Wie einige unserer Werke aussahen, könnt ihr im folgenden Beitrag betrachten.











Blog des Gymnasiums auf den Seelower Höhen











In der Frühstückspause trafen sich alle ausgewählten Schüler:innen und Frau Mo. auf dem Schulhof und angeführt von den Zehnten liefen wir in Richtung Netto. Von dort aus war es dann nicht mehr weit bis zum Platz der Stolpersteinverlegung. Dort angekommen, erwarteten uns vorerst sehr viele Menschen, Verwandte von Max Philippsborn und der Bürgermeister. Er hielt gedenkend eine Ansprache und Philippsborns Urenkel fand auch noch einige Worte, bevor er auf auf Hebräisch etwas sang. Danach wurde auch schon der Stolperstein verlegt, auch wenn die meisten von uns nur erahnen konnten, wie dies ablief, da man aufgrund der anderen Menschen nichts sehen konnte. Dank Ares‘ (10a) genauer Beschreibung, wie der Stein eingesetzt wurde, gelang es aber tatsächlich auch uns gedanklich vorzustellen, wie dies ausgesehen haben könnte. Gute zwanzig Minuten später fuhren wir auch schon zum Schweizerhaus, bei dem wir erst einmal durchatmen konnten. Die eingeladenen Gäste betraten ein wenig später den Saal, der sich demzufolge langsam füllte. Anspannung und eine leichte Prise von Aufregung überrumpelte den ein oder anderen von uns, während Frau Krüger und später der Bürgermeister eine Rede hielten. Sie bedankte sich auch bei den Schülerinnen von uns, die beim Jüdischen Abend mitwirkten. Anschließend verzauberten Annabelle (9a) und Isabel (9b) mit dem Lied Riptide alle anwesenden Gäste. Danach folgte Laney (9b) mit der sehr informativen Vorstellung der Biografie von Max Philippsborn und passend dazu betrat sein Urenkel die Bühne, fand noch einige Worte und zeigte ein Plakat mit allen Namen (bekannt und unbekannt) der begrabenen Juden aus Seelow. Eine weitere Rede von Frau Krüger später stellte ich mein Gedicht (Die Mauern der Kriege), das bei einigen Zuhörern gut ankam, vor und Annabelle und Isabel zeigten eine abschließende musikalische Darbietung von dem Lied People help the People, die sehr berührend war. Zum Abschluss gab es wieder koscheres Essen, allerdings vom Schweizerhaus selbst, und bei guten Gesprächen, auch mit den Angehörigen, ließen wir den Tag, für uns bis 12.30 Uhr, ausklingen.
Lisa (9a)










Nach Ende der sechsten Stunde begaben wir, die neunten und zehnten Klassen, uns in die Cafeteria, sicherten uns erst einmal einen guten Platz und bewunderten die aufgebaute Kulisse, die ein kleines Zimmer zeigte. Nachdem alle Schüler- und Lehrer:innen eintrafen, ging Frau Br. in die Mitte und beruhigte uns, sodass die beiden Frauen Anna und Mila beginnen konnten. Anna spielte in diesem Schauspiel die Rolle als Mo und Mila als Sol, welche zwei sechzehnjährige Jugendliche charakterisierten. Die beiden sind beste Freunde, kennen sich durch ihre gemeinsame Passion, das Fechten, und wissen, dass Sol queer ist und Mo sich in Mark verliebt hat. Von der Figur Mark haben wir nur in den Gesprächen zwischen den Freundinnen erfahren. Die beiden telefonierten noch am selben Tag und Mo kam zum ersten Mal richtig in Kontakt mit Alkohol. Vor Liebe stimmte Mo einem Treffen am See zu und nahm ihre beste Freundin Sol, die eigentlich beschloss, mit dem Verzehr von Alkohol bis zu ihrem 18. Geburtstag zu warten, dahin mit. Nun wollte sie nicht spießig sein und trank mit ihrer besten Freundin gemeinsam Bier. Während es Mo gut ging, erlebte Sol einen Blackout, wachte in ihrem Bett (der Kulisse) auf und wurde von Mo geweckt. Bereits an dieser Stelle wirkte Mos Reaktion ein wenig skurril, denn sie hatte weiterhin ein Verlangen danach, Alkohol zu konsumieren. Sol lebte ihren Kater aus, während Mo und Mark bei einem Konzert genüsslich Alkohol tranken, wodurch Mo so langsam eine Sucht entwickelte. Die Zeit verstrich und während für uns einige Sekunden vergingen, so war es im Schauspiel einige Monate später und Sols Geburtstag stand an. Mo schenkte ihr Gläser und Alkohol, doch Sol lehnte diesen ab, weshalb Mo den Rest zu sich nahm. Aus dem gemeinsamen Trinken wurde das heimliche und Mo lag nun mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Doch davon lässt sie sich nicht unterkriegen und schafft es, Sol von einem Trinkspiel zu überzeugen. Im Alkoholrausch schnappt sich Mo Sols Handy und wählt die Nummer von Sols Mutter. Diese wusste nicht, dass Sol lesbisch ist, denn das wollte sie ihr selbst sagen, doch dafür war es zu spät. Sol wurde sauer und schmiss Mo aus der Wohnung. Weitere Monate vergingen und Silvester stand an. Mo klingelt weinend an der Wohnungstür mit der Begründung, dass Mark mit ihr Schluss gemacht habe. Sol versuchte ihre am Boden zerstörte Freundin zu trösten, doch für sie gab es nur einen Helfer, und zwar den Alkohol. Nun verstand auch Sol, wie es ihrer Freundin ging und dass sie Hilfe benötigt, da das Trinken von sechs Bier, Sekt und Wodka am Tag nicht normal ist. Ihre Abhängigkeit wurde dadurch unterstrichen, dass sie sich, nachdem Sol ihr Bier wegkippte, nicht mehr beherrschen konnte und mit den Stäben, die zum Üben für das Fechten gedacht waren, Sol am Kopf traf. Schnell bekam sie ein schlechtes Gewissen, doch Sol gab diesmal nicht auf. Sie half Mo, frei vom Alkohol zu werden und auch Mark und Mo sind wieder ein Pärchen. Wir dachten, dass das Stück mit einem „Happy End“ endet, doch da irrten wir uns. Sol stellte sich in die Mitte der Kulisse und erzählte, dass Phil, der beste Freund von Mark, mit dem Auto gefahren sei, doch vorher etwas getrunken habe. Sol und Mo hätten mit im Auto gesessen und eh sie sich versehen hätten, sei der betrunkene Phil schon gegen einen Baum gerast. Während Sol selbst mit Verletzungen davonkomme, so gehe es Mo wohl nicht so gut und sie befinde sich noch immer im Koma. Mit dieser Information endete die ca. einstündige Aufführung und wir konnten für uns schlussfolgern, dass Alkohol weder etwas am Steuer zu suchen hat, noch unachtsam in unsere Hände geraten sollte, denn die Folgen sind ersichtlich: Entweder man schwebt selbst in Gefahr, weil man in eine Sucht gerät, und/oder gefährdet andere.
