Leben als jüdische Studentin in Eberswalde. Sie berichtete von ihren Erfahrungen mit Antisemitismus und Diskriminierung, aber auch von der Unterstützung, die sie von ihren Kommilitonen und Professoren erhalten hat. Es war interessant zu hören, wie sie ihren jüdischen Lebensstil in einer nicht-jüdischen Umgebung aufrechterhält und wie sie sich mit anderen jüdischen Studenten vernetzt.
Ebenfalls nannte Yardena uns auch viele der jüdischen Feiertage, die sie als Kind gefeiert hat. Ein wichtiger Bestandteil ist für sie dabei das viele leckere Essen. Beispielsweise freue sie sich jedes Jahr auf den Feiertag, welcher der einzige ist, an dem man ein bestimmtes Brot zubereiten darf, das ihr sehr gefällt. Zudem erklärte sie uns, dass sie als Kind oft mit ihrer Familie zusammengekommen ist, um traditionelle jüdische Gerichte zu kochen und zu essen. Sie erinnerte sich gerne an diese Zeiten zurück und sagte, dass Essen für sie eine wichtige Rolle in ihrer jüdischen Identität spielt.
Ein weiteres Thema, das Yardena ansprach, war der Schabbat. Sie erklärte uns, dass der Schabbat für orthodoxe Juden ein heiliger Tag ist, an dem sie nicht arbeiten und sich auf ihre Religion konzentrieren. Früher hat sie den Schabbat streng befolgt und keine Arbeit gemacht, aber heute sieht sie ihn nicht mehr so streng und nutzt den Schabbat, um sich zu entspannen und Zeit mit ihrer Familie oder Freunde zu verbringen.
Yardena hatte auch eine interessante Art zu reden. Sie sprach oft in Metaphern und benutzte viele Redewendungen, die uns nicht vertraut waren. Manchmal mussten wir nachfragen, um zu verstehen, was sie meinte, aber sie war immer geduldig und erklärte es uns gerne.
Zum Schluss verabschiedeten wir Yardena mit einem kleinen Geschenk. Insgesamt war das Begegnungsprojekt Met-a-Jew eine bereichernde Erfahrung, die uns einen umfassenden Einblick in die jüdische Kultur gab. Wir sind dankbar für die Offenheit und Ehrlichkeit von Yardena und hoffen, dass wir in Zukunft weitere solche Begegnungen haben werden.
Am heutigen Mittwoch besuchte der Weimarer Kulturexpress unsere Schule, um die Jahrgänge 7-10 durch Theaterstücke über die Folgen des Alkohol- und Drogenkonsums aufzuklären. Dafür stellten die beiden Frauen Anna und Mila der 7. und 8. Klasse durch eine einstündiges Aufführung die Folgen eines Drogenkonsums vor, wonach die Jahrgänge 9 und 10 das Gleiche zum Thema Alkoholkonsum erleben durften.
Wie so ein Stück (über die Folgen eines Alkoholkonsums) abläuft und wieso es uns Schüler:innen vielleicht doch zum Nachdenken angeregt hat, erfahrt ihr im folgenden Beitrag.
Nach Ende der sechsten Stunde begaben wir, die neunten und zehnten Klassen, uns in die Cafeteria, sicherten uns erst einmal einen guten Platz und bewunderten die aufgebaute Kulisse, die ein kleines Zimmer zeigte. Nachdem alle Schüler- und Lehrer:innen eintrafen, ging Frau Br. in die Mitte und beruhigte uns, sodass die beiden Frauen Anna und Mila beginnen konnten. Anna spielte in diesem Schauspiel die Rolle als Mo und Mila als Sol, welche zwei sechzehnjährige Jugendliche charakterisierten. Die beiden sind beste Freunde, kennen sich durch ihre gemeinsame Passion, das Fechten, und wissen, dass Sol queer ist und Mo sich in Mark verliebt hat. Von der Figur Mark haben wir nur in den Gesprächen zwischen den Freundinnen erfahren. Die beiden telefonierten noch am selben Tag und Mo kam zum ersten Mal richtig in Kontakt mit Alkohol. Vor Liebe stimmte Mo einem Treffen am See zu und nahm ihre beste Freundin Sol, die eigentlich beschloss, mit dem Verzehr von Alkohol bis zu ihrem 18. Geburtstag zu warten, dahin mit. Nun wollte sie nicht spießig sein und trank mit ihrer besten Freundin gemeinsam Bier. Während es Mo gut ging, erlebte Sol einen Blackout, wachte in ihrem Bett (der Kulisse) auf und wurde von Mo geweckt. Bereits an dieser Stelle wirkte Mos Reaktion ein wenig skurril, denn sie hatte weiterhin ein Verlangen danach, Alkohol zu konsumieren. Sol lebte ihren Kater