Liebe ist alles – zu Besuch beim Musical „Romeo und Julia“

Nach einem sehr entspannten Einlass ging das Stück schon nach kurzem Warten los. Die Aufführung war sehr interessant, da das Musical mit dem Ende des Dramas begann und dann erst der vorherige Verlauf gezeigt wurde. Der Text wich nicht weit von dem Orinal Shakespears ab, die Musik war jedoch poppig. So merkte man kaum, dass einige hunderte Jahre dazwischen liegen. Die Bühnenbilder waren der Wahnsinn, wie auch der Gesang und die schauspielerrische Leistung  von den Darstellern. Es wäre schön, weitere Musicals als schulische Veranstaltung zu besuchen.

Lena B. (9c)

Vorlesewettbewerb der 7. Klassen

In der Vorrunde trugen sie aus ihrer selbst gewählten Literatur vor. Nach diesen Beiträgen im Halbfinale bekamen Lara, Sahar (7c) und Julian (7a) ihre Teilnahmeurkunden für die tollen Lesebeiträge und den Mut, vor einem so großen Publikum zu sprechen, überreicht.

Im Finale erhielten die verbleibenden Teilnehmer:innen einen ihnen unbekannten Auszug des Romans Der Hüter der Erinnerung von Lois Lowry. Mika (7a) sicherte sich mit einem fehlerfreien und Spannung aufbauendem Beitrag den ersten Platz, Victoria (7b) folgte ihm mit knappem Rückstand auf Platz 2 und Lilly (7b) ist die drittbeste Leserin der Klassenstufe 7. Sie gewannen neben Ruhm und Ehre Büchergutscheine, die hoffentlich in spannende Osterferienliteratur investiert werden. Wir gratulieren euch zu diesem Erfolg!

Di

Revolutionärer Kunstgenuss: Wie die Villa Kunterbunt der 12. Klasse die Kunstwelt erschüttert und die Gesellschaft transformieren will!

.Die Kunstausstellung „Villa Kunterbunt“ der Kunstkurse der 12. Klasse des Gymnasiums auf den Seelower Höhen ist ein absolutes Highlight der Kunstgeschichte. Die Schülerinnen und Schüler haben sich seit Monaten auf diesen Moment vorbereitet und präsentieren ihre Abschlussarbeiten sowie weitere Werke der letzten Jahre. Der Veranstaltungsort ist der Kunstspeicher in Friedersdorf, welcher für die letzten Jahrgänge ebenfalls als Ausstellungsort genutzt wurde und eine optimale Atmosphäre bietet. Die Ausstellung ist dort vom 24. März bis zum 4. Mai 2023 vorzufinden und ist kostenlos zu bestaunen.

Zur Vernissage sind zahlreiche Gäste erschienen, die den Schülern Marten M. und Erik L. bei ihrer Eröffnungsrede gespannt an den Lippen hingen, während Lindsay. S. und Novalee. K. das Logo des Gymnasiums auf den Seelower Höhen in bunter Farbe getupft haben. Für das leibliche Wohl der Gäste wurde in Form von Kaffee und Kuchen sowie Sekt und andere Getränke gesorgt.

Die Eröffnungsrede

Die Ausstellung bietet den Besuchern einen umfassenden Einblick in die künstlerischen Fähigkeiten und Talente der 12. Klasse. Die Werke sind so vielfältig und unterschiedlich wie die Schülerinnen und Schüler selbst. Es gibt beeindruckende Malereien, Plastiken, Collagen, Fotografien und generell abstrakte Kunstwerke zu bestaunen. In den verschiedenen Werken der Jugendlichen werden die Kursthemen, Design, Architektur und Selbstdarstellung thematisiert.

Besonders bemerkenswert ist die Kreativität und der Mut, den die Abiturienten in ihren Werken zeigen. Jedes Kunstwerk hat eine eigene Geschichte und vermittelt eine besondere Botschaft. Die Ausstellung zeigt, dass Kunst mehr als nur ein Hobby oder ein Schulfach ist, sondern eine wichtige Ausdrucksform, die unser Leben bereichert und unsere Perspektiven erweitert.

Das Bild “Versagt” von Emily. E. zeigt in der Mitte eine junge Frau mit einer Augenbinde, um sie herum befinden sich zahlreiche Tests aus der Schule, welche eine schlechte Benotung erhalten haben. Eine Lehrerin, die die Ausstellung besuchte, sagte: „Dieses Bild hat wirklich meine Wahrnehmung des Themas geändert, ich hatte keine Ahnung, dass der Leistungsdruck und der Klausurenstress auf die Schüler so groß ist. Das hat mich sehr erschüttert.”