Zum Abschluss (gegen 14.45 Uhr) durften den beiden noch Fragen gestellt werden. Da diese sich aber sehr geringhielten, wurden wir gefragt, ob wir dies realistisch fanden und ob es uns gefallen hat. Auch klärten wir einige Fragen zum Inhalt und wie man eine Alkoholabhängigkeit erkennt (durch regelmäßigen Verzehr, aggressives Verhalten und ständiges Verlangen). Zudem erfuhren wir ja im Stück, dass Sol Mo letztendlich helfen wollte, doch, was hätte sie machen können? – Mit den Eltern sprechen, die Nummer gegen Kummer wählen, mit einem Vertrauenslehrer reden, einen Therapeuten oder eine Suchtberatung aufsuchen. Danach verließen einige die Cafeteria, doch es blieben welche aus unserem Jahrgang und dem 10. da, um den beiden beim Abbau zu helfen.
Ich denke mal, dass die Gefühle aller nach dem Stück sehr gemischt und verschieden waren. Während einige das Ende schockierte, verspürten andere das Verlangen nach Hause zu gehen. Dennoch lässt sich abschließend sagen, dass die beiden Frauen realistische Szenen gezeigt haben, von denen uns wenige vielleicht auch bekannt vorkamen. Durch beispielsweise Mos Alkoholvergiftung wurden uns die Folgen einer solchen Abhängigkeit gezeigt und vielleicht erreichten sie so, dass wir doch noch einmal mehr darüber nachdenken, ob der Verzehr von alkoholischen Getränken jetzt wirklich sein muss.
Lisa (9a)






Zunächst trafen sich alle Schüler- und Lehrer:innen, die wollten, gegen 19.30 Uhr im Kleist-Forum in Frankfurt. Dort angekommen, bekam jeder einen Zettel von Frau Di., auf dem unsere Plätze standen. Nach und nach begaben wir uns zu unseren Plätzen und um ungefähr 20.00 Uhr fing der Wettstreit auch schon an. Bevor wir jedoch die Poetry-Slammer zu Gesicht bekamen, wurden an Ausgewählte aus dem Publikum Blätter verteilt, wobei Timea durch das Zeigen auf ihre Sitznachbarin Emily bei der Entscheidung half. Schon vor den Wettstreitern war ein Lachen unvermeidbar, denn durch die witzige Art des Moderators konnte sich jeder mit einem Lächeln in diesen Abend einfühlen. Die Lichter gingen aus und nach und nach betraten die Wettstreiter:innen die Bühne. Neben witzigen Themen wurden aber auch ernste und tabuisierte angesprochen, auch wenn diese einen Hauch von Humor als Unterton beinhalteten. So sprach ein Wettstreiter beispielsweise den Lehrermangel an Schulen an und wie er selbst als Grundschullehrer seinen Alltag vor der Klasse bestreite. Durch die authentische und zugleich ebenso ausdrucksstarke, witzige Vortragsweise war es nur schwer, einem Lachen zu widerstehen und so schritt der Abend wie im Flug voran. Als nach einer 15-minütigen Pause, in der man sich Bücher der Poetry-Slammer ergattern konnte, der Saal sich wieder füllte, wurde es langsam ernst. Nach jedem vorgestellten poetischen Text entschieden die zuvor ausgewählten Zuschauer:innen durch Zahlen von eins bis zehn mit maximal einer Kommastelle, wie gut dieser ankam. Diese Zahlen projizierte man an die Wand und der höchste sowie der niedrigste Wert wurden gestrichen und die übrigen Punkte zusammengezählt. Die beiden Wettstreiter:innen mit der höchsten Punktzahl zogen ins Finale, das folglich stattfand. Nach weiteren Texten der Finalisten entschieden wir nun als Publikum, wer diesen Abend gewinnen sollte. Umso lauter der Jubel und der Applaus, desto schneller stand fest, wer den Sieg mit nach Hause bringen konnte. Nachdem der Gewinner also feststand, erhielt sowohl das Team des Kleistforums als auch der Moderator einen riesigen Applaus vom Publikum. Gegen 22.30 Uhr endete somit die Veranstaltung und ich bin mir ziemlich sicher, dass das Forum nächstes Jahr einige Gesichter wiedersehen wird.
Lisa (9a)

Unsere Klasse hatte die Demokratiestunden mit Simona Koß in der 3./4. Stunde, weshalb wir und Herr Be. uns nach der Pause in den Raum 507 begaben. Nachdem sich jeder einen Platz suchte, begannen wir vorerst damit, uns mit unserem Namen, Wohnort und Hobby vorzustellen. Danach erzählte sie einiges über sich, beispielsweise wie ihr Werdegang war und wie sie in den Bundestag kam. Dann sammelten wir Informationen zu den Begriffen Volksvertreter, von denen es im Bundestag 736 gibt, Bundestag, Demokratie und Klassensprecher:innen. Für die Volksvertreter nannten wir zunächst die Parteien und kennzeichneten die Ampelparteien. Jede gesagte Antwort sorgte dafür, dass wir von der Kollegin von Frau Koß einen Bonbon bekamen, was die Motivation zur Mitarbeit vieler anregte. Weiter ging es mit dem Bundestag, bei dem die Begriffe Wahl (geheim, allgemein, frei) und Mehrheit fielen. Zur Demokratie notierte sie an der Tafel Volksherrschaft und für die Spalte der Klassensprecher:innen sollten Annabelle und ich (Lisa), die Klassensprecherinnen, nach vorn treten. Wir wurden dann gefragt, was für Aufgaben wir in unserer Rolle eigentlich haben und nachdem wir antworteten, war die Klasse dran. Simona Koß wollte wissen, was die Vorrausetzungen für so ein Amt sind und wieso sie gerade uns wählten. Im Verlauf erfuhren wir noch einiges über unseren Wahlkreis, wie groß dieser ist und sie berichtete uns, wieso auch für sie Instagram und Facebook nicht uninteressant bleiben. Bevor Annabelle und ich uns wieder setzen konnten, bekamen wir von Simona Koß noch Schokolade, da wir sozusagen „Kolleginnen“ von ihr sind.