aus, während Mo und Mark bei einem Konzert genüsslich Alkohol tranken, wodurch Mo so langsam eine Sucht entwickelte. Die Zeit verstrich und während für uns einige Sekunden vergingen, so war es im Schauspiel einige Monate später und Sols Geburtstag stand an. Mo schenkte ihr Gläser und Alkohol, doch Sol lehnte diesen ab, weshalb Mo den Rest zu sich nahm. Aus dem gemeinsamen Trinken wurde das heimliche und Mo lag nun mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Doch davon lässt sie sich nicht unterkriegen und schafft es, Sol von einem Trinkspiel zu überzeugen. Im Alkoholrausch schnappt sich Mo Sols Handy und wählt die Nummer von Sols Mutter. Diese wusste nicht, dass Sol lesbisch ist, denn das wollte sie ihr selbst sagen, doch dafür war es zu spät. Sol wurde sauer und schmiss Mo aus der Wohnung. Weitere Monate vergingen und Silvester stand an. Mo klingelt weinend an der Wohnungstür mit der Begründung, dass Mark mit ihr Schluss gemacht habe. Sol versuchte ihre am Boden zerstörte Freundin zu trösten, doch für sie gab es nur einen Helfer, und zwar den Alkohol. Nun verstand auch Sol, wie es ihrer Freundin ging und dass sie Hilfe benötigt, da das Trinken von sechs Bier, Sekt und Wodka am Tag nicht normal ist. Ihre Abhängigkeit wurde dadurch unterstrichen, dass sie sich, nachdem Sol ihr Bier wegkippte, nicht mehr beherrschen konnte und mit den Stäben, die zum Üben für das Fechten gedacht waren, Sol am Kopf traf. Schnell bekam sie ein schlechtes Gewissen, doch Sol gab diesmal nicht auf. Sie half Mo, frei vom Alkohol zu werden und auch Mark und Mo sind wieder ein Pärchen. Wir dachten, dass das Stück mit einem „Happy End“ endet, doch da irrten wir uns. Sol stellte sich in die Mitte der Kulisse und erzählte, dass Phil, der beste Freund von Mark, mit dem Auto gefahren sei, doch vorher etwas getrunken habe. Sol und Mo hätten mit im Auto gesessen und eh sie sich versehen hätten, sei der betrunkene Phil schon gegen einen Baum gerast. Während Sol selbst mit Verletzungen davonkomme, so gehe es Mo wohl nicht so gut und sie befinde sich noch immer im Koma. Mit dieser Information endete die ca. einstündige Aufführung und wir konnten für uns schlussfolgern, dass Alkohol weder etwas am Steuer zu suchen hat, noch unachtsam in unsere Hände geraten sollte, denn die Folgen sind ersichtlich: Entweder man schwebt selbst in Gefahr, weil man in eine Sucht gerät, und/oder gefährdet andere.
Zum Abschluss (gegen 14.45 Uhr) durften den beiden noch Fragen gestellt werden. Da diese sich aber sehr geringhielten, wurden wir gefragt, ob wir dies realistisch fanden und ob es uns gefallen hat. Auch klärten wir einige Fragen zum Inhalt und wie man eine Alkoholabhängigkeit erkennt (durch regelmäßigen Verzehr, aggressives Verhalten und ständiges Verlangen). Zudem erfuhren wir ja im Stück, dass Sol Mo letztendlich helfen wollte, doch, was hätte sie machen können? – Mit den Eltern sprechen, die Nummer gegen Kummer wählen, mit einem Vertrauenslehrer reden, einen Therapeuten oder eine Suchtberatung aufsuchen. Danach verließen einige die Cafeteria, doch es blieben welche aus unserem Jahrgang und dem 10. da, um den beiden beim Abbau zu helfen.
Ich denke mal, dass die Gefühle aller nach dem Stück sehr gemischt und verschieden waren. Während einige das Ende schockierte, verspürten andere das Verlangen nach Hause zu gehen. Dennoch lässt sich abschließend sagen, dass die beiden Frauen realistische Szenen gezeigt haben, von denen uns wenige vielleicht auch bekannt vorkamen. Durch beispielsweise Mos Alkoholvergiftung wurden uns die Folgen einer solchen Abhängigkeit gezeigt und vielleicht erreichten sie so, dass wir doch noch einmal mehr darüber nachdenken, ob der Verzehr von alkoholischen Getränken jetzt wirklich sein muss.
Amadeus, Frederick, Jonas, Leon, Jule und Ben (v.l.) haben unser Gymnasium in der Wettkampfklasse 2 im Tischtennis vertreten und den 2. Platz im Regionalfinale errungen. Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg!