„Versagt“ (2023) von Emily E.

Die Zeichnung von Florian. B. mit dem Titel “ Mask Off” zeigt einen jungen Mann im Vordergrund, welcher eine Maske abnimmt. Die Straße hinter ihm ist mit Masken versehen und führt zu einer Stadt im Hintergrund. Er sagt zu seinem Bild “ In Gegenwart anderer versteckt sich jeder hinter einer Maske, man zeigt seine wahren Gedanken nur sich selbst.” Der Künstler möchte mit diesem Werk darauf aufmerksam machen, dass man sich nicht verschließen soll, sondern sich anderen Personen, vor allem Freunden und Familie, öffnen sollte und ihnen die eigenen Gefühle und Gedanken mitteilen möge. So möchte er die Gesellschaft transformieren und zu einem Wandel bewegen.

„Mask Off“ (2023) von Florian B.

Die Besucher waren begeistert von der Kunstausstellung Villa Kunterbunt. Ein kunstinteressierter Besucher sagt: „Es herrscht eine bunte Vielfalt der Werke, bei denen einige auch tiefgründig berühren und zum Denken anregen“. Ein weiterer Gast sagt voller Begeisterung: “Diese Ausstellung regt in allen Belangen zum Denken an, sie spiegelt den Geist unserer Welt wider. Sie geht dabei nicht nur auf heutige Probleme der Gesellschaft und Individuen ein, sondern regt zu einem kritischen Gedankenaustausch zur vergangenen Geschichte an.”

Die jugendlichen Künstler haben mit ihrer Kunstausstellung gezeigt, dass sie nicht nur gute Schülerinnen und Schüler sind, sondern auch kreative Köpfe, die die Welt mit ihren Ideen und Visionen bereichern und eine positive Transformation der Gesellschaft hervorbringen werden.

Florian H. & Erich L. (Jg. 12)

Dieter is back

Im Kunstkurs 10 bereiten die Schüler ihre Abschlussarbeit vor. Es werden zunächst verschiedene Techniken kennengelernt und ausprobiert. Nachdem sie in einem Schülervortrag verschiedene Collagearten (Grafikcollage, Reizbildcollage, Textcollage, Décollage, Rollage, Fotomontage) kennengelernt haben, sollten sie, eine Bildidee als Reizbildcollage umsetzen. Dabei geht es darum, sich von einem Schnipsel „reizen“ (anregen) zu lassen, ihn weiterzuführen und in einen neuen Zusammenhang zu stellen.
Die gestalterischen Schwerpunkte bei dieser Aufgabe sind mit Hilfe der grafischen Mittel, fließende Übergänge unter Aufnahme der natürlichen Formen und der vorhandenen Plastizität zu schaffen. Als Ausgangspunkt dienten zufällige Ausschnitte von Augen oder halbe Porträts, u.a. Dieter Bohlen. Die Ideen konnten phantastisch, verrückt,… oder real sein.

Mt

Briefe ins Ghetto

Unsere Briefe:


Lieber Demitri,
ich freue mich immer wieder von dir hören zu können. Ich vermisse es trotzdem sehr, mit dir einfach am Bahnhof ein Eis zu essen oder mit dir am See baden zu gehen. Diese Regelungen und Unterdrückungen, die du, deine Familie und die anderen Juden ertragen müssen, sind schrecklich. Ich hoffe, dass es bald vorbei ist. Mir geht es auch ganz gut. Ich gehe jeden Tag zur Schule, treffe mich mit Freunden und schreibe viel, so wie du es mir mal sagtest. Ich hoffe, dass ich bald meine kleine Geschichte zu Ende habe und sie dir schicken kann. Vielleicht werde ich ja mal eine bekannte Schriftstellerin. Solange du an mich glaubst, mache ich weiter. Deutsch läuft super. Ich habe mich verbessert. Ich habe wieder einige Sachen zusammengesucht, bei denen ich dachte, dass du sie gebrauchen könntest. Wir können uns ja bald wieder am Loch treffen, dann gebe ich sie dir. Von Lara soll ich dir noch sagen, dass diese schlimme Sache nicht mehr lange anhalten wird und wir bald wieder ein normales Leben leben können. Ich glaube fest daran. Ich denke oft an dich und wünsche mir deine Anwesenheit. Ich denke an unsere schönen Momente und lache viel. Ich hoffe, dass es bei dir auch so ist. Ich wünsche dir alles Gute und freue mich, wenn du raus bist und wir uns endlich in die Arme schließen können. Deine Vanessa

