Besuch der Gedenkstätten Berliner Mauer und Berlin-Hohenschönhausen

Am 8.Juni haben wir, also die 10a,b und c, uns um 7:20 Uhr getroffen für die Gedenkstättenfahrt ins ehemalige Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen in Berlin und um uns die Berliner Mauer anzuschauen. Nach der Anwesenheit sind wir nach Berlin gefahren und wir sind ungefähr um 9 Uhr an der Gedenkstätte angekommen. Daraufhin haben wir uns einen kurzen Erklärvideo angeschaut, was hier damals passiert ist und warum. Im Folgenden hat uns eine Führerin begleitet und sie berichtete, dass wir uns zwei verschiedene Gebäude angucken werden, ein U-förmiges und ein T-förmiges, beide waren aber Gefängnisse für Häftlinge. Das U-förmige Gebäude wurde jedoch ein bisschen später gebaut, weil es nicht genug Platz gab. Die Menschen damals wussten nicht, dass dieses Gebiet für Häftlinge sei, sie dachten, es wäre eine Fabrik bzw. habe es keiner hinterfragt. Zuerst kamen wir an den Räumen, die zur Zeit der sowjetischen Besatzung als Zellen genutzt wurden, an. Hier betonte sie , dass es zwei verschiedene Räume für Häftlinge gab. Der erste Raum war für ungefähr 6-7 Menschen und der zweite Raum war nur für eine einzige Person gedacht. Der Grund dafür war, um falsche Geständnisse zu kriegen, dafür haben sie die Häftlinge durch Isolation bestraft oder durch andere Bestrafungen wie z.B. der Hitzeraum, Stehzeit, Überflutung, der Schlafmangel und keine Gespräche waren erlaubt.

Danach kamen wir an Räumen an, die auch Möbel hatten, da sah man, dass die Häftlinge an einem Holzbett schlafen mussten und eine Schüssel für den Klogang bekamen. Sie wurden gezwungen, ein Dokument zu unterschrieben, indem sie in einer Position schlafen mussten, also auf dem Rücken mit den Händen auf der Brust gekreuzt. Alle 15-30 min liefen die Wächter durch den Gang, um zu kontrollieren, ob sie auch die Position einhalten und da es damals noch einen Teppich auf dem Boden gab, konnten die Häftlinge nicht einschätzen, wo die Wächter waren. Wenn die Wächter einen erwischt haben, dann wurde Lärm gemacht und das Licht wurde angemacht und alle Häftlinge im Raum mussten eine 3/4 Stunde stehen, bevor sie wieder schlafen durften und so hat alles sich wiederholt. Durch dem Lärm sind auch andere Häftlinge wach geworden. Deren Ziel war , dass die Häftlinge Schlafmangel haben und nicht klar denken konnten. Viele Räume wurden aus verschiedenen Zeiten gestaltet, manche aus den 1960ern oder aus den 1980ern. Es gab einen bestimmten Lieferdienstwagen, den viele kannten, den Barkas B1000, jedoch sind Menschen damit transportiert worden. Maximal haben 5 Personen reingepasst mit 2 Wächtern, in kompletter Dunkelheit und jeder Häftling war in einer kleinen Zelle, sodass sie nicht kommunizieren konnten. Meist ist lange gefahren worden, um die Orientierung zu verlieren. Zunächst stiegen sie in einer Garage aus und wurden geblendet vom Licht und sind in die Zellen weggebracht worden. Die Häftlinge durften fast nie die Zellen verlassen und es war ein Privileg, sich in der Freiluftzelle zu bewegen, also ca. eine halbe Stunde, in der ein paar Häftlinge ,,draußen“ sein durften, aber immer in Bewegung sein mussten und nicht hoch in die Wolken schauen durften. Die Wächter von oben haben das auch kontrolliert. Wie man sich bestimmt denken kann, wurden die Häftlinge nach Nummern benannt. Als wir wieder drinnen waren, sahen wir einen Raum, wo neue Häftlinge sich ausziehen mussten und vor einem Spiegel standen und sie mussten z.B. die Beine ausstrecken oder sich bücken und sie wurden auch betastet. Später kamen wir an einem Verhörungsraum, dort gab es zwei das Verhör leitende Personen, die den Häftlingen den Befehl gaben, wo sie sich hinsetzten durften. Sie erschienen meist freundlich und boten Tee oder Wasser an, aber man durfte nicht auf die Toilette gehen. Sie wollten, dass die Häftlinge sich so unwohl wie möglich fühlten.

Von 12 bis 13 Uhr waren wir bei der Berliner Mauer. Der Jugendoffizier der Bundeswehr hat erklärt, warum die Berliner Mauer eine L-Form hatte – für mehr Stabilität. Zunächst mussten wir die jüngsten und die ältesten Mauertoten finden, dazu haben wir uns die Mauer der Mauertote angeschaut. Neben dem Aufbau der Mauer stand auch der Tunnelbau im Mittelpunkt seines Vortrags, so standen wir unmittelbar auf dem sogenannten „Tunnel 57“, durch den 57 Ost-Berlinern die Flucht in den Westen gelang. Um 13:30 Uhr sind wir zurückgefahren und kamen um ca 15 Uhr wieder in Seelow an.

Sahar (10c)

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