Auch in diesem Jahr fand am Freitag, den 02.02 und somit den letzten Schultag in diesem Halbjahr, der diesjährige Poetry Slam im Kleist-Forum in Frankfurt statt. Für diesen trafen sich freiwillig Schüler- und Lehrer:innen um 19.30 Uhr dort, um zum einen bei der Entscheidung des Gewinners des Poetry-Wettstreits mitzuentscheiden und zum anderen, um natürlich einen unterhaltsamen Abend zu erleben.
Zunächst trafen sich alle Schüler- und Lehrer:innen, die wollten, gegen 19.30 Uhr im Kleist-Forum in Frankfurt. Dort angekommen, bekam jeder einen Zettel von Frau Di., auf dem unsere Plätze standen. Nach und nach begaben wir uns zu unseren Plätzen und um ungefähr 20.00 Uhr fing der Wettstreit auch schon an. Bevor wir jedoch die Poetry-Slammer zu Gesicht bekamen, wurden an Ausgewählte aus dem Publikum Blätter verteilt, wobei Timea durch das Zeigen auf ihre Sitznachbarin Emily bei der Entscheidung half. Schon vor den Wettstreitern war ein Lachen unvermeidbar, denn durch die witzige Art des Moderators konnte sich jeder mit einem Lächeln in diesen Abend einfühlen. Die Lichter gingen aus und nach und nach betraten die Wettstreiter:innen die Bühne. Neben witzigen Themen wurden aber auch ernste und tabuisierte angesprochen, auch wenn diese einen Hauch von Humor als Unterton beinhalteten. So sprach ein Wettstreiter beispielsweise den Lehrermangel an Schulen an und wie er selbst als Grundschullehrer seinen Alltag vor der Klasse bestreite. Durch die authentische und zugleich ebenso ausdrucksstarke, witzige Vortragsweise war es nur schwer, einem Lachen zu widerstehen und so schritt der Abend wie im Flug voran. Als nach einer 15-minütigen Pause, in der man sich Bücher der Poetry-Slammer ergattern konnte, der Saal sich wieder füllte, wurde es langsam ernst. Nach jedem vorgestellten poetischen Text entschieden die zuvor ausgewählten Zuschauer:innen durch Zahlen von eins bis zehn mit maximal einer Kommastelle, wie gut dieser ankam. Diese Zahlen projizierte man an die Wand und der höchste sowie der niedrigste Wert wurden gestrichen und die übrigen Punkte zusammengezählt. Die beiden Wettstreiter:innen mit der höchsten Punktzahl zogen ins Finale, das folglich stattfand. Nach weiteren Texten der Finalisten entschieden wir nun als Publikum, wer diesen Abend gewinnen sollte. Umso lauter der Jubel und der Applaus, desto schneller stand fest, wer den Sieg mit nach Hause bringen konnte. Nachdem der Gewinner also feststand, erhielt sowohl das Team des Kleistforums als auch der Moderator einen riesigen Applaus vom Publikum. Gegen 22.30 Uhr endete somit die Veranstaltung und ich bin mir ziemlich sicher, dass das Forum nächstes Jahr einige Gesichter wiedersehen wird.
Nach fünfjähriger Abstinenz war es am 26.01.24 endlich wieder soweit: Der 12er- Lateinkurs aus Seelow machte sich auf nach Italien, um unter südlicher Wintersonne auf den Spuren der Alten Römer zu wandeln. Die Vorfreude war bei allen groß, nicht nur auf antike Zeugnisse und Inschriften, sondern natürlich auch auf Pizza, Pasta und italienisches Eis (gelato). Zuerst sollte es nach Neapel gehen, die übrigen drei Tage wartete auf uns am Tiber die caput mundi, die Hauptstadt Rom.
Bevor ihr erfahrt, was der Lateinkurs in Neapel und Rom erlebt habt, einige kulinarische Highlights:
26. 01.24 – Es geht los
Wofür wählt man Latein? – Für die Italienfahrt. Deswegen machte sich der Lateinkurs 12 am 26.01.2024 auf die lange Reise nach Neapel. Um trotz des Streikes pünktlich am Flughafen ankommen zu können, trafen wir uns schon um 07:25 müde am Bahnhof Seelow/Gusow. Trotz kleinerer Zwischenfälle kamen wir rechtzeitig am Flughafen BER an und landeten nach knapp zwei Stunden im sonnigen Neapel. Nach einer aufregenden Busfahrt – den Verkehrsverhältnissen in Neapel geschuldet – kamen wir hungrig in unserem Vier-Sterne-Hotel an, weswegen wir uns gleich auf die Suche nach etwas Essbarem machten und nebenbei die umliegenden Gassen Neapels erkundeten. Dabei wurden wir fast umgefahren, aber wir leben noch (Stand: 29.01.). Bevor wir jedoch endlich etwas speisen konnten, besichtigen wir spontan den beeindruckenden Duomo di Napoli, der bereits im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Etwas zwischen die Zähne bekamen wir dann endlich im Cala la Pasta und schlossen den langen Tag mit einem gemeinsamen Essen ab.