Im zweiten Teil des Stundenblocks standen nun unsere Fragen an. Auf die Frage, was ihre Motivation war, überhaupt Politikerin zu werden, meinte sie, dass sie schon immer politisch interessiert gewesen sei. Auch habe sie sich schon an vielen ehrenamtlichen Aktionen beteiligt und machte durch diese Antwort deutlich, dass sie sich besonders für Menschen mit Beeinträchtigungen einsetzten möchte. Wir fragten sie viel, auch, was sie gern sofort ändern würde, wenn sie könnte. Sie antwortete, dass sie den Ton (Empathie) der Menschen untereinander ändern würde, weil nicht immer genervte oder respektlose Sprüche gesagt werden müssten. Eine Frage, die uns als Jugendlichen sehr wichtig ist, ist, was sie von unserer Generation hält und wie sie zur Aussage, dass wir die „letzte Generation“ seien, steht. Sie meinte, sie glaube an die Jugend, da wir nur gemeinsam etwas ändern könnten. Auch achte sie beide Seiten, also die, die sich dafür einsetzen, und die, die dagegen sind. Durch ihre ehrlichen Antworten machte sie uns Mut und zeigte auch, welche Schattenseiten es in der Politik gibt, die wir als Schüler:innen und Bürger:innen gar nicht mitbekommen.
Zum Schluss sollten wir zusammen mit einem/einer Partner:in noch zu den einzelnen Buchstaben des Wortes „Bundestag“ Wörter zum Bundestag finden. Nachdem wir diese verglichen und die Stunde beurteilten, verabschiedeten wir uns und gingen mit viel neuem Wissen aus dem Raum.
Meiner Meinung nach, und was viele auch in der Einschätzung am Ende meinten, ist Simona Koß in gewisser Hinsicht ein Vorbild für uns. Beispielsweise, wie sie sich trotz eines Shitstorms und der Nachrichten nicht unterkriegen ließ, erschien sehr bewundernswert. Auch konnten wir viel aus dieser Stunde mitnehmen, da uns zum einen viele Informationen genannt wurden und wir zum anderen durch unsere Fragen genaue und ehrliche Antworten von ihr als Mitglied im Bundestag erhielten, die man so wahrscheinlich auch nicht im Internet findet.
Lisa (9a)
Ungefähr ab 17.00 Uhr kamen die meisten, die etwas aufführen wollten, in der Cafeteria an und nach und nach füllte sich diese mit Eltern, Lehrkräften und auch weiteren Gäste. Ein letztes Durchatmen und ein paar letzte Absprachen mit Frau Br. später gingen die beiden Moderatorinnen des heutigen Abends nach vorn und stimmten das Weihnachtskonzert ein. Dazu spielte der Posaunenchor viele Weihnachtslieder, die alle in die weihnachtliche Stimmung brachten. Danach verzauberten Annabelle und Isabel (9a+b) mit dem Lied „Last Christmas“ das Publikum, wonach die Klassen 8b und 12 mit „Weihnachten in Familie“ diese verzaubernde Stimmung noch verlängerten. Hannah aus der 11a versetze durch „Gravity“ auf dem Klavier alle ins Staunen, das Amelie und Emma (8b) mit dem Singen des Liedes „White Christmas“ halten konnten. Eine kleine unterhaltsame Moderationsrunde später ging ich, Lisa (9a), nach vorn und stellte mein selbstverfasstes Gedicht „Besinnliche Weihnachten“ vor. Danach folgten erneut die Klassen 8b und 12 mit „Happy Christmas“, wonach wieder Amelie und Emma (8b) mit „Kleine Kinder, große Kinder“ alle zum Applaudieren brachten. Das Lied „Cheri Cheri Lady“ kennen bestimmt viele, doch hätte man dieses Lied heute erwartet? Ob erwartet oder nicht, Bourhan, Fiodor, Lara, Lilli, Sahar, Sophia und Jessica (8c) überraschten alle mit diesem Lied. Eine weitere Moderationsrunde später, in der es um die letzten Besorgungen der Geschenke ging, bewiesen Paula und Luisa (12a) mit „Hard Line“ ihre Begabung am Klavier. Neben dem vielen Gesang bot Lena (8a) mit ihren Pois Abwechslung. Die Lichter gingen aus und zu Musik begeisterte sie alle mit ihrem geschickten Umgang mit den Pois.
Auch an Weihnachten helfen Menschen anderen Menschen, was Annabelle und Isabel (9a+b) durch das Lied „People help the people“ noch einmal durch das hamonierende Zusammenspiel des Gesangs und der Keyboardbegleitung deutlich machten. Zum Abschluss der ersten Hälfte des Weihnachtskonzerts folgte dann Miriam (12b), die alle von ihrer Begabung mit der Geige und dem Lied „Le petite ballade“ begeisterte.
Gut gestärkt durch das leckere Essen der 12-er, ging es nach der Moderation weiter mit dem Gedicht „Das Christkind beim Finanzamt“, das von Vanessa (9a) vorgetragen wurde. Ein paar lächelnde Gesichter später folgten erneut Amelie und Emma mit der gesanglichen Darbietung von „Dezemberträume“, wonach auch die 8b und 12 mithilfe von Gitarrenbegleitung das Lied „Let it be“ sangen. Ebenso Erik und Lennard versetzten durch ihr Talent an der Gitarre mit „House of the rising sun“ alle ins Staunen. Eine weitere unterhaltsame Moderation später zog Lena mit ihren Pois zu „The middle from zedd“ und danach Mia (8a) mit dem a capella gesungenen Lied „My Home“ alle in ihren Bann. Auch Bourhan, Fiodor, Lara, Lilli, Sahar, Sophia und Jessica performten mit ihren harmonierenden Stimmen „Last Christmas“, wonach noch einmal Hannah mit „Valentine“ auf dem Klavier das Publikum berührte. Zum Schluss trug ich, Lisa, noch mein zweites selbstgeschriebenes Gedicht „Es sind die kleinen Momente im Leben“ vor und Annabelle und Isabel beendeten mit dem Lied „Snowman“ zumindest das Programm auf der Seite der Schülerinnen und Schüler. Alle gemeinsam gingen wir danach nach vorn und jeder erhielt einen Schokoladenweihnachtsmann vom Weihnachtsmann.