Hey Levi, ich habe von deiner Situation gehört. Echt schrecklich, unter welchen Umständen du leben musst. Ein begrenzter Lebensraum, bei euch ja auch Judengasse genannt, und kaum etwas zum Essen. Ihr müsst ja sogar heimlich Lebensmittel ins Ghetto schmuggeln und mit der Angst leben, dabei erwischt zu werden, echt heftig! Bei mir ist es ganz anders. Ich lebe in einem Dorf, in dem ich normal leben kann, habe Zugang zu Lebensmitteln, ohne sie schmuggeln zu müssen, und habe auch nicht die Angst, getötet zu werden. Bei euch werden ja sogar die Leute, die beim Schmuggeln erwischt werden, erschossen, stimmt’s? Das stelle ich mir echt schlimm vor! Wie kam es eigentlich dazu? Wurdest du einfach aus deinem Zuhause „gerissen“? Ich hoffe es gibt einen Ausweg und ich sehe dich endlich wieder! Bis hoffentlich bald! Deine Lisa

Hallo Aron, ich habe lange nichts mehr von dir gehört. Wie geht es dir so? Und was ist mit dem Medizinstudium von deinem Bruder Levi? Ich habe gehört, du und deine Familie seid jetzt auch im Ghetto… . Es tut mir für dich leid. Du weißt ja, ich lese gerne Bücher über die vergangene Zeit und von Leuten, die viele Traumata erlebt haben. Tue mir einen Gefallen und iss genug, gib nicht alles deiner kleinen Schwester Shahra, sonst verhungerst du mir noch. Lass dich nicht erwischen, wenn du Lebensmittel schmuggelst! Du erinnerst dich doch bestimmt noch an den Bauern von nebenan, bei dem wir immer im Sommer Kirschen stibitzt haben. Sie werden dich jedoch nicht nur mit einer Ohrfeige davonkommen lassen, das weißt du! Meiner Mutter geht es von Tag zu Tag schlechter, aber ich habe mich deutlich in der Schule verbessert und werde mich für dich anstrengen. Sterbe nicht! Ich werde auf dich am Kirschbaum warten. Komme so schnell wie du kannst wieder zu mir. Es gibt noch Hoffnung, verliere sie nicht! Mit lieben Grüßen Deine Hanna

Lieber Noah, ich hoffe, dir geht es gut. Ich habe gehört, dass es im Ghetto sehr schlimm ist. Ich gehe zur Schule, treffe mich mit Freunden und muss mir keine Sorgen um Essen machen. Ich hoffe, dir und deiner Familie geht es gut. Ich habe Gerüchte gehört, dass es bald vorbei ist. Vielleicht können wir uns treffen und du kannst meine Fragen beantworten. Zum Beispiel wie du reagiert hast, als du plötzlich aus deinem Haus musstest und nicht wusstest, was los ist. Ich wünsche dir alles Gute. Hargun

Liebe Sonja, ich heiße Anna und bin 13 Jahre alt. Eine meiner Freundinnen hat mir über dich erzählt. Ich wohne in Seelow, einer kleinen Stadt. Wir haben haben hier viele verschiedene Läden und Menschen. Ich habe gehört, dass wo du wohnst, einem Ghetto, nur Juden leben, stimmt das? Meine Freunde haben gesagt, dass du nett bist. Ich würde mich gerne mit dir treffen, wie ich es mit meinen Freunden machen kann, aber das geht ja nicht, weil du in einem Ghetto wohnst. Musst du eigentlich zur Schule gehen, denn ich schon, z.B. Noten, Hausaufgaben, usw.? Ich frage mich, was an dir so anders ist, dass du im Ghetto leben musst. Ich hoffe, der Brief kommt bei dir an und ich hoffe, dir geht es gut! Falls nicht, hoffe ich, dass alles besser wird. Ich hoffe, du kannst bald zurückschreiben. Tschüss! Anna