27.01.24 – Pompeji
Das Grauen traf uns am nächsten Morgen: sieben Uhr frühstücken. Nachdem auch die letzten ihren Gesichtern gesagt hatten, dass sie wach sind, brachte uns ein Bus schließlich nach Pompeji. Dort wartete Rita auf uns, die uns bei einer zweistündigen Führung durch die einst vom Vesuv verschüttete Stadt deren noch gut erhaltene Häuser inklusive ihrer Funktion erläuterte. Dabei zeigte sie uns unter anderem Wohnhäuser und mehrere antike Fast-Food-Restaurants, deren Aufbewahrungsschüsseln Naya bei einem vorherigen Vortrag zunächst fälschlicherweise als Toiletten identifiziert hatte. Auch eines der ersten steinernen Amphietheater hatten die Römer damals in Pompeji gebaut, in dem Frau Br. und Sydney gleich einen Stierkampf nachstellten. Einige Wohnhausruinen konnten ebenfalls besichtigt werden, wodurch wir Überreste der Mosaike und Fresken (in noch nicht getrockneten Kalkputz gemalte Gemälde), die die Zimmer vor 79 v. Chr. geschmückt hatten, ansehen konnten. Eine weitere Besonderheit war, dass die Häuser kaum Fenster nach außen, sondern in ihre eigene Mitte gerichtet besaßen, da dort das sogenannte Peristyl war, ein säulengerahmter Innenhof wovor sich der Hauptraum, das Atrium mit Wasserauffangbecken, dem sogenannten Impluvium befand. Durch die innen liegenden Gärten erblickte man draußen nur Straßen und Hauswände. Bemerkenswert waren außerdem die höhergelegenen Steine, die Fußgänger trockenen Fußes über die Straßen früheren sollten.
Abschließend besuchten wir das Forum vom Pompeji und begaben uns nach Beendigung der Führung auf einen Markplatz, um überteuerte Pizza zu essen oder uns von verkaufswütigen Souvenirhändlern beschwatzen zu lassen. Dann brachte uns unser Bus nach Paestum: eine Ruinenstätte von drei gut erhaltenen antiken griechischen Tempeln – dem Athena-, Hera- und Poseidontempel mit wunderschönen Gänseblümchen-Wiesen und Bäumen, die gemeinsam zu einer idyllischen Wirkung führten. Nachdem wir einführend einige Worte zu den Tempelanlagen von Miri gehört hatten, schossen wir zunächst ein Gruppenfoto vor dem Athenatempel, um danach einen kleinen Spaziergang über das Gelände zu machen. Auf der Rückreise machte unser Bus einen Zwischenstopp am Meer und fuhr uns danach zurück zum Hotel. Dort trennten sich unser Wege und wir verbrachten den Rest des Tages in kleineren Gruppen, um alle in verschiedensten Restaurants Pizza in der Stadt der Pizza Margherita genießen zu können.
Luisa und Magda
PompejiAntikes „Fast-Food-Restaurant“FußgängerüberwegFresken und MosaikePaestum
28.01.2024 – Sonntags wird auch gearbeitet
Auch am Sonntag ging unser Programm weiter. Wie an jedem Tag begann unser Tag mit einem italienischen Frühstück um 8 Uhr. Nach dieser ersten kleinen Stärkung versammelte sich der Kurs in einer Art Lobby, um den Vortag über das Forum Romanum von Paula und Leonie anzuhören. Um 9 Uhr trafen wir uns vor dem Hotel, um gemeinsam zum Archäologischen Nationalmuseum zu laufen. Auf dem Weg zum Museum merkte man einen deutlichen Unterschied zum Verkehrstreiben in der Woche. Es waren weniger Roller und Menschen unterwegs. Im Museum angekommen erwarteten uns eine Vielzahl an großen und bedeutsamen antiken Skulpturen, Wandmalereien und Mosaiken. Die griechischen und römischen Staturen aus Kampanien beeindruckten uns durch ihre Details und oft überdimensionalen Formate. Nach dem Rundgang durch die Skulpturenausstellung ging wir weiter und waren von der Architektur des Gebäudes erstaunt. Wir gingen die Treppen hoch und kamen in einen Raum mit meterhohen Decken. Dort bewunderten wir die bunt gestaltete Decke. Auf dem Marmorboden sahen wir die verschiedenen Sternzeichen und deren Symbole/ Daten. Das Museum ist vor allem durch seine „Phallus Ausstellung“ bekannt. Der Phallus, also der erigierte Penis des Mannes, galt als Symbol für Kraft und Fruchtbarkeit.