Doch auch hier endete das Weihnachtskonzert noch nicht, da es ja noch unseren Special Guest gab. Friedrich, ehemaliger Schüler unserer Schule, brachte nach den zwei Stunden durch seinen selbst anmoderierten Gesang auch den letzten Gast zum Grinsen. Nach insgesamt drei gesungenen Liedern von ihm, viel Freude und einem Dank bei Frau Br. und der 12. Klasse endete das diesjährige Weihnachtskonzert gegen 20.20 Uhr und alle konnten, stolz auf sich, nach Hause gehen.
Lisa (9a)












Am Morgen trafen wir uns um 8.10 Uhr am Bahnhof in Gusow. Zusammen mit den anderen 9. Klasse warteten wir dann auf den Zug, der gegen 8.30 Uhr ankam. Im Zug überbrückten wir die Zeit mit guten Gesprächen, dem einen oder anderen angehörten Lied oder schauten uns an, wie der Boden Schneeflocke für Schneeflocke immer weißer wurde. Eine gute Stunde später waren wir auch schon in Berlin Ostkreuz, wo wir uns bis zur Abfahrt der nächsten Bahn um 9.47 Uhr mit dem Lied „Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus…“ noch einmal an unser jüngeres Ich erinnerten, als dieses nach dem Aufstehen Schnee draußen erblickte. So verging die Zeit und wir fuhren für weitere 1,5 Stunden zum Potsdamer Hauptbahnhof, an dem wir gegen 10.50 Uhr auf Herrn Sb., die zweite Lehrkraft als Begleitung, trafen. Somit trennten sich alle 9. Klassen und wir zogen jeweils mit unseren Lehrern zur St. Nikolaikirche auf dem Alten Markt (germanische Siedlung), wo dann auch unsere Stadtführung stattfand. Zuerst erzählte uns dafür die Stadtführerin einige Informationen zu dieser Kirche, und zwar dass Karl Friedrich Schinkel, der 1841 starb, im Auftrag des Königs Friedrich Wilhelm III. 1826 mit den Planungen dieser begann. Weiter ging es zum Rathaus, auf dem man Atlas in Gold sehen kann, und danach zum Potsdamer Stadtschloss, das am 14. April 1945 durch einen Bombenangriff zerstört, aber später wiederaufgebaut wurde. In diesem befindet sich heute der Landtag, dessen Gelände wir betraten und uns unter dem Fortunaportal unterstellten und noch einige spannende Informationen sowohl zum Landtag bzw. Schloss als auch zum Fortunaportal erfuhren. Während einige von uns der Stadtführung aufgrund der vielen Informationen und der eisigen Temperaturen nicht mehr folgen konnten, versuchten die anderen wiederum trotz dieser Bedingungen standhaft zu bleiben und bewunderten, wie der Schnee sich von Minute zu Minute immer mehr in Regen und Matsch verwandelte. Nach dem Alten Markt liefen bzw. rutschten wir eher weiter Richtung Neuer Markt, der damals von dem Angriff nichts abbekam. Hier schauten wir uns das „Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte“ an, das heute ein Museum ist, allerdings damals als Stallgebäude für die Kutschenpferde diente. Vorbei am Filmpark Babelsberg begaben wir uns zum Schluss zum Nauener Tor, wobei wir am Weihnachtsmarkt vorbeiliefen und uns schon alle darauf freuten. Vor dem Holländischen Viertel endete die einstündige Stadtführung auch und wir liefen alle zum Weihnachtsmarkt, an dem wir einen Platz zum späteren Wiedertreffen ausmachten und uns dann in das „Abenteuer“ Weihnachtsmarkt stürzten. Neben gebrannten Mandeln und anderen Süßwaren war es auch einfach schön, mit seinen Freunden über den Markt zu schlendern und vielleicht doch in die dahinterliegende Buchhandlung einzubiegen.









Die zwei Stunden, die wir zur Verfügung hatten, vergingen wie im Flug und wir trafen uns langsam alle wieder am vereinbarten Treffpunkt. Gemeinsam begaben wir uns zu einem nicht weit entfernten weiteren Weihnachtsmarkt, auf dem viele von unseren Blogwettbewerbsgewinnen auf das Riesenrad wollten. Während drei von uns unten blieben, genossen die anderen die Aussicht in der wackeligen Gondel. Danach ging es zurück zum Bahnhof, an dem wir über eine Stunde auf unsere S-Bahn warten mussten. In dieser Zeit begegnete uns eine verkleidete Frau, die für ein Lächeln Schokoladentaler verteilte. Dadurch verging noch einmal viel Zeit und als dann aber plötzlich eine S-Bahn kam, sprang die Hälfte der Klasse in diese Bahn und bevor man sich versah, schlossen sich die Türen und wir waren getrennt. Sie fuhren jedoch nicht ohne Lehrer, sondern mit der b und c. Die Übriggebliebenen inklusive Frau Bu. rannten dann zu einem anderen Gleis, das sich aber als das falsche herausstellte. Also gingen wir weiter und nahmen dann einen Zug nach Berlin Ostkreuz. Während die eine Hälfte sich noch in der Bahn befand, so war die andere bereits in Lichtenberg. Diese begaben sich dann mit den anderen 9. Klassen zum Zug nach Hause, während wir drei Minuten hatten, um das Gleis und die Bahn Richtung Lichtenberg zu wechseln. Die Bahn fuhr und die Aufregung, ob wir, die Übriggebliebenen, die Bahn nach Hause überhaupt noch schaffen, stieg von Minute zu Minute. Als wir mit etwas Verspätung dann in Lichtenberg ankamen, blieben uns noch sechs Minuten und natürlich stand die Bahn am Ende des Gleises. Also sprinteten wir so schnell, wie wir im Sportunterricht noch nie gerannt sind, und fielen vor Erschöpfung fast in den Zug. Als die anderen, die nicht gerannt, sondern doch gelaufen sind, auch im Zug eintrafen, war die Erleichterung groß. Wie das Schicksal es so wollte, durften wir dann auch noch die komplette Fahrt Richtung Gusow stehen, was sich bei dieser Beinarbeit natürlich sehr angenehm anfühlte. In Gusow angekommen, erwartete uns eine vollkommen weiße Landschaft und nach dem einen oder anderen geworfenen Schneeball und der Verabschiedung durften alle gegen 17.30 Uhr nach Hause, um sich dann erstmal zu erholen.