Liebe Sonja, ich hoffe, dir geht es nicht ganz so schlecht dort. Ich habe gehört, dass ihr dort nur wenig Essen und wenig Platz zum Leben habt. Ich hoffe, ihr könnt, wie früher, irgendwann wieder zusammen in eurem Haus leben, so wie wir. Und auch, dass ihr bald wieder genug Lebensmittel habt. Vielleicht könnt ihr dann auch einfach in den Supermarkt und euch zum Essen holen, worauf ihr gerade Lust habt. Es ist bestimmt schwer, einfach so von Zuhause weg zu müssen und solchen Gefahren ausgesetzt zu sein, nur weil ihr euch ernähren wollt. Ich find’s traurig, dass du so leben musst und wünsche dir, dass dir nichts passiert und es bald besser wird für euch. Ich hoffe, ich kann dich dann eines Tages mal treffen. Alexandra

Klasse 8a

Upcycling – Altes Eisen in neuem künstlerischen Glanz

Die Vorarbeiten setzten sich aus vier Bausteinen zusammen: Im einführenden Theorieteil “Design“ wurden Begriffe und Grundlagen geklärt, wie die Funktionen des Designs und was eine Designstrategie ist. In weiteren Bausteinen wurde das Sachzeichen wiederholt. 

Über unterschiedliche  Kreativmethoden entstanden erste Scribbles mit Material- und Farbüberlegungen; danach Renderingzeichnungen, ehe es ans Anfertigen der Modelle bzw. Prototypen ging.  Einige, der „jungen Designer“ entwickelten noch  Werbung für ihre Produkte mittels Plakaten oder Werbespots.

Gezeigt werden auch Light-Graffiti der 11. Klasse.

Mt

Die Sani-AG

Ab diesem Schuljahr bietet die Sani-AG wieder Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die Schulsanitäter*innen aus unserer Schule zu sein und im Ernstfall, wenn jemand Hilfe benötigt, zu wissen, wie man in gewissen Situationen als Ersthelfer zu handeln hat. 

Wir, das Schulsanitäter-Team, bestehend aus Ares und Justus (9a), Hanna, Zoe, Anna, Laura, Vanessa und Lisa (8a) besuchten an einem Samstag (10.12.22) das DRK Gebäude in Seelow und absolvierten dort mit anderen Leuten, die ihre Ersthelfer-Ausbildung erneuern/auffrischen wollten, eine Ausbildung zum Ersthelfer, in der wir vieles über die erste Hilfe lernten. Zum Beispiel wie man eine verletzte (/bewusstlose) Person aus einem Auto bekommt, einem Motorradfahrer den Helm abnimmt und den Kopf dabei richtig stützt, wie die stabile Seitenlage funktioniert und vieles mehr. Mit diesem Wissen arbeiteten wir in der AG weiter und bekamen bestimmte Situationen genannt, beispielsweise eine Verletzung an der Hand, die durch einen Sturz entstand, oder auch eine starkblutende Kopfplatzwunde, die wir richtig verbinden sollten (mit Hilfe eines Druckverbandes, um die „Blutung“ zu stoppen).

In dieser AG sind aber nicht nur wir, die Schüler*innen, sondern auch Frau Jd. und Heike, eine Frau von der DRK, mit denen wir auch den letzten Mittwoch im letzten Jahr, an dem die AG stattfand, verbrachten. Wir tranken Kinderpunsch, lachten, aßen Plätzchen und haben gewichtelt. 

Das Jahr 2023 starteten wir mit einem neuen Ritual, und zwar lesen wir jetzt manchmal am Anfang der eineinhalb Stunden eine Geschichte aus einem Buch von Frau Jd. vor, in dem ein Sanitäter von seinen Fällen erzählt und dazu witzige Überschriften hat, zum Beispiel „Sugar, Sugar Baby“. Nach jedem vorgelesenen Fall überlegten wir dann, was nun mit dem Patient war und weshalb das Rettungsteam anrücken musste.

Wir lernten aber auch vieles über Blut, zum Beispiel die festen Bestandteile des Blutes: rote Blutzellen (Erythrozyten), weiße Blutzellen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) und die flüssigen Bestandteile: Blutplasma. Außerdem trugen wir gemeinsam die Eigenschaften und FunFacts über das Blut zusammen.

Mit diesem Wissen und weiteren Übungen, die noch anstehen, widmen wir uns der Aufgabe, als Schulsanitäter-Team unsere Schule zu vertreten und anderen im Ernstfall mit Gewissheit und Bedacht zu helfen.