Der Kurs hatte sich in kleine Gruppen aufgeteilt, die selbständig das Museum verließen, um das im Vorfeld geschickte CTS-Stadtquiz Neapel zu bearbeiten. Unsere Gruppe hatte die Aufgaben bereits beantwortet und kümmerte sich nun um die persönliche Verpflegung. Wir fanden einen kleinen Shop und kauften uns kleine Pizzen, welche wir auf der Dachterrasse aßen. Nachdem unsere Mittagspause verlängert wurde, trafen wir uns alle wieder um 15 Uhr am Hotel, um einen ausgedehnten Gang durch Neapel zu unternehmen. Zuerst fuhren wir mit der U-Bahn, um später mit der Standseilbahn auf den Berg Vomero zu fahren. Dort angelangt gingen wir zur Festung Sant ́Elmo und durften dort die Stadt von oben betrachten. Dadurch, dass es schon Abend war, konnten wir einen der schönsten Sonnenuntergänge ansehen. Die Aussicht von dort oben ist wunderschön. Nachdem wir wieder mit der Seilbahn heruntergefahren sind, teilte sich der Kurs wieder und wir bekamen Freizeit, um den Abend selbst zu gestalten. Wir schlossen uns den Lehren an und begaben uns auf die Suche nach dem Abendessen. Aber zuerst mussten wir wieder einmal ein Eis essen, bis wir zu einem Restaurant kamen. Dort bestellte ich mir einen Salat für 9 Euro und bekam fünf Stücken Mozzarella mit Tomate. Es war ein guter Mozzarella, aber ich hätte lieber eine Pizza für 9 Euro gegessen. Nach diesem ausgedehnten Abendessen spazierten wir mit unseren Lehren zum Hotel zurück. Somit war der letzte Tag in Neapel vorbei.
Nele & Lea
29.01.2024 – Der Umzug ins Ungewisse
Aufgestanden um sechs, nach einem befriedigenden Frühstück wurden die letzten nicht gepackten Kofferinhalte in Eile zusammengesammelt und ab in die Lobby, wo Herr Be. schon das Checkout vorbereitete. Angekommen, sammelte der Magister noch die fehlenden Kautionsbeiträge für das “Tempio di Pallade”, unser Hotel in Rom ein. Im gemächlichen Trab, den die einen oder anderen für wie immer zu langsam oder zu schnell empfanden, ging es zur Metro-Station “museo”, weiter mit der Linie 1 Richtung neapolitanischen Hauptbahnhof, der “Stazione Centrale”. Dort wiederum wurden die Schüler auf zu kalte Dekosteine platziert, die sie als willkommene Abwechslung zum Stehen in der Bahn und Laufen in den engen Straßen Neapels gerne annahmen. Die dienstältesten Mitglieder unserer tollkühnen Gruppe machten sich derweil auf den Weg, die am Tag zuvor bestellten, jedoch nicht erhaltenen Fahrkarten ausfindig zu machen. Wartend verging die Zeit sehr langsam, aber es waren noch fast zwei Stunden Zeit bis zur Abfahrt des Zuges. Bei Ankunft des erfahrenen Leiters und seiner reizenden Assistentin, erhielten wir auf seinen Gnaden eine halbe Stunde Auslauf, den manche sogar nutzten. Um 10:45 Uhr nahm die Sippschaft also ihren Weg zum Bahnsteig 14 auf, um dort in den Zug Richtung: “Roma Termini” zu steigen. Als sie den Bahnsteig erreichten, stand das Mobil direkt zur Stelle. Nur noch der Kontrolleur hinderte sie an ihrem Glück, aber auch dieser hatte keine Einwände. So saßen unsere 14 heldenhaften Reckinnen und drei heldenhaften Recken 20 Minuten zu früh in der Regionalbahn nach Rom. Da die dreistündige Reisezeit dadurch auch nicht mehr fett gemacht wurde und sie die Planungssicherheit überpünktlich in einem Zug zu sitzen schätzten, waren sie in ihren maximal zu zweit bewohnbaren Vier-Mann-Plätzen sehr zufrieden. Pro Mensch zwei Taschen, macht laut Adam Riese irgendwie mehr als 30 Taschen und somit waren diese unserer Gruppe zahlenmäßig tatsächlich überlegen. Doch durch ihre Standhaftigkeit, Viskosität und ihren ungebrochenen Willen schafften die Gefährten das Unmögliche: Sie kamen in Rom an. “Das Hotel einfach die Straße runter”, bestätigte ihr Anführer aufmunternd. Und so zogen sie in ihre Kaserne wie von der Schlacht gezeichnete Soldaten, nur um festzustellen, dass das nächste Grauen bereits lauerte. Ein Erkundungsspaziergang versperrte das Tor zwischen Reiseerschöpfung und Schlaf. So machten sie sich auf, ermutigt durch die Tatkraft, die Weisheit und den Mut ihres Imperators, folgte ihm der Trupp und meisterte auch dieses Abenteuer. Bis über das Kollosseum, das Forum Romanum und die Kaiserforen hinaus, jedoch nicht bis zum Kapitol schafften sie es. In Sieg und Niederlage traten die Mitglieder abends verstreut ihren Heimweg an. Im Stützpunkt wurde ihnen kein Festessen bereitet, auch wenn sie eines verdient gehabt hätten. Schläfrig suchten die neuen Gladiatoren Roms ihre Gemäuer auf, denn auch die stärksten Krieger müssen ruhen.