Lisa (9a)
Am Morgen trafen sich Schüler:innen und Lehrer:innen in den Räumen, in denen sie etwas zum Tag der offenen Tür beitragen wollten und bereiteten ggf. etwas dafür vor. Um 8.30 Uhr startete währenddessen der Auftakt des ersten Durchlaufs in der Cafeteria, der bis 8.55 Uhr ging. (Der zweite Durchlauf begann um 9.30 Uhr und der dritte um 10.30 Uhr.) Danach liefen diese Schüler:innen in die Turnhalle, während in der Cafeteria noch Fragen der Eltern beantwortet wurden. In der Turnhalle stellte Herr We. durch einladende Aktivität den Fachbereich Sport vor und es erwartete sie neben laufender Musik für die gute Laune auch viele aufgebaute Netze für Volleyball und Badminton, Tischtennisplatten, Basketbälle und allgemein für die Fitness Seile und Matten. Gute 35 sportliche Minuten später durften die Schüler:innen zusammen mit den Hostessen die einzelnen Räume, in denen ihnen ein paar weitere Fächer vorgestellt wurden, besichtigen. Hierfür bot Herr Mt. eine Kombination aus Maurern und Bügeln (Enkaustik), die schon von den alten Ägyptern mithilfe von Wachs angewandt wurde, im Kunstraum (013) an. Ein paar Etagen weiter oben (Raum 200) brachte Frau Zue. den Schüler:innen die zweite Fremdsprache Russisch etwas näher, indem sie ihre Namen in kyrillischen Buchstaben auf bunte Zettel schreiben durften, diese dann laminiert wurden und sie diese dann als Lesezeichen mitnehmen konnten. Herr Se., der im Raum 303 zu finden war, stellte das Fach Bio mithilfe eines Bio-Kahoots (eine Art Quiz zu Bio) vor, während im Raum 401 Frau Br. Probeunterricht im Fach Musik gab. Zusammen sangen sie zwei Lieder mit Klangstäben als Begleitung und durften zwischen Rhythmus und Gauner-Rhythmical wählen, wobei sich die meisten, laut Frau Br., wohl für den Rhythmus entschieden hätten. Herr Ge., den man im Raum 402 fand, machte Experimente, zu denen die Zaubertinte, der Kupferbaum, der Funkenregen und der Nachweis von Säuren mit Rotkohl gehörten. Nicht weit vom Chemieraum war unser Physikraum (405), in dem Herr Sb. Physik als Fach vorstellte und zeigte, wie bestimmte Bewegungsabläufe auf dem Tablet funktionieren und man mit diesem auch auswerten kann. Auf derselben Etage brachte Herr Rc. (409) den Neuen die zweite Fremdsprache Französisch etwas näher, indem er Probeunterricht anbot und die französische Sprache durch ein Quiz, Sprachspiele, ein Lied und einige Vokabeln etwas interessanter machte. Der letzte Raum, der von den Schüler:innen besucht werden konnte, auch wenn sie insgesamt nur drei der genannten Räume für jeweils 25 Minuten besichtigten, war 506, in dem Frau Di. und Frau Wa. die Arbeitsformen, aber auch Apps, der iPads vorstellten. Hierfür lagen iPads auf den Tischen, mit denen sie zuerst Umfragen durchführten und somit auch ihre Gefühle und Erwartungen, die mit dem später folgenden Schulwechsel verbunden sind, ausdrücken konnten. Danach folgte eine kleine Vorstellungsrunde und zum Schluss ein Kahoot zum Allgemeinwissen.
Während die Schüler:innen also damit beschäftigt waren, zu erfahren, was es an unserer Schule so für Fächer gibt, wie sie aufgebaut sind und wie iPads unseren digitalen Schulalltag erleichtern, gestalten bzw. begleiten, erfuhren die Eltern währenddessen in den verschiedenen Räumen ebenfalls etwas zu den Fächern. Dafür fanden sie im selben Gebäude, nur eine Etage weiter oben, im Raum 501 Frau Ba., die den Fachbereich Erkunde vorstellte. Direkt daneben befand sich Herr Be., der für die dritte angebotene Fremdsprache Latein ab Klasse 9 als WP zuständig war. Wie auch Frau Ba. beantwortete er Fragen der Eltern, erklärte zudem aber noch die Bedeutung und eventuelle Wichtigkeit des Latinums, das man nach drei Jahren Latein an unserer Schule ausgehändigt bekommt, und auch was dieses Fach beinhaltet. Insbesondere geht es im Lateinunterricht um die Horizonterweiterung und die Frauen der Antike, Caesar, in der Oberstufe um die römische Philosophie, die Sprach-/Kulturausbildung, Arbeit mit Texten und besonders auch um den Aufbau der Sprache, was sehr hilfreich bei der eigenen deutschen Sprache ist. Während im Raum daneben Herr Bn. und Herr Lu. den Eltern die Verwendung der iPads vorstellten, traf man im Raum 508 auf Frau Ru., Frau Bu. und Herrn Kr., die sich um die Vorstellung der Fächer Deutsch, LER und Religion kümmerten. Neben Mathe und Bio (203), die von Frau Frau Lue. und Frau Mr. vorgestellt wurden, bot der letzte Raum (115), in dem man Frau Ko. und Frau Ky. fand, eine allgemeine Einführung in den Bereich Fremdsprachen, die Vorstellung der Medien, die uns zur Verfügung stehen und auch ggf. Literaturempfehlungen.
Zum Schluss konnten alle noch dem leckeren Duft des Essens folgen, etwas Geld für den Abiball dalassen und auch die Sani-AG im Raum 410 besuchen, dort einmal am Glücksrad, auf dem sich die Begriffe Theorie, Praxis, Zusatzfragen und Scherzfragen, zu denen Aufgaben bzw. Fragen gestellt wurden, drehen und eine Kleinigkeit gewinnen. So endete gegen 13.00 Uhr auch der Tag der offenen Tür und neben zufriedenen Schüler:innen und Lehrer:innen konnten wir bestimmt sowohl den Eltern als auch den 6.-Klässler:innen bei der künftigen Schulwahl helfen und sie von unserer Schule begeistern.