Lisa (8a)

Plastiken der 9. Klassen zum Thema „Typisch Schüler“

Gefahr im Netz

Bevor wir dran waren, hatten wir erst noch eine Stunde Musik, die aber schon um 10:40 Uhr endete, da wir ja in der vierten Stunde in den Raum 22 gingen, um die restlichen 45 Minuten in das Projekt „Gefahr im Netz“ einzutauchen. Im Raum erwartete uns eine Polizeibeamtin, die vielen von uns wahrscheinlich schon bekannt war, da sie einige Grundschulen in der 6. Klasse besuchte.

Als erstes wurde die Frage gestellt, ob wir Polizist*in werden wollen. Nachdem sich einige meldeten, schauten wir ein Video von Falco Punch, den viele wahrscheinlich durch die sozialen Medien kennen, an, um in das Thema reinzukommen, mit dem wir uns dann die nächste Dreiviertelstunde beschäftigten. Nach diesem Video redeten wir über strafbare Inhalte, bei denen wir zuerst über Rechtsextremismus sprachen. Laut §86a des Strafgesetzbuches ist das öffentliche Versenden von rechtsextremistischen Bildern, Stickern, etc. verboten und somit strafbar. Zum öffentlichen Versenden zählen schon Gruppenchats. Zu den strafbaren Inhalten zählen auch gewaltverherrlichende Bilder und Filme, bei denen das ungewollte Versenden oder das Zeigen laut §131 des Strafgesetzbuches, ebenfalls unerlaubt und strafbar ist. Jedoch gibt es einen Sonderfall, denn bei öffentlicher Interesse ist es erlaubt (laut §131 Abs. 2 StGb). Danach folgte der Oberbegriff „Hate Speech“, der übersetzt Hassrede bedeutet. Mit Hilfe unserer tollen iPads scannten wir den QR-Code, um auf die Website „Mentimeter“ zu gelangen und uns zuerst zu entscheiden, welcher von den folgenden Sätzen zur Hassrede gehört: „Zu viel Schminke bei Mädels geht gar nicht!“, „Warum müssen Kanaken mit auf Klassenfahrt fahren?“ und „Ich habe echt keinen Bock auf meinen Matheunterricht.“. Dort wäre es dann der zweite Satz bzw. in diesem Fall die Frage, die zu „Hate Speech“ gehört. Bevor mit einem nächsten strafbaren Inhalt fortfuhren, mussten wir uns auf der selben Website entscheiden, welche Straftaten bei der Hassrede vorliegen, die Volksverhetzung, Verleumdung und Beleidigung wären. Nach diesem Inhalt sprachen wir kurz über die Rechtslage und die Gesetze, bei denen Beleidigung (§185 StGb), Nachrede (§186 StGb), Verleumdung (§187 StGb) und Volksverhetzung (§130 StGb) strafbar sind. Der danach folgende Inhalt, über den wir redeten, der auch nicht schön ist, ist Kinderpornografie, bei dem der Besitz schon als strafbar angesehen und nicht unter einem Jahr Haft geahndet wird.

Jeder hat sicher schonmal einen Kettenbrief erhalten, allerdings sind Kettenbriefe, in denen man beispielsweise diesen Brief an 10 Kontakte weiterleiten muss, um eine blaue Tastatur zu bekommen, die man trotzdem nie bekommt, nicht gemeint, sondern Kettenbriefe, in denen man auf einen Link klickt und nach seinen persönlichen Daten gefragt wird. Dafür sind Paketnachrichten über SMS ein sehr gutes Beispiel, da diese Websites, wenn man auf den Link klickt, sehr vertrauenswürdig erscheinen, es aber nicht sind. 

Bevor wir in die Mittagspause gehen konnten, beschäftigten wir uns mit Cybermobbing, was durch die ganzen sozialen Medien und auch Chatgruppen/Chats weit verbreitet ist. Dazu schauten wir uns ein Video von Lijana Kaggwa an, die in der 15. Staffel (2020) bei GNTM dabei war und sehr durch Cybermobbing angegriffen wurde. Und was kann man gegen Cybermobbing jetzt genau tun? – Ganz wichtig: Beweise sammeln, vor allem Screenshots machen, sich trauen es zur Anzeige zu bringen, online nie reagieren, diesen Kontakt/Profil dem Betreiber melden, die Person/Profil blockieren und am besten seine Social-Media-Profile auf privat einstellen.