Paul H. & Valentin
Rom – 30.01.24 – „Es ist kein Urlaub“
Der erste Tag in der Hauptstadt Italiens gestaltete sich als der bewegungsintensivste. Das Frühstück um 7 Uhr galt als Stärkung für den ersten Spaziergang zum Forum Romanum, der ungefähr 30 min dauerte.
Unser Tourguide, welche stark an Frau Wp. erinnerte, führte uns ca. 3h über den antiken Markplatz. Dort erklärte sie jeden doch so wichtigen Stein und ging besonders auf die Jahre 100 und 300 nach Christus ein, da diese archäologisch am wichtigsten waren. Zum Abschluss kletterten wir auf den Palatin und hatten eine wunderschöne Ansicht Roms von oben.
Anschließend besichtigten wir das Kolosseum, welches schon am Abend zuvor von außen bewundert wurde, von innen. Das Weltwunder und vor allem seine gut erkennbaren unterirdischen Gänge waren sehr beeindruckend. Wir hatten die Möglichkeit bei schönstem Wetter durch die verschiedenen Ränge zu spazieren und die historische Atmosphäre auf uns wirken zu lassen. Nach der Mittagspause, in der sich hoffentlich alle gut gestärkt hatten, ging es richtig zur Sache. Wir trafen uns am Konstantinsbogen, direkt neben dem Kollosseum. Der ausgedehnte Spaziergang stand an. Ziel war der Petersdom, den wir im Endeffekt jedoch nicht besuchen konnten, da wir etwas getrödelt hatten.
Zuerst gingen wir an der sogenannten Schreibmaschine vorbei, dem Kapitol, welches stark an das Kapitol aus der Filmreihe „Tribute von Panem“ erinnert. Danach passierten wir das Marcellustheater. Die dritte Sehenswürdigkeit auf dem Weg war das Pantheon, in das wir leider nicht rein konnten, da dies nur mit einer Voranmeldung möglich war. Um trotzdem etwas Zeit dort zu verbringen kauften sich einige ein Eis, für 15€ kann man das schonmal machen …
Anschließend waren wir auf der „Piazza Navona“, wo eine begabte Künstlerin unsere Gruppe in einer halben Minuten und nur mit einem Strich zeichnete.
Das Ende unseres Spaziergangs wurde von einem wunderschönen Sonnenuntergang am Tiber, mit dem Petersdom im Hintergrund, begleitet. Zurück zum Hotel fuhren wir mit der Metro, denn es hatte jeder ungefähr 30.000 Schritte auf dem Tacho.
Um den ersten Tag in Rom ausklingen zu lassen, gingen manche typisch italienisch essen, andere gönnten sich ein Eis zum Abendbrot, welches in Rom bekanntlich am besten schmeckt.
Jamie
Die Führung auf dem Forum Romanum mit „The Voice“ Monument Il VittorianoHerr Be. und Frau Br. mit den gezeichneten PortraitsDer Blick über das Forum Romanum und Rom vom Palatin ausDer Lateinkurs vor dem KolosseumDer Gang durch das KolosseumDie unterirdischen Gänge und Ränge im KolosseumSicht auf den Konstantinsbogen aus dem Kolosseum Sonnenuntergang am Tiber mit dem Petersdom im Hintergrund
31.01.24 – Tag im Vatikan
Mit viel Vorfreude und großer Neugierde machten wir uns am Mittwoch, den 31. Januar, am frühen Morgen auf den Weg zum Vatikan. Schon allein der Anblick des Petersdoms aus der Ferne war beeindruckend – ein majestätisches Bauwerk, das einem den Atem raubt. Als wir dann schließlich die riesige Piazza San Pietro betraten, eröffnete sich uns ein atemberaubendes Panorama. Nach kurzer Wartezeit und Taschenkontrolle ging es auch schon in den Petersdom. Auch wenn wir dort erst erfuhren, dass der Petersdom trotz des Namen eigentlich kein Dom, sondern eine Basilika ist.