Lisa (9a)













Nach vielen Tagen der Aufregung und einigen Wochen der Vorbereitung stand am heutigen Tag, den 10. November 2023, nun der Jüdische Abend an, auf den sich sowohl wir, die 12 Mädchen der Klasse 9a, als auch die Gäste freuten. Das Programm wurde zusammen mit Frau Bu. und Frau Di. erstellt und dann gemeinsam mit dem Heimatverein „Schweizerhaus“ e.V. organisiert. Während viele von uns am Freitag noch dem Unterricht folgten, bereitete das Cateringteam, bestehend aus Vanessa, Isabell und Abby, das koschere Essen für den heutigen Abend vor. Die Zeit verging und neben einer vorletzten Probe im LER-Unterricht und der einen oder anderen Verbesserung bzw. einem Hinweis rückte auch die Abendveranstaltung immer näher. Einige von uns fuhren direkt zum „Schweizerhaus“ und schauten sich das ganze Gelände, beispielsweise das „Goethehaus“, und auch die Ausstellung im Obergeschoss an, die einen nochmal mehr an die schreckliche NS-Zeit erinnern ließ. Eine gute Stunde später, also gegen 15.00 Uhr, kamen auch schon alle, die etwas vorbereitet haben, am „Schweizerhaus“ an.
Nach ein paar Absprachen, Soundchecks, da Annabelle und Isabel, die unsere Klasse aus der 9b unterstütze, den heutigen Abend mit ihrem musikalischen Können verschönerten, und dem Verteilen der Flyer und meiner Gedichte auf den Tischen, startete auch schon gegen 16.00 Uhr die Generalprobe. Danach ging jeder nochmal seinen Text bzw. das durch, was sie vorstellen wollten, und Annabelle brachte durch das Lied „Ich fühl‘ mich Disco“ noch einmal gute Laune in den Saal und lockerte so bei vielen die angespannte, aber auch aufgeregte Stimmung. Die Zeit verstrich und während einige von uns noch, um sich zu beruhigen, an die frische Luft gingen, trafen währenddessen auch schon die Gäste ein. Neben vielen Lehrern, Frau Dg. und Frau Wp., die mal an unserer Schule gearbeitet haben, nun aber schon in ihrem wohlverdienten Ruhestand sind, erblickten wir auch sehr viele weitere Gäste. Um genau zu sein sogar so viele, dass noch zusätzliche Stühle dazugestellt werden mussten. Während sich der Saal nun also immer weiter füllte, stieg aber auch bei uns, den Beteiligten, die Vorfreude und Aufregung auf die kommende Stunde. Nach einem kurzen Innehalten und Durchatmen betrat auch schon, nachdem Frau Krüger vom Heimatverein diesen Abend eröffnet hatte, Vanessa, die Moderatorin des Abends, die Bühne:
„Sehr geehrte Gäste, wir, die Klasse 9a des Gymnasiums auf den Seelower Höhen und der Heimatverein „Schweizerhaus Seelow“ e.V., begrüßen Sie herzlich zum Jüdischen Abend im Rahmen der Woche des jüdischen Lebens in Seelow. Nach Richard Weizsäcker ‚Verlängert das Vergessen[…] das Exil und das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung‘“.
Nach dieser Begrüßung erläuterte Vanessa den Gästen, wie wir in Form von poetischen Texten, Gesang mit Keyboardbegleitung, eines Rollenspiels von einigen aus der Klasse, eines Friedensgebets, eines Lesevortrages eines Romanauszugs von „Der Junge auf der Holzkiste“ und der Vorstellung des Lebenslaufs von Hugo Simon an die Opfer, besonders die Juden, und die schreckliche Zeit des NS zurückerinnern bzw. diese geschändeten Menschen ehren wollen. Vor allem denken wir dabei auch an die derzeitigen Kriege, an die dadurch gefallenen Menschen, zerstörten Häuser und getrennten Familien. Zunächst stellte ich dafür mein selbstgeschriebenes Gedicht „Die friedliche, musikalische Stille“ über die Bedeutung und Wirkung von Musik vor. Passend dazu verzauberten Annabelle mit ihrem Gesang und Isabel mit ihrer Keyboardbegleitung mit dem Lied „Wozu sind Kriege da?“ von Udo Lindenberg den Saal. Mit diesem Lied wurden insbesondere die Kriege angesprochen, denn es gibt leider einfach nicht überall auf der Welt Frieden, doch was bedeutet es eigentlich, in Frieden zu leben? Diese Frage klärte das Friedensgebet, das anschließend vorgelesen wurde: „[…], dass ich liebe, wo man hasst; dass ich verzeihe, wo man beleidigt; dass ich verbinde, wo Streit ist; dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist; […] nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe. Denn wer sich hingibt, der empfängt; wer sich vergisst, der findet; wer verzeiht, dem wird verziehen; […].“ (zugeschrieben dem heiligen Franz Assisi).
Einen kräftigen Applaus später stellten auch schon Anna, Alexandra, die am heutigen Abend nicht anwesend war, Hanna, Hargun und Abby ihr Rollenspiel, das auf einer wahren Geschichte beruht und das sie eigenständig anhand von Quellenmaterial und Zeitzeugenberichten der Hauptfigur „Teofilia Silering“, auch „Toska“ genannt, erarbeitet hatten, vor. Dieses Rollenspiel war durch seine Ernsthaftigkeit sehr berührend, da eine vermeintlich friedliche Familie, deren Kinder ein gutes Gymnasium besuchten, plötzlich Armbänder tragen mussten, um als Juden gekennzeichnet und nicht erschossen zu werden. Im späteren Verlauf werden sie deportiert und für immer voneinander getrennt. Toska musste nun für einige Zeit für Oskar Schindler arbeiten, bevor sie dann Richtung Ende von Gina Korczak, von alten Freunden ihrer Familie, aufgenommen wird und sie nach schwerem Schicksalsschlag wieder das Gefühl von Wertschätzung erhielt. Nach dieser sehr mitreißenden Geschichte von Teofilia, bei der sich die Menschen am Ende gegenseitig halfen, folgte passend dazu die musikalische Abwechslung von Annabelle und Isabel mit dem Lied „People help the People“ von Birdy, welches sie so authentisch und mit sehr viel Gefühl rüberbrachten, sodass bei einigen dann doch das ein oder andere Tränchen floss. Im Anschluss danach begeisterte Neele die Gäste mit einem Romanauszug von Leon Leyson, der ebenfalls in Oskar Schindlers Fabrik Arbeit verrichten musste, allerdings seine Erfahrungen in den autobiographischen Roman „Der Junge auf der Holzkiste“ schrieb.
