Am Morgen noch schnell die Fassadenbeschreibung in der Kunstklausur geschrieben bzw. darin eine Durchdringung zweier Baukörper konstruiert und schon durfte sich auf den heutigen Abend gefreut werden. Zunächst trafen wir uns schon ganz gespannt, was uns wohl erwarten wird, am Bahnhof in Gusow um 16.30 Uhr. Mit dem Regio, den wir folglich an der Warschauer Straße verließen, ging es also in Richtung Ostbahnhof. Zu unserer Verwirrung stiegen wir aus, nur um auf der gegenüberliegenden Seite wieder in die Bahn zu springen und zurück zum Alexanderplatz zu fahren, den wir gegen 17.40 Uhr erreichten. Bis 18.50 Uhr erhielten wir nun erstmal Zeit, den Weihnachtsmarkt zu bestaunen, auch wenn die Zeit geradeso für ein Foodkoma reichte. Am Bahnhof trafen wir dann alle wieder aufeinander und fuhren mit der S-Bahn zum Friedrich-Stadtpalast. Nach Rucksackabgabe derjenigen, die einen mitnahmen, sowie Kartentausch untereinander nahmen wir bereits unsere Plätze ein und bestaunten zunächst die wunderschöne Bühne. 19.30 Uhr begann dann die Show und tanzende Cocktails, menschliche Kronleuchter, die auf einmal von der Decke runtergelassen wurden, knallige Farben, aber auch graue Töne, die die Darsteller durch aufmunternde Darstellung behoben, füllten die zweieinhalbstündige Vorstellung. Unser Highlight: Eine schwebende Ballerina, eigentlich scheinbar eine Pusteblume, hinter der alle hinterherrannten. Um doch noch einen früheren Zug zu bekommen, verließen wir den Saal dann gegen 21.50 Uhr, während alle mit Klatschen beschäftigt waren. Im schnellen Schritt, was übermüdet tatsächlich nicht mehr so einfach war, begaben wir uns zur S-Bahn, die an einer Station fast fünf Minuten stand. Folglich durften wir also wieder ein wenig sehr viel schneller zum Regio rennen, mit dem wir gegen 23.30 Uhr in Gusow ankamen. Ausgepowert und mit Freude, am darauffolgenden Tag das Privileg des Ausschlafens zu erhalten, endete also unser vorgezogener Wandertag mit der Erkenntnis, wie schon allein knallige Farben eine Emotion, einem Gefühl wie Glück so starken Ausdruck verleihen können.
Lisa (11b)