Der Innenraum des Petersdoms übertraf all unsere Erwartungen. Er ist nicht nur der größte Innenraum einer katholischen Kirche, sondern auch ein wahres Kunstwerk. Die beeindruckende Kuppel, das bunte Lichtspiel der Fenster und die zahlreichen Statuen ließen uns staunen. Jedoch hatten viele von uns den Eindruck, der Petersdom sei leicht zu pompös. Im Innenraum konnte man ebenfalls einige Stufen nach unten gehen und ist in eine Grotte gelangt, in welcher wir die Begräbnisse der vorherigen Päpste bestaunen konnten.
Nach dem Besuch des Petersdoms ging es weiter zu den Vatikanischen Museen, in welchen uns eine Führung erwartete. Endlich dort angekommen, eröffnete sich uns eine schier unendliche Vielfalt an Kunstwerken. Von antiken Skulpturen bis hin zu Renaissance-Malereien gab es hier alles zu entdecken. Leider waren die Museen so vielfältig, dass man gar nicht alles angucken konnte. Die Führung half dabei uns auf die wichtigsten und besondersten Kunstwerke zu fokussieren. Besonders beeindruckt hat uns dabei die Sixtinische Kapelle. Der unverwechselbare Anblick von Michelangelos Deckenfresko ist einfach überwältigend. Wir konnten uns kaum sattsehen an den kunstvollen Details und der lebendigen Darstellung biblischer Szenen.
Unser Tag im Vatikan war zwar sehr anstrengend, jedoch voller Erstaunen und Begeisterung. Wir hatten ab ca. 14:30 Uhr Freizeit und trafen und um kurz vor 18:00 Uhr zu dem letzten gemeinsamen Essen in einem Restaurant in Nähe unseres Hotels. Nach so vielen Eindrücken und Erfahrungen fielen wir alle erschöpft ins Bett.
Paula
Petersdom von innenDeckenverzierungenBronzestatue im Museum
1.02.24 – Abschied von Italien
Nach fast einer Woche ging unsere wunderschöne Italienreise zu Ende. Blicken wir zurück, war die Fahrt sehr ereignisreich – und so geht sie auch zu Ende. Zwar war es der Tag der Abreise, doch denkt ja nicht, dass das bedeutet, dass man dies langsam ausklingen lässt: Unser Flieger geht erst gegen 19 Uhr abends, was reichlich Platz ließ, den Tag zu gestalten. Unser erster Luxus war, dass wir statt 7:30 Uhr um 8:30 Uhr frühstückten – endlich ausschlafen nach einer ereignisreichen Woche. Dann ging es weiter: Statt eine Stunde zu Fuß zu laufen, „um alle kulturellen Schätze von Rom zu entdecken“, nahmen wir die Metro in Richtung Ara Pacis, wobei wir aufgrund der Fülle erneut 2 Leute am Bahnsteig vergaßen (mich eingeschlossen, hehe). Alle vereint liefen wir 10 Minuten zur Ara Pacis. Dort angekommen, konnten wir den „Altar des Friedens des Augustus“ (lat.) bestaunen. Später übrigens genutzt von Mussolini, der ab 1925 faschistischer Diktator von Italien war. Man scheute keine Kosten und Mühen, die antiken Reliquien auszugraben, um die Großartigkeit von Italien zu untermauern – so nutzte man auch die Ara Pacis als Propagandainstrument. Danach machten wir uns zum berühmten und touristenattraktiven Trevi-Brunnen auf. Entsprechend den Erwartungen voll, aber trotzdem wunderschön. So konnte man instagramreife Schnappschüsse machen oder auch seinem Glück auf die Sprünge helfen, indem man eine Münze in den Brunnen warf – Man nehme eine Münze in die rechte Hand, stelle sich mit dem Rücken zum Brunnen, schließe die Augen und werfe das Geldstück über die linke Schulter ins Wasser. Nur so kommt man nach Rom zurück. So landen jeden Tag mehrere Tausend Euro im Brunnen. Anschließend liefen wir zur Spanischen Treppe, bekannt aus dem Film „Ein Herz und eine Krone“ (1953). Wichtig zu wissen ist, dass man auf dieser nicht sitzen darf – sonst wird man böse von italienischen Polizisten angemeckert.
Von dort aus hatten wir wieder Freizeit. Jeder in seiner eigenen Runde ging dem nach, was ihm in den letzten Stunden der Reise noch auf dem Herzen lag. So ging ich beispielsweise einfach verloren durch die Altstadt, um Rom nochmal auf mich wirken zu lassen.