Da der Jüdische Abend auch in den Simonischen Anlagen, die bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 Hugo Simon gehört hatten, stattfand, stellten nun Zoe und Emely den Lebenslauf dieses besagten Mannes vor. Man könnte nach diesem Vortrag schlussfolgern, dass dieser jüdische Bankier im Grunde hauptsächlich auf der Flucht war. Nun stellt sich aber nach diesen ganzen geschichtlichen Informationen auch die Frage, wieso wir eigentlich hier sind? Dies beantwortete mein zweites und somit letztes Gedicht des heutigen Abends, dessen Titel den Namen „Warum wir heute hier sind“ trug. Im Anschluss betrat wieder Annabelle die Bühne und sang das Lied „Was würdest du tun?“ von Bibi und Tina 4. Richtung Ende dieses Liedes gesellten sich alle Beteiligten zu ihr und wir sangen die letzten Zeilen alle gemeinsam. Mit der Frage „Was würdest du tun?“ verließen wir zusammen nach einem kräftigen Applaus die Bühne, regten alle dazu an, sich beim Essen über die Themen zu unterhalten, und Frau Krüger vom Heimatverein betrat sie wieder. Sie bedankte sich bei allen und verkündete, dass wir von der HBS Schuckar GmbH eine Spende von 50€ erhalten würden, worüber wir uns natürlich sehr freuten. Auch nach dieser Verkündung war dieser Abend noch nicht vorbei, denn es bildete sich nach und nach eine Schlange zum koscheren Essen, welches die Drei mit viel Liebe zubereiteten; zur Auswahl standen: (vegane) Falafeln, Rugelach, Humus mit Baguette, Pestorollen und Knishes, welche bei allen Gästen für große Begeisterung sorgten. Alle von uns stellten sich hinter die Tische mit Essen und schauten gespannt zu, wie sich das Spendenglas immer mehr mit Geld füllte und alle sich mit Begeisterung am koscheren Essen bedienten und ggf. nachfragten, woraufhin sie von denen, die sich darum kümmerten, sehr genaue Antworten erhielten. So ließen alle bei guter Stimmung, Atmosphäre und Gesprächen diesen – ich denke mal – unvergesslichen Abend ausklingen.
Neben der ein oder anderen guten Noten, die wir durch unser Engagement erhielten, und die vielen eingenommenen Gelder bzw. Spenden für unsere Klassenkasse, wurde sowohl uns als auch den Gästen klar, wie schrecklich und menschenverachtend die Zeit um 1933 bis 1945 für die Juden eigentlich war. Durch unser Interesse, das wir in der zusätzlichen Geschichtsstunde am Mittwoch, ebenfalls in der Woche des jüdischen Lebens in Seelow, bezüglich der Judenverfolgung zeigten, erfuhren wir, wie es eigentlich zu dieser Verfolgung kam und weshalb die Reichspogromnacht, die am 09. auf den 10.11.1938 war, auch noch heute ein festes Datum in den historischen Kalendern trägt. Aufgrund dieser Informationen konnten wir uns vorab schon einmal auf den Jüdischen Abend einstimmen und uns in diese Problematik etwas mehr hineinführen lassen, um so unsere aufgeschriebenen Gedanken und/oder gesungenen Lieder wirkungsvoller und zugleich berührender allen anwesenden im Saal näherzubringen.
Ich denke, dass ich mich im Namen aller für die vielen Spendengelder von den Gästen und auch der HBS Schuckar GmbH, beim Heimatverein selbst und natürlich bei Frau Di. und Frau Bu. sehr für diesen tollen Abend, der bei weitem mehr als nur ein Auftritt vor Publikum war, bedanken kann.
Lisa (9a)










Montag:
Am Morgen trafen sich zunächst alle 9. Klassen und die Lehrer, die uns begleiteten, um 08.20 Uhr am Bahnhof in Seelow. Gegen 08.30 Uhr kam der Zug, der leider nur aus einem Wagon bestand, was bei drei Klassen, Lehrern und weiteren Fahrgästen zu einem echten Vergnügen und Gruppenkuscheln führte. Nach einer halben Stunde Fahrt hielt der Zug zum Glück in Frankfurt (Oder), wo wir ausstiegen und uns vor dem Bahnhofsgebäude erstmal klassenweise sammelten. Jede Klasse hatte dann einen unterschiedlichen Zeitplan, weshalb es uns, die 9a, zuerst in die Stadtbibliothek führte. Dort setzten wir uns nach einer herzlichen Begrüßung auf Stühle, die vor einer Leinwand standen. Mithilfe von einer grünen und einer roten Karte, die auf den Stühlen lagen, beantworteten wir Fragen, beispielsweise die Frage nach dem Thema unserer Facharbeit. Danach suchten wir uns eine:n Partner:in und schnappten uns gemeinsam ein Tablet von der Bibliothek, mit dem wir einen Code scannten und kleine Suchaufgaben bewältigten. Dafür sollten wir beispielsweise mithilfe des OPAC-Browsers der Bibliothek nach einem bestimmten Genre schauen und die Suchergebnisse als Antwort eingeben; jede richtige Antwort ergab dabei 100 Punkte. Nachdem jede Gruppe diese Aufgabe erledigt hatte, gingen wir auf die Suche nach Material für unsere Facharbeit. Da die Auswahl nicht so spezifisch war, schauten viele allgemein nach Büchern, die sie interessierten, denn diese Bibliothek ist für alle, die gerne lesen, einfach ein Traum. Die Zeit schritt gut voran, einige holten sich noch einen Anmeldezettel für diese Bibliothek und ab 10.30 Uhr ging es für uns weiter zur Universitätsbibliothek, in der wir erst einmal gute 20 Minuten warten mussten, ehe wir dort weiter nach Material schauen konnten. Nach 15 weiteren Minuten verließen wir diese wieder und begaben uns zu einem Eingang des Oderturms, der unmittelbar neben der Bibliothek war. Bis 12.40 Uhr durften wir uns dann frei bewegen und viele von uns zog es direkt in die Buchhandlung, in der wir zum einen nach Büchern für unsere Facharbeit schauten, zum anderen aber auch unser Bedürfnis, mindestens ein neues Buch für das Bücherregal zu kaufen, deckten. Auch im Oderturm verging die Zeit wie im Flug, weshalb wir uns alle, auch die anderen 9. Klassen, am gegenüberliegenden Eingang trafen. Gemeinsam begaben wir uns zum Bahnhof, an dem wir ein wenig sprinten mussten, denn aufgrund des kurzfristigen Ticketkaufs hatten wir nicht mehr viel Zeit, zumal die Bahn auch schon da war. Nachdem wir uns für die nächsten 20 Minuten Heimfahrt wieder alle in den einen Wagon gequetscht hatten, durften wir nach Ankunft in Seelow nach Hause und der erste Tag in dieser Woche ging zu Ende.