Ich denke, dass wir in den 45 Minuten sehr gut über die Gefahren im Internet informiert wurden, auch wenn uns einiges davon sicher schon bekannt war. Wir bekamen Tipps, wie wir am besten bei beispielsweise Cybermobbing zu handeln haben und wurden auch über die einzelnen Straftaten aufgeklärt, und was sie bei einem Verstoß für Konsequenzen haben.

Lisa (8a)

Muss man sich Respekt verdienen?

In den ersten beiden Stunden trafen sich die LER- und Reli-Schüler*innen im Raum 504, denn es war geplant, dass wir mit der Begleitung von Frau Bu. und Herrn Kr. zum CVJM in Seelow laufen. 

Als alle da waren, ging unser ca. zehnminütiger Fußmarsch auch schon los. Gegen 8:15 Uhr trafen wir im CVJM ein und stellten dort erstmal die Stühle, die gestapelt an der Seite standen, zu einem Stuhlkreis zusammen. Als jeder es sich auf den Stühlen „bequem“ machte, gab es eine schnelle und kurze Vorstellungsrunde. Die Betonung liegt auf schnell, denn jeder sagte nacheinander zügig seinen Namen, was vielleicht höchstens zehn Sekunden dauerte. Weil das so ein „Spaß“ war, machten wir das Ganze nochmal andersherum. Nach der Vorstellungsrunde sollte jeder sich ein Arbeitsblatt und einen Stift nehmen. Durch dieses Blatt wurde uns dann auch sehr schnell klar, was das Thema sein wird, mit dem wir uns im CVJM beschäftigen. Und zwar ging es um das wichtige Thema „Respekt“, welches Achtung, Wertschätzung, Anerkennung, Aufmerksamkeit, Toleranz gegenüber Personen, Berücksichtigung etc., bedeutet. Auf diesem Arbeitsblatt befand sich im oberen Bereich eine Tabelle, bei der darüber „Ich habe Respekt vor…“ stand und sich darunter Fortsetzungen befanden. Daneben war dann ein Feld, in dem wir zwischen null, kein Respekt, und vier, großen Respekt, entscheiden und ankreuzen mussten, wie viel Respekt wir davor haben. Unter der Tabelle waren dann noch Fragen an uns, die wir beantworten sollten. Nach ein paar Minuten werteten wir dieses Blatt gemeinsam aus, indem folgende Sätze vom Blatt vorgelesen wurden: „Ich habe Respekt vor…“ „…Polizisten und Richtern“, „…Menschen, die illegale Dinge tun, aber nie erwischt werden“, „…meinem Lehrer/Lehrerin“, „…Menschen, die Fehler zugeben und sich entschuldigen“ und noch ein paar weitere. Nach jeder Frage fragte uns Rebecca, eine Frau vom CVJM, wer sein Kreuz im Bereich null/eins und danach, wer sein Kreuz bei drei/vier gesetzt hat. Nach jeder Abstimmung wurde ein*e Schüler*in gefragt, wieso er/sie sich dazu entschieden hat, dort ein Kreuz zu setzten. 

Da wir die ganze Zeit nur saßen, bewegten wir uns zum Schluss noch ein wenig, indem Aussagen vorgelesen wurden und jeder für sich selbst entscheiden musste, ob er/sie der Aussage zustimmt, nicht zustimmt oder beide Meinungen gleich vertritt. Um uns auf eine der genannten Möglichkeiten festzulegen, begaben wir uns, wenn wir der Aussage zustimmten, nach rechts, dagegen nach links und falls wir dafür und dagegen waren, blieben wir einfach in der Mitte. Nach jeder Aussage sollte wieder eine*r von jeder Seite begründen, warum er/sie dieser Meinung war und entschieden hat, sich auf diese Seite zu stellen. Bei dem Satz „Respekt muss man sich verdienen“ waren fast alle der gleichen Meinung, sodass die Mehrheit dem zustimmte, da nicht gleich davon auszugehen ist, dass die jeweilige Person überhaupt Respekt verdient hat. Die Zeit verging extrem schnell, weshalb wir uns danach wieder zurück zur Schule begaben, bei der wir, mal wieder, mitten in der Pause ankamen.

Leider ist es nicht selbstverständlich, dass alle Respekt vor ihren Mitmenschen haben, weshalb der Besuch im CVJM einigen vielleicht die Augen öffnete und sie dazu brachte, auf ihre Mitmenschen zu achten und sie mit Respekt zu behandeln.

Lisa (8a)