Schließlich kam der Flug immer näher: Wir wurden von einem Reisebus abgeholt, der uns erneut zeigte, wie rasant der Fahrstil in Italien ist. Koffer wurden erneut gewogen, was bei einigen für Schweißausbrüche sorgte, aber im Endeffekt gab es keinen Grund zur Sorge. Um ca. 19:00 Uhr ging unser Flug los, ohne, wie vorher befürchtet, große Vorkommnisse. So landeten wir 2 1/2 Stunden später im BER, da wir gegen den Wind flogen. Unsere Reise war zu Ende: Was auch das Wetter, was uns aus dem Flugzeug erwartete, bestätigte. Trotzdem nahm jeder von uns seine ganz eigenen Eindrücke mit, und ich glaube, ich spreche für jeden, wenn ich sage, dass es viel zu schnell vorbeiging. Addio Italia 🇮🇹
Ein Krippenspiel im Januar, ist das nicht ein bisschen zu spät? Tatsächlich befinden wir uns im Januar noch im christlichen Weihnachtsfestkreis. Entsprechend des Kirchenjahreskreises endetet dieser nicht mit dem Weihnachtsfest, sondern geht sogar über den Tag der heiligen drei Könige hinaus. In diesem Jahr endete der Weihnachtsfestkreis erst am 28.01.24. Genauere Informationen findet ihr hier.
Am Dienstag, den 30. Januar 2024, waren wir, die Klasse 8b, im LER- bzw. Religionsunterricht in der evangelischen Seelower Stadtkirche. Zusammen mit Frau Bu. haben wir uns am Ende der Mittagspause auf den Weg dorthin gemacht. Herr Kr. hat schon vor der Kirche auf uns gewartet.
Wir sind im Kirchturm ein paar Treppenstufen hochgelaufen, bis wir in einen großen Raum kamen. Dort standen etwa dreißig Stühle, und in der Mitte – eine Krippe. Herr Kr. hat uns erklärt, dass wir ein Krippenspiel spielen. Wir sollten Lose ziehen, um zu entscheiden, wer welche Rolle hat und wer den Text liest.
In der einen Ecke des Raumes standen die Hirten mit ihren Schafen, ihrem Ochsen und dem Esel. Daneben saß der Engel, in der Nähe der Tür war der Herold, in einer anderen Ecke stand König Herodes. In der Nähe der Hirten waren Maria und Josef. Es gab auch noch die Weisen aus dem Morgenland. Maria und Josef mussten sich auf den Weg nach Betlehem zu der von König Herodes veranlassten Volkszählung machen. In Betlehem angekommen, suchten sie eine Unterkunft für die Nacht und wurden schließlich bei einem Bauern fündig, der noch Platz in einer Scheune hatte. Maria war hochschwanger und bekam in dieser Nacht ihr Kind. Anschließend kamen der Engel, die Hirten mit ihren Tieren und die drei Weisen aus dem Morgenland vorbei, beschenkten und besichtigten den Sohn Gottes. Ihr wisst sicherlich wie das genauer ablief, deshalb gehe ich darauf nicht weiter ein. So lasen alle ihre Texte vor und der Rest spielte dazu.
Als Nächstes hatte Herr Kr. noch ein Spiel geplant: Es gab ein Parlament, in dem zwei Jungs und zwei Mädchen saßen. Jeder hat ein Los mit dem Namen eines anderen Klassenkameraden gezogen. Es haben Jungs gegen Mädchen gespielt. Jedes Team wollte nur seine Mitglieder im Parlament haben. Also haben wir immer abwechselnd die Namen beliebiger Klassenkameraden genannt, und haben geguckt, wer darauf reagiert hat. Das war eine etwas andere Variante von „Mein rechter, rechter Platz ist frei“. Wer niemanden rechts neben sich zu sitzen hatte, musste den Namen sagen. Wir haben zwei Runden gespielt, eine Runde haben die Jungs gewonnen, die andere die Mädchen. Und dann waren die 90 Minuten auch schon um, wir sind zurück zur Schule gegangen und sind mit Bus, Fahrrad und Auto nach Hause gefahren.
Es hat uns allen Spaß gemacht und wir würden es wieder machen, allerdings war es manchmal schwierig, so spontan eine Rolle beim Krippenspiel zu spielen.
Die Religionsphilosophische Woche endete mit unterschiedlichen Workshops, in denen der Jahrgang 11 die Exkursionen und den Austausch mit Zeitzeugen zum Themenfeld „Was macht frei? – Was frei macht.“ kreativ aufarbeiten konnte. Freiheitswillen in der DDR-Diktatur, Freiheitsverständnis im Kloster Neuzelle, Begegnungen mit Islam, Buddhismus und Judentum in Moscheen, einer Synagoge oder dem Meditationszentrum Lotos-Vihara sowie der Besuch der Gedenkstätte Topographie des Terrors waren die inhaltlichen Schwerpunkte der ersten drei Projekttage. Sie boten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine individuelle Auseinandersetzung in den Workshops Film, Musik und Schreiben. Im Workshop Schreiben entstand das eBook „Zwischen Himmel und Erde – Ausblick in die Freiheit“, das ihr hier findet. Viel Spaß beim Lesen!