Dienstag: Heute war der erste Tag der Woche, an dem wir uns in der Schule befanden. Unsere Klasse hatte jedoch noch nicht gleich die Möglichkeit, am eigenen Thema zu arbeiten, denn für uns plante man in den ersten beiden Stunden Informatik ein. Dafür trafen wir uns im Computerraum (Raum 100), in dem wir uns einen Computer suchten und uns an diesem anmeldeten. Nach dem Klingeln erklärte uns Herr Lu. mithilfe der Punkte an der Tafel, wie einige Einstellungen bei Microsoft Word funktionieren. Zunächst schauten wir uns die Einstellungen der formalen Vorgaben und das Korrigieren der Rechtschreibfehler an einem Beispiel an. Danach ging es weiter mit der Seiteneinrichtung und der Formatierung des Inhalts. Hierfür erzeugten wir eine Formatvorlage, die wir dann zuwiesen. Dann schauten wir uns das Anpassen und Zuweisen von Überschriften an und fuhren mit dem Erstellen eines Inhaltsverzeichnisses und Seitenumbruches fort. Nach dem Einstellen der Seitenzahlen, die man auf den ersten beiden Seiten nicht sehen soll, schauten wir uns noch auf unserer Schul-Homepage an, wo man Videos zu diesen Einstellungen findet (auch auf dem YouTube-Kanal unserer Schule). Zuletzt folgte noch der Hinweis für die ggf. weitergehende Arbeit am Tablet. Danach hatten wir Pause und begaben uns dann erst einmal in den Raum 504, in dem wir Organisatorisches klärten. Da für jede Klasse drei Räume zur Verfügung standen, teilten wir uns die Räume mit denjenigen, die vorher schon in der Klassengruppe zusammen für einen dieser Räume bestimmt wurden. Ab dort hatten wir Zeit dem Tagesziel, das aus dem Erstellen einer MindMap und einem Literaturverzeichnis, das auch abgegeben werden musste, bestand, nachzugehen. Ebenso am heutigen Tag verging die Zeit wie im Flug und auch die Arbeit nach der Mittagspause kam vielen von uns vor wie eine halbe Stunde. Um 13.25 Uhr versammelten wir uns wieder im Raum 504 und verabschiedeten uns alle.





Mittwoch: Am heutigen Tag trafen wir uns im Raum 504 zur Begrüßung. Danach begaben wir uns in unsere Räume, machten es uns bequem und gingen dem Ziel, zwei Exzerpte abzugeben, nach. Einige schauten im Internet, wiederum schlugen andere auch in Büchern nach und machten sich anhand bzw. mithilfe der Exzerpt-Vorlage Notizen zu einigen Punkten ihrer Gliederung. Auch in der Pause trieb einige die Lust am Schreiben des Exzerpts, weshalb sie auch in der Frühstückspause, die wir alle in der warmen Cafeteria verbrachten, weiterarbeiteten. Nach der Pause stellten viele von uns die Exzerpte fertig und konnten sie, wie am gestrigen Tag auch, bei Nextcloud hochladen und somit abgeben. Während die, die „fertig“ waren, damit begannen, entweder ihre Einleitung anzufertigen, nach Literatur im Internet zu schauen oder allgemein ihre Facharbeit weiterzuschreiben, verfassten die anderen nach wie vor ihre Exzerpte. Wie in der ersten Pause auch, arbeiteten viele weiter am Thema, was sie nach der Pause auf jeden Fall ein Stückchen voranbrachte. Um 13.20 Uhr sammelten wir uns wieder im Raum 504, verabschiedeten uns und konnten ein paar Minuten vor dem Klingeln gehen.



Donnerstag: Den vorletzten Tag unserer Facharbeiten-Woche starteten wir mit einem Treffen im Raum 504, in dem wir uns begrüßten und wieder ein wenig Organisatorisches klärten. Danach gingen wir in unsere Räume zurück und arbeiteten an unserer Tagesaufgabe, die aus dem Verfassen und Abgeben einer Gliederung bestand. Da viele von uns die Gliederung bereits an einem anderen Tag anfertigten, konnten sie diese schon abgeben und sich dem eigentlichen Verfassen der Facharbeit widmen. Durch unsere eigenständige Versorgung durchs Snacks, tolle Musik und gute Laune verging die Zeit wie im Flug und wir trafen uns 13.20 Uhr wieder im selben Raum wie am Morgen bzw. wie an den anderen Tagen und verabschiedeten uns.
Freitag: Heute und somit am letzten Tag der Facharbeiten-Woche hatten wir wieder mit unserer morgendlichen Begrüßung gestartet, bevor wir dann in unsere Räume zum Arbeiten gingen. Die letzte Sache, die in dieser Woche angefertigt und abgeben werden musste, war die Einleitung, mit der fast alle schon an den anderen Tagen fertig wurden. Dadurch, dass wir am heutigen Tag aufgrund des Regens nicht nur die richtige Stimmung zum Verfassen einiger Seiten unserer Facharbeit hatten und auch in den Pausen nicht rausgehen mussten, schafften wir bis zum Treff im Raum 504 um 11.15 Uhr recht viel. Diesmal hatten wir dann allerdings noch etwas zur Woche aufgeschrieben, bevor wir danach in die Ferien starten konnten.
Meiner Meinung nach half die Facharbeiten-Woche vor allen Dingen denjenigen, die gar keine Idee hatten, wie sie überhaupt mit der Facharbeit beginnen sollten. Dadurch, dass wir tägliche Aufgaben zum Abgeben bekamen, wurde uns ein strukturiertes Arbeiten ermöglicht, wodurch definitiv gewährleistet war, dass jeder sowohl mit Gliederung als auch mit Einleitung in die Ferien starten kann.
Lisa (9a)